Umsatzeinbußen

So wirkt sich die Corona-Pandemie auf SGL Carbon aus

Der angeschlagene Kohlefaser-Spezialist rechnet mit Umsatzeinbußen im zweiten Quartal wegen der Corona-Krise. SGL Carbon rechnet mit Erlösen, die prozentual deutlich zweistellig unter dem Vorjahreswert liegen. Das sind die Gründe dafür.

Die SGL Carbon hat nach eigenen Aussagen die Auswirkungen der weltweiten Covid-19-Pandemie im ersten Quartal 2020 noch nicht wesentlich gespürt und es im Umsatz leicht über der am 12. März 2020 kommunizierten Prognosebandbreite von 220 bis 240 Millionen Euro abgeschlossen. Das teilte der Konzern am Donnerstag mit. Mit 247 Millionen Euro lag der Konzernumsatz insgesamt rund 15 Prozent unter dem Vorjahr.

Das sind die Ursachen

Wesentliche Ursachen seien die Veränderungen in der Lieferkette für Lithium-Ionen-Batterien im Geschäftsbereich Graphite Materials & Systems (GMS) gewesen. Dazu kamen die die restrukturierungsbedingt niedrigeren Umsätze mit Textilen Fasern im Geschäftsbereich Composites – Fibers & Materials (CFM). Das Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen reduzierte sich um rund die Hälfte auf 9 Millionen Euro. Damit lag es am oberen Ende der Prognosebandbreite, die einen mittleren bis hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrag vorsah. 

Corona-Maßnahmen schränken Produktionsabläufe und Lieferketten ein

Die weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im April und Anfang Mai führten laut SGL zu wesentlichen Einschränkungen in Produktionsabläufen und Lieferketten. Das Unternehmen rechne daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt im zweiten Quartal mit einem Umsatz, der prozentual deutlich zweistellig unter dem Vorjahresquartal liegt. Dementsprechend werde das EBIT vor Sondereinflüssen negativ erwartet.  

Maßnahmen: Ausgabenbeschränkungen und Kurzarbeit

Mit ersten Maßnahmen und entgegen der üblichen Saisonalität konnte die SGL Carbon nach eigener Aussage die liquiden Mittel zum Ende des ersten Quartals 2020 gegenüber dem Jahresende 2019 erhöhen. Um dem erwarteten Rückgang der verfügbaren liquiden Mittel in den kommenden Monaten entgegenzuwirken, wurden in beiden Geschäftsbereichen wie auch bei Corporate neben Personalinstrumenten wie etwa der Beantragung von Kurzarbeit auch diverse Ausgabenbeschränkungen beziehungsweise -verschiebungen initiiert.

„In dieser außergewöhnlichen Zeit haben wir zwei klare Prioritäten: der gesundheitliche Schutz unserer Mitarbeiter, ihrer Familien und unserer Geschäftspartner und die Verantwortung für unser Unternehmen“, sagt Dr. Michael Majerus, Sprecher des Vorstands der SGL Carbon. „Wir haben entschlossen gehandelt und frühzeitig diverse Maßnahmen ergriffen, um sowohl die Sicherheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten als auch den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie entgegenzuwirken. Bilanziell ist die SGL Carbon gut aufgestellt. Unsere strategischen Treiber sind auch in dieser weltwirtschaftlich anspruchsvollen Phase intakt. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach unseren Lösungen speziell in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung nach dem Überwinden der Pandemie ansteigen wird.“ 

SGl zieht Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zurück 

Angesichts der Unsicherheit im Hinblick auf den weiteren Verlauf, die Dauer sowie die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die weltweite wirtschaftliche Entwicklung hat der Vorstand der SGL Carbon am 1. April 2020 beschlossen, die im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zurückzuziehen. 

Für das laufende Geschäftsjahr sei ein deutlicher Rückgang in allen wichtigen Steuerungsgrößen zu erwarten. Ursachen dafür seien die Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie, die das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben weltweit erheblich beeinträchtigt haben und voraussichtlich auch weiterhin beeinträchtigen werden.

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