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Brexit: vbw spricht von einem Schwarzen Tag für Europa
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vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V.

Brexit: vbw spricht von einem Schwarzen Tag für Europa

Symbolbild. Foto: James53145 / iStock / thinkstock

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist betroffen über die Entscheidung der britischen Wähler, aus der Europäischen Union auszutreten. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt äußerte sich in einem ersten Statement bekümmert über das Signal und die Folgen für Europa. Es würde hierbei nur Verlierer geben.

„Das ist ein schwarzer Tag für Europa. Der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs hinterlässt nur Verlierer. Der ‚Brexit‘ verschärft die politische Krise der EU. Euroskeptische Kräfte bekommen weiter Auftrieb. Wirtschaftlich wird der ‚Brexit‘ negative Folgen haben – für Europa, für Großbritannien, für Deutschland und auch für Bayern. Wir verlieren daneben einen wichtigen Partner bei der Verteidigung von Freihandel und Marktwirtschaft“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt in Folge des gestrigen Votums.

„Die EU ist für Großbritannien mit Abstand der wichtigste Absatzmarkt“

Nach Überzeugung der vbw wird in erster Linie das Vereinigte Königreich selbst einen hohen Preis für den Austritt zahlen. „Die EU ist für Großbritannien mit Abstand der wichtigste Absatzmarkt.“ Doch auch für Deutschland und Bayern bringt der Brexit Nachteile: „Großbritannien ist mit 7,5 Prozent der Ausfuhren der drittgrößte Exportmarkt Deutschlands. Für Bayern ist das Vereinigte Königreich sogar noch wichtiger. Seit dem vergangenen Jahr ist es mit 8,6 Prozent der Ausfuhren hinter den USA der zweitgrößte Exportmarkt Bayerns. Durch den Austritt laufen wir nun in eine Phase der Unsicherheit. Unsicherheit führt zu Investitions- und Kaufzurückhaltung. Diese Phase muss jetzt so kurz wie möglich gehalten werden, indem die EU und Großbritannien den künftigen Umgang miteinander schnell definieren“, so Brossardt.

Gemeinsames Handeln in der Flüchtlingspolitik

Die vbw fordert die EU daher auf, aus dem Referendum eine Lehren zu ziehen: „Die EU muss die Ursachen für Austritts-Bestrebungen bekämpfen. Dazu gehört, streng nach dem Subsidiaritätsprinzip zu handeln. Statt neue Vorschriften im Bereich Arbeit und Soziales zu erlassen, brauchen wir in der Flüchtlingspolitik ein gemeinsames europäisches Handeln. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt ist ohne Abstriche umzusetzen. Europa muss zudem die Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit wieder mehr in den Fokus nehmen und insbesondere das Ziel, den industriellen Wertschöpfungsanteil bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen, erreichen. Es gilt auch, die digitale Agenda konsequent weiter zu verfolgen.“

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