Neubau

pro-micron investiert rund fünf Millionen in Standort Kaufbeuren

Das Allgäuer Unternehmen will expandieren und wird seine Fläche in Kaufbeuren künftig verdreifachen. pro-micron bekennt sich damit klar zu seinem Standort. Was die Hochschule Kempten mit dem Neubauvorhaben zu tun hat.

„Wir platzen an unserem derzeitigen Standort aus allen Nähten. Da wir auch in Zukunft stark wachsen wollen, bauen wir nun einen neuen Firmensitz,“ erklärt Hubertus von Zastrow, Managing Director und CEO von pro-micron. Das neue Firmengebäude sitzt in Zukunft direkt neben der vierspurigen B12 und hinter dem Dehner Gartencenter in der Gottlieb-Daimler-Straße in Kaufbeuren. Das ist ein klares Standortbekenntnis. Das rund 3.700 Quadratmeter große Grundstück hat pro-micron von der Stadt erworben. Zwischen vier bis fünf Millionen Euro wird das Unternehmen investieren. Baubeginn ist für Februar oder März 2019 geplant. Spätestens Mitte 2020 will pro-micron dann einziehen.

Pschierer überreicht Förderbescheid

Unterstützt wird das Unternehmen bei dem Neubauvorhaben vom Freistaat Bayern. Am Donnerstag hat Staatsminister Franz Josef Pschierer pro-micron einen Förderbescheid in Höhe von 815.000 Euro überreicht. „Wir können heute die Kaufbeurer Industrie 4.0- Flagge nach oben hissen. Ich danke pro-micron und der Hochschule Kempten dafür“, äußert sich Pschierer bei seiner Rede. Denn in dem neuen Gebäude soll  nicht nur das komplette Unternehmen Platz finden, sondern auch das Technologie-Transferzentrum (TTZ) der Hochschule Kempten in Kaufbeuren.

Hochschule Kempten und pro-micron bauen Zusammenarbeit aus

Dieses gehört zu dem vom Freistaat Bayern finanzierten Technologie Netzwerk Allgäu (TNA), das regionalen Firmen als Forschungs- und Entwicklungspartner zur Verfügung steht. Ziel ist es, die heimische Wirtschaft technologisch zu unterstützen, Arbeitsplätze zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Allgäuer Unternehmen zu verbessern. Die Hochschule Kempten will das TTZ in Kaufbeuren nun zusammen mit pro-micron und weiteren regionalen Unternehmen im Bereich Industrie 4.0 weiterentwickeln.

pro-micron erhält Förderbescheid vom Freistaat Bayern

TTZ forscht für die Unternehmen der Region

„Ich bin mir sicher, dass wir das TTZ zusammen mit der Politik, der Stadt Kaufbeuren, den mittelständischen Unternehmen der Region und pro-micron als Key-Partner erfolgreich aufstellen können“, betont Prof. Dr. Robert F. Schmidt, Präsident der Hochschule Kempten. In Zukunft soll die Industrie 4.0 in der Zerspannung das Kernthema des TTZ sein. Dabei ist das Zentrum auf Aufträge von den mittelständischen Unternehmen der Region angewiesen. Im Fokus steht der Transfer zwischen Technologie und Wirtschaft. Das TTZ forscht für die Algäuer Firmen. Auch die Stadt Kaufbeuren unterstützt das Projekt. „Der Neubau ist ein klares Standortbekenntnis. Auch wir bekennen uns klar zu pro-micron und dem TTZ“, sagt Stefan Bosse, Oberbürgermeister der Stadt Kaufbeuren. Die Kommune wird künftig die Mietkosten des TTZ übernehmen.

Über pro-micron

Die Firma mit Sitz im Allgäu besteht zurzeit aus einem Team von 33 Mitarbeitern und wächst um circa dreißig Prozent pro Jahr.pro-micron entwickelt und baut miniaturisierte drahtlose Sensorsysteme, welche die Erfassung physikalischer Messgrößen an bewegten Objekten erlaubt. Typische Anwendungen sind die Überwachung des Betriebszustandes im Anlagen- und Maschinenbau oder die Prozesskontrolle in der mechanischen Bearbeitung. Maschinenbau, Luft-und Raumfahrt, Automobil- und Lebensmittelindustrie sind die Kernbranchen. Das Leistungsspektrum umfasst den kompletten Wertschöpfungsprozess, von der ersten Produktidee über die Entwicklung des kompletten Systems bis hin zur Serie.

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