Neue Einrichtung

Klinik Füssen schließt medizinische Versorgungslücke

Die Klinik Füssen. Foto: Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren
Als erste Einrichtung im Allgäu  wird die Klinik Füssen eine geriatrische Institutsambulanz (GIA) einrichten. Ermächtigt hatte sie dazu die Kassenärztliche Vereinigung.

Damit ist nun erstmalig auf Überweisung durch den Hausarzt auch ambulant eine spezialisierte altersmedizinische Untersuchung möglich. Diese war bisher nur stationär durchführbar.

Ausführliche Untersuchung durch Therapeuten und Ärzte

Viele ältere Menschen leiden unter mehreren chronischen Erkrankungen, die sich oftmals gegenseitig bedingen und das tägliche Leben beeinträchtigen. In der Ambulanz findet eine ausführliche Untersuchung durch Therapeuten und Ärzte des geriatrischen Teams statt. So sollen typische Altersprobleme wie Einschränkungen in der Mobilität, erhöhte Sturzgefahr, drohende Pflegebedürftigkeit und Verlust der Selbständigkeit möglichst frühzeitig erkannt werden. Ergänzend sind Prüfungen bei Demenzverdacht und ein Medikamenten-Check möglich. Aus den Ergebnissen der Untersuchungen werden konkrete Handlungs-Empfehlungen mit dem Patienten besprochen und an den Hausarzt weitergeleitet.

Das Team, das sich eingehend mit dem jeweiligen Patienten beschäftigt, besteht aus einem Geriater, Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten. Außerdem gibt es Unterstützung aus den Bereichen Neuropsychologie und klinischer Pharmazie. Alle Mitarbeiter kommen aus der geriatrischen Abteilung haben jahrelange Erfahrungen in der Altersmedizin.

Neues Konzept unterstützt hausärztliche Versorgung

„Ich komme aus dem hausärztlichen Bereich und weiß, welche Not sich oft auftut, wenn ein alter Mensch plötzlich nicht mehr so kann, wie er oder seine Angehörigen es sich wünschen. Eine so umfassende Untersuchung ist in der Arztpraxis nicht möglich, das geht rein zeitlich und vom Personal nicht. Unsere Geriatrische Institutsambulanz soll die hausärztliche Versorgung unterstützen und helfen, gute Lösungen für ein möglichst selbständiges Leben daheim zu finden“, erläutert Chefarzt Dr. Uecker, der die Geriatrie in Füssen leitet.

Drei neue KVB-Bereitschaftspraxen in Schwaben

Ein weiteres Thema im Allgäu sind die neuen Bereitschaftspraxen. Die Bereitschaftspraxen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) sind bayernweit die zentralen Anlaufstellen für Patienten, wenn diese außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten eine ambulante medizinische Versorgung benötigen. Am 30. Januar 2018 eröffnete die KVB drei neue Bereitschaftspraxen in Schwaben. Diese befinden sich an der Kreisklinik Mindelheim sowie an der Kreisklinik in Günzburg und der Stiftungsklinik in Weißenhorn. Neben der Eröffnung der drei neuen KVB-Bereitschaftspraxen gibt es ab Ende Januar noch Veränderungen bei weiteren Bereitschaftspraxen in Schwaben: Die bisher privat betriebenen Bereitschaftspraxen in Kaufbeuren und Memmingen liegen zukünftig in der Trägerschaft der KVB. Die privat betriebene Bereitschaftspraxis in Buchloe wird zukünftig nicht mehr weitergeführt.

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