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Welche Rolle spielt das Festspielhaus Neuschwanstein für die Region?
Wirtschaftsfaktor

Welche Rolle spielt das Festspielhaus Neuschwanstein für die Region?

Das Festspielhaus Neuschwanstein bringt laut einer Studie der Hochschule Kempten jährlich Millionenumsätze in die Region und ist
Das Festspielhaus Neuschwanstein bringt laut einer Studie der Hochschule Kempten jährlich Millionenumsätze in die Region und ist damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Standort. Foto: Festspielhaus Neuschwanstein

Eine Studie der Hochschule Kempten zeigt die wirtschaftliche Bedeutung des Festspielhauses Neuschwanstein für die Region. Die Veranstaltungen im Jahr 2025 lösten rund 13,5 Millionen Euro touristischen Bruttoumsatz aus.

Das Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Laut einer Studie des Instituts für Nachhaltige und Innovative Tourismusentwicklung (INIT) der Hochschule Kempten haben die Indoor-Veranstaltungen 2025 rund 13,5 Millionen Euro touristischen Bruttoumsatz ausgelöst. Davon flossen rund 6,65 Millionen Euro als touristische Wertschöpfung in die Region zurück. 4,3 Millionen Euro entfielen auf direkte Effekte bei touristischen Betrieben. Weitere 2,34 Millionen Euro entstanden indirekt durch Ausgaben für Vorleistungen, etwa bei Bäckereien, Metzgereien, Energieversorgern und Handwerksbetrieben.

„Wir haben uns ausschließlich auf die Ausgaben in der Region konzentriert und nur die Gäste betrachtet, für die das Festspielhaus der Hauptreisegrund war – und kommen so auf 13,5 Millionen Euro Bruttoumsatz“, erklärt Studienleiter Prof. Alfred Bauer.

Viele Gäste kommen gezielt nach Füssen

Für einen Großteil der Besucher ist das Festspielhaus im Ostallgäu der Grund für die Reise. Bei 77 Prozent der Befragten war der Veranstaltungsbesuch das Hauptmotiv. Bei den Tagesgästen lag der Anteil bei 89 Prozent. Auf die 188.000 Besucher der Indoor-Veranstaltungen im Jahr 2025 hochgerechnet, kamen rund 145.000 Menschen gezielt wegen des Festspielhauses in die Region. Das bestätigt auch Manfred Rietzler, Inhaber des Festspielhauses. „Die Haupterkenntnis – und das war sogar für uns überraschend – ist, dass mehr als zwei Drittel der Besucher wegen des Festspielhauses und unserer Stücke in die Region kommen. Sie kommen primär unseretwegen, nicht nur im Vorbeifahren“, so Rietzler.

Festspielhaus inzwischen zweitgrößtes Theater Bayerns

Auch bei den Besucherzahlen hat das Haus zugelegt. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200.000 Tickets verkauft. Für 2026 wird ein Plus von rund 15 Prozent erwartet. Damit ist das Festspielhaus nach eigenen Angaben inzwischen das zweitbestbesuchte Theater Bayerns nach der Bayerischen Staatsoper in München. Das Haus beschäftigt rund 70 Vollzeitkräfte sowie etwa 100 Teilzeit- und Aushilfskräfte.

Studie erfasst Ausgaben in der Region

Für die Untersuchung wurden mehr als 27.000 Besucher kontaktiert. 6.167 Personen nahmen an der Befragung teil. Die Erhebung fand zwischen September 2025 und März 2026 statt. Die Studie berücksichtigt die Ausgaben der Gäste in der Region. An- und Abreisekosten sowie Ticketpreise wurden nicht einbezogen. Die ausgewiesenen wirtschaftlichen Effekte sind dadurch konservativ berechnet.

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