Arbeitsmarkt im Februar

Arbeitslosenquote im Oberallgäu bleibt überwiegend stabil

Die Anzahl der Menschen, die im Oberallgäu keine Arbeit haben, bleibt zum Großteil stabil. Das zeigen die jüngsten Auswertungen der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen.

Im vergangenen Februar waren im bayerischen Teil des Allgäus rund 10.200 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 300 weniger als zum Jahresbeginn. Somit erreichte die Region 2,7 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Januarwert. Anders sieht es im Jahresvergleich aus: In diesem Februar waren 340 Personen mehr arbeitslos gemeldet als im Vorjahresmonat.

Fachkräfte bleiben gefragt

Mit knapp 1.700 offenen Stellen sei allerdings die Nachfrage nach Arbeitskräften auffällig gewesen. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Stellenangebote sei die höchste der letzten elf Monate.

„Die schwächere Konjunktur führte insbesondere im verarbeitenden Gewerbe zu einer Reihe von Entlassungen. Daneben meldeten sich Mitarbeiter aus dem Logistikbereich, Berufskraftfahrer und Beschäftigte des Tourismusgewerbes arbeitslos. Da der Winter bisher weitgehend ausfiel, wurden im Februar weniger Menschen aus Außenberufen beschäftigungslos als in den zurückliegenden Jahren“, sagt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Erfreulich ist die deutlich stärkere Nachfrage nach Arbeitskräften. Annähernd 1.700 Beschäftigungsangebote gaben Arbeitgeber zur Besetzung herein. Fachkräfte in unterschiedlichen Branchen bleiben stark gefragt. Um den anhaltenden Bedarf zumindest in Teilen zu erfüllen, bietet das neue Fachkräfte-Einwanderungsgesetz zusätzliche Möglichkeiten.“

Branchenübergreifender Fachkräftebedarf

Der Fachkräftebedarf war dabei branchenübergreifend. So gab es beispielsweise 35 offene Stellen in der Kunststoffverarbeitung sowie 200 weitere neue Beschäftigungsmöglichkeiten in Hotellerie und Gastronomie. Auch im Baugewerbe bleibt der Fachkräftemangel bestehen: Rund 120 Stellen für Mauerer, Maler, Trockenbauer und weitere artverwandte Berufe wurden angeboten. Ebenso herrschte Bedarf an Führern von Bau- und Transportgeräten. Doch auch soziale Berufe waren sehr gefragt. Hierbei reichte das Angebot von Erzieher und Kinderpfleger bis hin zu Alten- und Gesundheitspfleger.

Arbeitslosigkeit in verschiedenen Personengruppen

Die Arbeitslosigkeit ist im Jahresvergleich bei Männern insgesamt stärker als bei Frauen. Das lasse sich durch die erhöhte Konjunkturabhängigkeit von Fertigungsberufen erklären, in denen vermehrt Männer tätig sind. So waren im Januar knapp 58 Prozent aller Arbeitslosen männlich. Unter den arbeitslos gemeldeten Menschen befanden sich im Februar 2.860 Frauen und Männer ausländischer Staatsangehörigkeit. Damit zählten ungefähr 28 Prozent aller Personengruppen zu diesem Personenkreis. Insgesamt meldeten sich im Februar jedoch weniger Menschen arbeitslos als im Januar. So gab es 1.500 weniger neu eingegangene Meldungen als im Vormonat. Das hänge mit der milden Witterung zusammen.

Kaufbeuren verbessert sich als einziger Wirtschaftsraum

Auch wenn die Regionen Füssen und der südliche Oberallgäu mit einer Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent beziehungsweise 3,1 Prozent, Stabilität signalisieren, entwickelten sich die einzelnen Wirtschaftsräume im Agenturbezirk unterschiedlich. So war Kaufbeuren im Februar der einzige Wirtschaftsraum, der sich mit aktuellen drei Prozent verbessern konnte. In Marktoberdorf, Mindelheim, Memmingen und Kempten führten allerdings konjunkturelle Einflüsse zu einer abgeschwächten Beschäftigungssituation: Ein Plus von jeweils 0,1 Prozent konnte hier vermerkt werden. Trotzdem hatte Marktoberdorf mit einem Wert von 2,4 Prozent die niedrigste Quote im Agenturbezirk.

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