Offener Brief

Zentrum für Tourismusforschung soll nach Füssen

Die Stadt Füssen soll ein Wissenstransferzentrum für Tourismus bekommen. Das fordert der Wirtschaftsbeirat Ostallgäu. In einem offenen Brief an Staatsminister Bernd Sibler erklärt er jetzt die Gründe dafür.

Der Wirtschaftsbeirat Ostallgäu hat einen offenen Brief an den Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, geschickt. Darin fordert er alle Entscheidungsträger sowie die Bürger dazu auf, sich für die Ansiedlung anwendungsorientierter Forschung zum Thema Tourismus im südlichen Ostallgäu stark zu machen. Mit dem Wissenstransferzentrum Tourismus in Füssen – kurz WTZ – soll dafür eine neue Forschungseinrichtung geschaffen werden.

Regionale Informationen überregional verwerten

Tourismusforschung soll direkt dort betrieben werden, wo sie relevant ist. Denn das Ostallgäu sei als tourismusintensive Region und als Heimat der beliebten Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau wie geschaffen, um Anwendungsbeispiele zu finden und zu erforschen. Die Erkenntnisse, die aus dem hiesigen Tourismus gewonnen werden können, seien von überregionaler Bedeutung. Im südlichen Landkreis, rund um Füssen und die Königsschlösser, können problemorientierte Lösungsvorschläge erarbeitet, erforscht und umgesetzt werden, welche dann als Best-Practice-Beispiele andernorts ebenfalls Anwendung finden können.

Das WTZ soll die touristische Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Tourismusregionen sichern. Mit der dort angewandten Auftragsforschung und den Kooperationsprojekten soll der Fokus vor allem auf Nachhaltigkeit, Belastungsgrenzen, Overtourism und Digitalisierung gelegt werden. Zielsetzung von Forschung und Projekten soll mittelfristig die Förderung des Qualitätstourismus sein.

Füssen wirtschaftet maßgeblich mit Tourismus

Die Tourismusbranche ist eine Leitökonomie mit zentraler Bedeutung für Bayern. Das Allgäu ist eine der stärksten Tourismusregionen in ganz Deutschland. Die Stadt Füssen sei als Standort für ein Wissenstransferzentrum Tourismus zum Thema Tourismus deswegen geradezu prädestiniert. Fast eine halbe Million Übernachtungsgäste und eine mit 2,5 Millionen fast fünfmal so große Zahl an Tagesbesuchern kommen jedes Jahr in die gerade einmal 15.000 Einwohner zählende Kleinstadt. Insgesamt bereisen jährlich mehr als sechs Millionen Gäste das Ostallgäu, das sind über elf Prozent mehr Gäste als noch vor fünf Jahren. Allein nach Schloss Neuschwanstein kamen 2018 rund 1,5 Millionen Besucher.

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