Landkreis-Umfrage | Folge 2

Ostallgäu: Machen Kleinstbetriebe krisenfest?

Wie sieht die wirtschaftliche Zukunft der Landkreise in Bayerisch-Schwaben aus – und wo liegt ihr Potenzial? Diese Fragen beantwortet unsere Landkreisumfrage. Diesmal: das Ostallgäu.

Für Stefan Leonhart, Pressesprecher des Landratsamtes Ostallgäu, liegt die Stärke des Landkreises auf der Hand. Im Interview erklärt er, was ein krisenfestes Ostallgäu Unternehmen bieten muss.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Ist der Landkreis Ostallgäu gut für eine wirtschaftlich stabile Zukunft aufgestellt?

Stefan Leonhart: Das Ostallgäu ist eine Wirtschaftsregion mit einer sich seit Jahren stark entwickelnden Industrie-, Handwerks- und Tourismusstruktur. Rückgrat für diesen Erfolg sind vor allem unsere innovativen und solide handelnden mittelständischen Unternehmen, die ein reichhaltiges Angebot an attraktiven Arbeitsplätzen bieten. Das Ostallgäu ist geprägt von einer vorwiegend familiengeführten, mittelständischen Wirtschaftsstruktur. Über 99 Prozent aller Betriebe haben weniger als 250 Beschäftigte. Allein die Kleinstbetriebe, das heißt unter neun Beschäftigte, stellen einen Anteil von rund 90 Prozent. Diese Struktur ist als die eigentliche Stärke ansehen, da sich dies als äußerst Krisen- und Zukunftsfest erweist. 

Welche Anreize können geschaffen werden, um Unternehmen in die Region zu locken? 

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Mit entscheidend ist das Vorhalten entsprechender Gewerbewerbeflächen in verkehrsgünstiger Lage. Im Großen und Ganzen handelt es sich aber um einen ganzen Strauß an wichtigen Standortfaktoren: von Glasfaseranschlüssen, schnellen Genehmigungsverfahren, günstigem Wohnraum für die Angestellten und vielem mehr. Für ein Unternehmen, das im Ostallgäu erweitern oder sich ansiedeln möchte, gibt es kein Patentrezept, sondern immer nur eine, maßgeschneiderte Lösung. 

Wer sind die größten Arbeitgeber im Landkreis Ostallgäu? 

Das Unternehmen mit den meisten Arbeitgebern im Landkreis ist die AGCO Fendt GmbH. Sie beschäftigt in Marktoberdorf rund 3.700 Personen. Platz zwei belegt die Deckel Maho Pfronten GmbH mit rund 1.400 Beschäftigen. Aber auch Huhtamaki und Georg Jos. Kaes gehören mit jeweils gut 1.200 Mitarbeitern zu den großen Arbeitgebern des Ostallgäus.  

Für welche Branchen sehen Sie das größte Potential im Landkreis Ostallgäu? Warum?

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Möchte man eine Branche herausstellen, wird die Region im Wesentlichen durch das Verarbeitende Gewerbe mit nahezu 18.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten geprägt. Konkret sind das 37 Prozent aller Beschäftigten im Landkreis. Den größten Anteil haben hier wiederum beim Maschinenbau mit über 6.200 beschäftigten, sowie im Bereich Nahrungs- und Futtermittelindustrie mit nahezu 2.500 Beschäftigten. Auffallend stark ist die Umsatzentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe. In den Jahren 2017/2018 gab es eine Steigerung von 9,4 Prozent. Verglichen mit Schwaben, dort ist es ein Plus von 4,1 Prozent, und Bayern, hier sind es 1,7 Prozent, ist das deutlich überdurchschnittlich.

Wie stark hat Corona den Landkreis Ostallgäu getroffen? 

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Ostallgäu wird im Spätherbst 2020 eine breit angelegte Unternehmensbefragung durchführen. Solche Durchführungen finden alle zwei bis drei Jahre statt, zuletzt 2018. Hier werden explizit auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie abgefragt werden. Mit Ergebnissen ist dann bis Ende 2020 zu rechnen.

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Das Unternehmen mit den meisten Arbeitgebern im Landkreis ist die AGCO Fendt GmbH. Sie beschäftigt in Marktoberdorf rund 3.700 Personen. Platz zwei belegt die Deckel Maho Pfronten GmbH mit rund 1.400 Beschäftigen. Aber auch Huhtamaki und Georg Jos. Kaes gehören mit jeweils gut 1.200 Mitarbeitern zu den großen Arbeitgebern des Ostallgäus.  

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Wie stark hat Corona den Landkreis Ostallgäu getroffen? 

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Ostallgäu wird im Spätherbst 2020 eine breit angelegte Unternehmensbefragung durchführen. Solche Durchführungen finden alle zwei bis drei Jahre statt, zuletzt 2018. Hier werden explizit auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie abgefragt werden. Mit Ergebnissen ist dann bis Ende 2020 zu rechnen.

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