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Windpark Ostallgäu: Von Energiewende und Landschafts-Schutz…
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Landratsamt Ostallgäu

Windpark Ostallgäu: Von Energiewende und Landschafts-Schutz…

 Politiker im Ostallgäu setzen sich für eine Reduzierung der geplanten Windräder in Denklingen-Fuchstal aus. Foto:LRA Ostallgäu

Das mit der Energiewende ist so eine Sache: Einerseits wäre der Umstieg auf erneuerbare Energien nachhaltig und umweltfreundlich, andererseits stören die Anlagen die natürliche Umgebung. Nicht selten weisen Kritiker auf den Schutz der Landschaft hin. So verhält es sich nun auch im Ostallgäu mit dem Bau der Wind-Anlagen.

Eigentlich war geplant, dass in Denklingen und Fuchstal 51 Windkraft-Anlagen gebaut werden sollen. Doch nun werden Stimmen laut, die der Ansicht sind, dass die Anlagen das natürliche Landschafts-Bild beeinträchtigen würden. Landrat Johann Fleschhut und die Bürgermeister der Märkte Kaltental und Waal, sowie der Gemeinden Oberostendorf, Osterzell und Bidingen sprechen sich gegen den Bau der Anlage in der geplanten Größe aus. Sie plädieren für den Kompromiss, die 51 Windkraftanlagen auf 16 Stück zu reduzieren.

Anzahl der Anlagen im Windpark Ostallgäu soll reduziert werden

„Insbesondere im westlichen Bereich, wo ansonsten eine bedrängende Wirkung für mehrere Ortsteile entstehen würde“, möchte Landrat Johann Fleschhut, dass weniger Anlagen errichtet werden. Der Landrat ist er auch gleich aktiv geworden und hat besagte Bürgermeister zu einer gemeinsamen Erörterung mit seiner Bau-Juristin Gudrun Hummel eingeladen. Um die Lage zu verdeutlichen, wurde anschließend auch eine Rundfahrt zu den sensibelsten Punkten unternommen.

Politiker im Ostallgäu wollen Änderung  der Windpark-Pläne

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Das Treffen wurde im Kaltentaler Rathaus abgehalten. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Bedenken, die verstärkt auch aus der Bürgerschaft kommen, sehr ernst zu nehmen seien. Außerdem sollte, so der Landrat, „eine abgestimmte Stellungnahme zum laufenden Verfahren der Flächen-Nutzungs-Planänderung der beiden oberbayerischen Nachbargemeinden erarbeitet werden. Wir wollen hier gemeinsam und mit noch größerem Gewicht auf unsere Belange hinweisen und erwarten, dass diese auch berücksichtigt werden“, fasste Fleschhut den gemeinsamen Standpunkt der der Bürgermeister Manfred Hauser, Alois Porzelius, Karl Fischer, Johann Strohhacker und Franz Martin zusammen.

Ostallgäu will sich gemeinsam gegen Windpark wehren

Weiter ist geplant, dass jede Kommune die eigene Betroffenheit in Gemeinde-Ratsbeschlüssen und den daraus folgenden Verfahrens-Stellungnahmen einarbeitet. Und auch solidarisch zueinander will man sich hier verhalten, denn die Betroffenheit der Nachbargemeinden soll jeweils auch übernommen werden. Schließlich sind vor allem regionale Auswirkungen zu erwarten und nicht nur welche, die sich lediglich auf die Gemeinden beschränken. Das Landratsamt wird „ohnehin die Gesamt-Interessen berücksichtigen und eine übergreifende Stellungnahme im Sinne der Bürger und Kommunen abgeben“, so Fleschhut. Der Landrat vertritt die Ansicht, dass man ein großes Klimaschutz-Konzept im Nachbar-Landkreis nicht auf Kosten Ostallgäus entwickeln dürfe.

Kritikpunkte an der Windpark-Anlage im Ostallgäu

Die Bau-Juristin Gudrun Hummel fasste die Kritikpunkte zusammen: Aufgrund der teilweisen Überschreitung der nächtlichen Lärmwerte könne insbesondere der Emissions-Schutz nicht gewahrt werden. Und auch an die dort lebenden Tiere und den Artenschutz müsse man bei solchen Bauvorhaben denken. Denn eigentlich hausen in der Region gefährdete Arten wie der Rotmilan, der Schwarzstorch und der Uhu. So sei es nicht unwahrscheinlich, dass die noch ausstehende spezielle artenschutzrechtliche Prüfung die Zahl der geplanten Windkraftanlagen ohnehin reduziere, so Hummel. Zudem existiert entlang der Hangleite von Nord nach Süd ein sogenanntes landschaftliches Vorbehaltsgebiet. In diesem Gebiet ist der Landschafts-Schutz besonders wichtig. Deshalb kann es auch hier zu Konflikten mit der Windkraft-Nutzung kommen. Die geplanten Windkraft-Anlagen dürften nach Meinung der Beteiligten auch den Römer-Turm als bedeutendes Denkmal beeinträchtigen.

Ostallgäu will verträgliche Planung der Windkraft-Anlagen

Alle Beteiligten waren sich einig, die bereits bilateral geführten Gespräche mit den Nachbar-Kollegen fortzusetzen. „Allerdings müssen noch erhebliche Änderungen eingearbeitet werden, bevor die Planungen dann für die Ostallgäuer Gemeinden und die Bürgerschaft verträglich sei können“, erklärt Landrat Fleschhut den übereinstimmenden Willen der Bürgermeister-Kollegen. Gemeinsam wollen sie weiterhin ergebnisorientiert auf konkrete Verbesserungen hinarbeiten.

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