B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Im schwäbischen Handwerk sind noch 1.000 Lehrstellen unbesetzt
Fachkräftemangel

Im schwäbischen Handwerk sind noch 1.000 Lehrstellen unbesetzt

Die Auszubildende Janine Holzmann mit ihren Vorgesetzten und Kollegen
Die Auszubildende Janine Holzmann mit ihren Vorgesetzten und Kollegen. Foto: HWK Schwaben/Sascha Schneider

Der Fachkräftemangel ist in fast allen Branchen spürbar. Handwerkliche Berufe sind aber besonders stark betroffen und etliche Stellen sind noch frei. Diese können innerhalb der nächsten paar Monate auch immer noch besetzt werden.

Das neue Ausbildungsjahr im Handwerk hat begonnen, ganze 1.000 Lehrstellen sind jedoch immer noch offen. Im Metallbaubereich, der Elektrotechnik, der SHK-Anlagenmechanik und im Lebensmittelfachverkauf sind noch die meisten Plätze frei. Die offenen Stellen können überwiegend noch im September, Oktober oder später besetzt werden. Einige Betriebe suchen aber schon für nächstes Jahr nach neuen Auszubildende. Gleichzeitig haben 2,6 Millionen junge Menschen, im Alter zwischen 20 und 34 Jahren keinen Berufsabschluss. Die Handwerkskammer Schwaben versucht daher Betriebe mit Azubis zusammenzubringen.

Im Allgäu und in Augsburg gibt es dafür Nachvermittlungsaktionen:

  • Augsburg: 14. September
  • Kempten: 12. Oktober
  • Memmingen: 19. Oktober

Nachwuchsmangel auch in der Region spürbar

Auch die Kube GmbH ist vom Fachkräftemangel betroffen. „Es ist die letzten Jahre immer herausfordernder geworden, Azubis zu gewinnen“, sagt Juniorchef Max Kube. Bisher laufen Mitarbeiterbewerbungen über die klassischen Kanäle. Demnächst möchte das Unternehmen aber auch auf Social Media aktiv werden. Auch am „Tag des Handwerks“ an den bayerischen Schulen wird Kube teilnehmen. „Das finden wir eine gute Sache, an der wir uns im kommenden Schuljahr sehr gerne beteiligen.“. Insgesamt wünscht sich Kube mehr Aufmerksamkeit für die Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk und fordert mehr Praktika an allen Schularten.

Handwerk muss attraktiver werden

Die Handwerkskammer Schwaben setzt sich aus solchen Gründen seit vielen Jahren politisch ein und möchte Handwerksberufe mehr in den Fokus rücken. Der „Tag des Handwerks“ an Schulen sei dafür schon mal ein guter Anfang, erklärt Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben. Das wäre jedoch noch nicht genug: „Es muss aber noch deutlich mehr passieren. Wenn wir nicht genügend Menschen ins Handwerk bekommen, steht in Deutschland bald alles still. Dann gibt es keine Energiewende und keine Sozialwohnungen.“

Handwerk als Chance

Juline Holzmann fühlt sich als Auszubildende im Handwerk bei Kube auf jeden Fall gut aufgehoben: „Hier war es vom ersten Tag an super. Alle duzen sich, sind freundlich und hilfsbereit und die großen Hallen sind total beeindruckend.“. Zum Handwerk hat die 16-jährige durch Praktika gefunden und die richtige Ausbildung für sich gewählt.

Artikel zum gleichen Thema