Rettungseinsatz

Explosion in Rettenbacher Haus: Rotes Kreuz Ostallgäu vor Ort

Am Sonntagvormittag ereignete sich in Rettenbach am Auerberg eine Explosion in einem Mehrfamilienhaus. Die Einsatzkräfte waren noch bis Montagvormittag im Einsatz.

„Den Einsatzkräften vor Ort gilt allerhöchste Anerkennung vor diesem physisch und auch psychisch sehr fordernden Einsatz“, so BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. Trotz Starkregen und Kälte wurden die Bergungsarbeiten nicht eingestellt. „Die Einsatzkräfte setzten sich als Ziel, so lange zu suchen, bis die Vermissten gefunden wurden.“

Zum Verlauf des Einsatzes

Um 10:08 Uhr am Sonntagvormittag wurde die Rettungswache Marktoberdorf und der diensthabende Notarzt zu einer „Explosion Wohnhaus“ alarmiert. Das Einsatz-Stichwort musste bereits kurz nach der Ankunft der ersten Rettungsteams auf „Massenanfall von Verletzten“ erhöht werden. Daraufhin wurden weitere Kräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes durch die Integrierte Leitstelle Allgäu informiert.

Rund 350 Einsatzkräfte bargen fast 24 Stunden am Unfallort

Der Einsatzort wurde in fünf Abschnitte eingeteilt. Weitere Kräfte wurden nachgefordert. Durchschnittlich waren von allen Organisationen, Behörden und Institutionen rund 350 Einsatzkräfte im Einsatz. „Trotz des hohen Druckes war es eine sehr professionelle und zielgerichtete Zusammenarbeit mit den anderen Facheinsatzleitungen der Feuerwehr, des THW und der Polizei“, so Johannes Schweitzer, der organisatorische Leiter des BRK Ostallgäu.

So wurde die Verpflegung der Betroffenen gewährleistet

Die Bereitschaft Pfronten des Bayerischen Roten Kreuzes richtete mit Unterstützung der BRK Bereitschaft Buchloe eine Betreuungsstelle für Betroffene ein. Die Verpflegungsgruppe der Bereitschaft Pfronten sicherte die Versorgung der rund 350 Einsatzkräfte und der Anwohner.

Es wurden Brotzeiten und warme Mahlzeiten ausgegeben. Eine Eigenverpflegung war nicht mehr möglich, da die Strom- und Gasversorgung eingestellt worden war. 800 Verpflegungsportionen wurden insgesamt verteilt.

In Schwaben gibt es nur wenige Trümmer-Suchhunde

Bei der Suche nach den Verschütteten kamen speziell ausgebildete „Trümmer-Suchhunde“ des Bayerischen Roten Kreuzes aus Miesbach, München und dem Oberallgäu zum Einsatz. Unterstützt wurden sie von den Hundeführern der Bergwacht Allgäu. Insgesamt waren mehr als 10 Hunde vor Ort. „Die Unterstützung aus Oberbayern war notwendig, weil es in Schwaben nur wenige dieser vierbeinigen Spezialisten gibt“, erläutert Schweitzer.

Krisen-Interventionsteams waren ebenfalls vor Ort

Der Einsatz stellte für die Betroffenen, die Angehörige und auch für die Einsatzkräfte eine Belastung dar. Kriseninterventionsteams (KID) des BRK Ostallgäu, Weilheim-Schongau und Oberallgäu sorgten für die psychische Betreuung an der Unglücksstelle. Das Ostallgäuer Rote Kreuz war an den zwei Tagen insgesamt mit rund 80 Einsatzkräften vor Ort. „Auch nach der Beendigung dieses Einsatzes wird die Aufarbeitung des Unglücks für unsere Ehrenamtlichen noch andauern“, sagt Alexander Denzel, Katastrophenschutzbeauftragter beim Kreisverband Ostallgäu.

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Um 10:08 Uhr am Sonntagvormittag wurde die Rettungswache Marktoberdorf und der diensthabende Notarzt zu einer „Explosion Wohnhaus“ alarmiert. Das Einsatz-Stichwort musste bereits kurz nach der Ankunft der ersten Rettungsteams auf „Massenanfall von Verletzten“ erhöht werden. Daraufhin wurden weitere Kräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes durch die Integrierte Leitstelle Allgäu informiert.

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Es wurden Brotzeiten und warme Mahlzeiten ausgegeben. Eine Eigenverpflegung war nicht mehr möglich, da die Strom- und Gasversorgung eingestellt worden war. 800 Verpflegungsportionen wurden insgesamt verteilt.

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