Medizinische Versorgung

Schwäbischer Gesundheitsheitstag: Politiker besuchen Krankenhäuser

Carolina Trautner und Klaus Holetschek zu  Besuch in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Foto: Stephan Dölle
Direkte Einblicke in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen in Schwaben zu bekommen, das war das Ziel des jüngsten schwäbischen Gesundheitstages. Die Landtagsabgeordneten besuchten in diesem Rahmen unter anderem das Zentralklinikum Augsburg.

Zum schwäbischen Gesundheitstag hatten die Landtagsabgeordneten Carolina Trautner und Klaus Holetschek eingeladen. Als erste Station besuchten die Parlamentarier das Zentralklinikum Augsburg. Im Gespräch mit Vorstand Alexander Schmidtke wurden die anstehenden Herausforderungen rund um die Entwicklung hin zur Universitätsklinik thematisiert.

Uniklinik könnte Gewinnung von Hausärzten für den ländlichen Raum stärken

„Hier bieten sich immense Chancen nicht nur für den Großraum Augsburg, sondern für ganz Schwaben. Dies betrifft zum einen die Entwicklung und Forschung auf Spitzenniveau, aber auch die Ausbildung von Ärzten und damit die Gewinnung zum Beispiel von Hausärzten für den ländlichen Raum“, waren sich Trautner und Holetschek einig. Daher setzen sich die Gesundheitspolitiker der CSU auch dafür ein, möglichst früh einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Uniklinik Augsburg einzurichten.

Fachkräftemangel trifft auch die Palliativstation

Beim Besuch der Palliativstation ging es unter anderem um die Situation in der Pflege. Im Gespräch mit der Vorständin Susanne Arnold wurde deutlich, dass passende Lösungen für den drohenden Fachkräftemangel gefunden werden müssen. Trautner und Holetschek nahmen auch mit, dass ein gewisser Grad an Akademisierung für die Wertschätzung der Pflege von großer Bedeutung sein kann. Auch die Versorgung von Kurzzeitpflegeplätzen wurde thematisiert.

In der Kinderklinik stellte Prof. Dr. Dr. Frühwald das Netzwerk KIONET vor. Trautner hatte sich in der Vergangenheit stark dafür gemacht, dass in einer Kooperation der Unikliniken Regensburg, Würzburg, Augsburg, Erlangen sowie der Onkologie der TU München Mediziner in einem Netzwerk gemeinsame klinische Studien durchführen können. Dadurch soll Kindern mit onkologischen Erkrankungen eine flächendeckende und heimatnahe Therapie ermöglicht werden.

Diese Themen müssten stärker in die Ausbildung einfließen

Die zweite Station des Gesundheitstages war das Krankenhaus für Menschen mit geistiger Behinderung in Ursberg. Chefarzt Dr. Brechenmacher stellte die Vorteile der bestehenden Kooperation mit der Klinik in Krumbach heraus und erläuterte die Belange der Medizin für Menschen mit geistiger Behinderung. Deren Bedürfnisse müssten mehr Aufmerksamkeit in der Ausbildung finden.

Abschließend besuchten die beiden Gesundheitspolitiker noch die Fachpflegeeinrichtung St. Vinzenz und Paul. Dort werden Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung, Menschen mit erworbenen Behinderungen und Senioren betreut. Trautner und Holetschek konnten sich dabei von der hohen Qualität der Arbeit ein Bild machen.

Politiker profitieren von „vielen Anregungen vor Ort“

„Wir haben viele Eindrücke gewinnen können. Die Arbeit im medizinischen wie auch im pflegerischen Bereich, die in den besuchten Einrichtungen geleistet wird, hat uns sehr beeindruckt. Durch den Austausch konnten wir viele Anregungen vor Ort aufnehmen, die wir in München einfließen lassen wollen“, zogen die beiden Gesundheitspolitiker ihr Fazit. Eine Fortsetzung ist bereits geplant. So sollen Gesundheitseinrichtungen im Allgäu Mitte April besucht werden.

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Zum schwäbischen Gesundheitstag hatten die Landtagsabgeordneten Carolina Trautner und Klaus Holetschek eingeladen. Als erste Station besuchten die Parlamentarier das Zentralklinikum Augsburg. Im Gespräch mit Vorstand Alexander Schmidtke wurden die anstehenden Herausforderungen rund um die Entwicklung hin zur Universitätsklinik thematisiert.

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„Hier bieten sich immense Chancen nicht nur für den Großraum Augsburg, sondern für ganz Schwaben. Dies betrifft zum einen die Entwicklung und Forschung auf Spitzenniveau, aber auch die Ausbildung von Ärzten und damit die Gewinnung zum Beispiel von Hausärzten für den ländlichen Raum“, waren sich Trautner und Holetschek einig. Daher setzen sich die Gesundheitspolitiker der CSU auch dafür ein, möglichst früh einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Uniklinik Augsburg einzurichten.

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Beim Besuch der Palliativstation ging es unter anderem um die Situation in der Pflege. Im Gespräch mit der Vorständin Susanne Arnold wurde deutlich, dass passende Lösungen für den drohenden Fachkräftemangel gefunden werden müssen. Trautner und Holetschek nahmen auch mit, dass ein gewisser Grad an Akademisierung für die Wertschätzung der Pflege von großer Bedeutung sein kann. Auch die Versorgung von Kurzzeitpflegeplätzen wurde thematisiert.

In der Kinderklinik stellte Prof. Dr. Dr. Frühwald das Netzwerk KIONET vor. Trautner hatte sich in der Vergangenheit stark dafür gemacht, dass in einer Kooperation der Unikliniken Regensburg, Würzburg, Augsburg, Erlangen sowie der Onkologie der TU München Mediziner in einem Netzwerk gemeinsame klinische Studien durchführen können. Dadurch soll Kindern mit onkologischen Erkrankungen eine flächendeckende und heimatnahe Therapie ermöglicht werden.

Diese Themen müssten stärker in die Ausbildung einfließen

Die zweite Station des Gesundheitstages war das Krankenhaus für Menschen mit geistiger Behinderung in Ursberg. Chefarzt Dr. Brechenmacher stellte die Vorteile der bestehenden Kooperation mit der Klinik in Krumbach heraus und erläuterte die Belange der Medizin für Menschen mit geistiger Behinderung. Deren Bedürfnisse müssten mehr Aufmerksamkeit in der Ausbildung finden.

Abschließend besuchten die beiden Gesundheitspolitiker noch die Fachpflegeeinrichtung St. Vinzenz und Paul. Dort werden Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung, Menschen mit erworbenen Behinderungen und Senioren betreut. Trautner und Holetschek konnten sich dabei von der hohen Qualität der Arbeit ein Bild machen.

Politiker profitieren von „vielen Anregungen vor Ort“

„Wir haben viele Eindrücke gewinnen können. Die Arbeit im medizinischen wie auch im pflegerischen Bereich, die in den besuchten Einrichtungen geleistet wird, hat uns sehr beeindruckt. Durch den Austausch konnten wir viele Anregungen vor Ort aufnehmen, die wir in München einfließen lassen wollen“, zogen die beiden Gesundheitspolitiker ihr Fazit. Eine Fortsetzung ist bereits geplant. So sollen Gesundheitseinrichtungen im Allgäu Mitte April besucht werden.

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