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Um unabhängiger von weltweiten Engpässen zu agieren, vergrößert die Franz Mensch GmbH am Hauptsitz Buchloe die Lagerkapazitäten. Für rund 30 Millionen Euro entsteht ein Neubau, der die europaweite Warenversorgung mit medizinischen Gebrauchsgütern langfristig absichern soll.
Den Entschluss für das Großprojekt, das Anfang 2025 angekündigt wurde, begründet die Geschäftsführung mit anhaltenden geopolitischen Spannungen. Achim Theiler, Geschäftsführer von Franz Mensch, erklärt: „Die aktuellen Entwicklungen zeigen einmal mehr, wie anfällig globale Lieferketten sind – gerade bei kritischen Hygieneprodukten.“ Laut des Unternehmens werden Rohstoffe, etwa für die Produktion von Nitrilhandschuhen, zunehmend knapp. Gleichzeitig klettern die Beschaffungskosten nach oben, während sich die Transportwege verlängern. „Für uns ist das eine Bestätigung, frühzeitig in eigene Kapazitäten investiert zu haben“, führt Theiler weiter aus. Das neu entstehende Lagervolumen von 100.000 Palettenstellplätzen soll dazu beitragen, unvorhersehbaren Versorgungsrisiken in der europäischen Distribution vorzubeugen.
Seit dem Spatenstich im November 2025 schreitet das größte Bauvorhaben der Unternehmensgeschichte stetig voran. Auf der 15.000 Quadratmeter großen Baustelle hat der nächste Abschnitt begonnen: Montage des Daches. Hierzu befördern Schwerlastkräne bis zu 38 Tonnen schwere Trägerelemente auf das bereits fertiggestellte Stützgerüst aus 85 Pfeilern. Grundlegende Bodenarbeiten sowie die Errichtung eines Sickerbeckens seien bereits abgeschlossen worden.
Das Logistikzentrum soll bis Ende 2026 fertigstellt werden, die Inbetriebnahme sei für Mitte 2027 angesetzt.
Zentrum der Anlage soll ein KI-gesteuertes Lagerungssystem werden, das die Warenverwaltung von rund 65.000 Kisten selbstständig bewerkstellige. Obwohl die logistischen Abläufe dadurch hochgradig automatisiert ablaufen sollen, geht die Geschäftsleitung dennoch von einem wachsenden Personalbedarf aus. Bis 2030 plant Franz Mensch in der Logistik etwa 30 neue Arbeitsplätze zu schaffen. „Technologie ersetzt keine Menschen – sie unterstützt sie. Gerade in Krisenzeiten braucht es qualifizierte Teams, die flexibel agieren können“, betont Theiler abschließend.