Corona-Krise macht erfinderisch

Wäschefabrik momm fertigt Masken statt Bettwäsche

Not macht erfinderisch: Statt den Betrieb stillzulegen, hat die Wäschefabrik Momm in Marktoberdorf kurzerhand die Produktion umgestellt. Im Interview hat uns Geschäftsführerin Marion Steinmann verraten, wie sie Kurzarbeit vermeiden konnte.

Was hat sich seit dem Corona-Virus in Ihrem Unternehmen verändert?

Wir mussten unsere Produktion von einem auf den anderen Tag stilllegen, da wir überwiegend den stationären Einzelhandel beliefern. Daher war es für uns wichtig, schnell zu reagieren und nach einem neuen Betätigungsfeld zu suchen, um die Mitarbeiter nicht in Kurzarbeit schicken zu müssen. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Mundschutz zu fertigen?

Die Idee kam mir sehr spontan, nachdem man in allen Medien lesen und hören konnte, dass Masken Mangelware in Deutschland sind. Ich dachte sofort, wir könnten diese aus unseren Wäschestoffen produzieren, da diese immer bei 60 Grad zu waschen sind. Wir haben schon einige Tausend Masken produziert und weitere folgen, da nach wie vor ein erhöhter Bedarf besteht. Die Maske wird in Zukunft wohl unserer ständiger Begleiter bleiben.

Wie viele von Ihren Mitarbeitern produzieren nun Masken? Mussten Sie Kurzarbeit anmelden?

In unserem Unternehmen sind circa 20 Mitarbeiter beschäftigt und wir mussten für niemanden Kurzarbeit anmelden, worauf wir natürlich schon etwas stolz sind.

In Ihrer Halle haben einst bis zu 120 Leute gearbeitet. Denken Sie, Sie können die Arbeitsplätze durch die neuen Aufträge wiederbeleben?

Ich hoffe sehr, dass die deutsche Textilindustrie wieder eine neue Wertigkeit erhält und das nicht nur in Krisenzeiten, wenn aus Asien keine Ware kommt.

Produzieren Sie neben den Masken auch noch andere Textilien? 

Wir fangen auch langsam wieder mit der Produktion von Bettwäsche an. Wir werden aber auch weiterhin Behelfsmasken produzieren, solange Bedarf vorliegt.

Wie lange planen sie, Mundschutz zu produzieren?

Durch die Kontakte zum Freistaat Bayern sind wir für weitere Aufgaben gerüstet. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger möchten verstärkt die deutsche Textilindustrie stützen und die ausländische Importware dadurch ersetzen.

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Wir mussten unsere Produktion von einem auf den anderen Tag stilllegen, da wir überwiegend den stationären Einzelhandel beliefern. Daher war es für uns wichtig, schnell zu reagieren und nach einem neuen Betätigungsfeld zu suchen, um die Mitarbeiter nicht in Kurzarbeit schicken zu müssen. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Mundschutz zu fertigen?

Die Idee kam mir sehr spontan, nachdem man in allen Medien lesen und hören konnte, dass Masken Mangelware in Deutschland sind. Ich dachte sofort, wir könnten diese aus unseren Wäschestoffen produzieren, da diese immer bei 60 Grad zu waschen sind. Wir haben schon einige Tausend Masken produziert und weitere folgen, da nach wie vor ein erhöhter Bedarf besteht. Die Maske wird in Zukunft wohl unserer ständiger Begleiter bleiben.

Wie viele von Ihren Mitarbeitern produzieren nun Masken? Mussten Sie Kurzarbeit anmelden?

In unserem Unternehmen sind circa 20 Mitarbeiter beschäftigt und wir mussten für niemanden Kurzarbeit anmelden, worauf wir natürlich schon etwas stolz sind.

In Ihrer Halle haben einst bis zu 120 Leute gearbeitet. Denken Sie, Sie können die Arbeitsplätze durch die neuen Aufträge wiederbeleben?

Ich hoffe sehr, dass die deutsche Textilindustrie wieder eine neue Wertigkeit erhält und das nicht nur in Krisenzeiten, wenn aus Asien keine Ware kommt.

Produzieren Sie neben den Masken auch noch andere Textilien? 

Wir fangen auch langsam wieder mit der Produktion von Bettwäsche an. Wir werden aber auch weiterhin Behelfsmasken produzieren, solange Bedarf vorliegt.

Wie lange planen sie, Mundschutz zu produzieren?

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