Bürgerbegehren

1.777 Unterschriften gegen neues Hotel am Füssener Forggenseeufer

Symbolbild. Blick auf den Forggensee bei Füssen. Foto: Bernd Peters / pixelio.de
Der BUND Naturschutz und der Kreisfischereiverein Füssen haben vor knapp zwei Wochen ein Bürgerbegehren gestartet. Dabei sollten Unterschriften gegen ein neues Luxushotel am Füssener Forggenseeufer gesammelt werden.

Das geplante Hotel soll im direkten Blickfeld von Schloss Neuschwanstein am Füssener Forggenseeufer errichtet werden. Dagegen haben der BUND Naturschutz und der Kreisfischereiverein Füssen ein Bürgerbegehren initiiert. Der Startschuss fiel am 12. Juni. Nur 13 Tage später konnten die Initiatoren 1.777 Unterschriften an die Stadt Füssen übergeben.

„Ein großer Erfolg für uns“

Ausgereicht hätten 1.044 Unterschiften. Es werden noch stündlich weitere Unterschriftenlisten abgegeben, so dass wir davon ausgehen, dass in Kürze über 2.000 Unterschriften beisammen sein werden. „So viele Unterstützer in so kurzer Zeit, ist ein großer Erfolg für uns. Es zeigt uns, dass bei der Füssener Bevölkerung ein großes Interesse an dem Bürgerbegehren besteht“, erklärte Michael Käs, Vorsitzender der BUND Naturschutz Ortsgruppe Füssen. Die Stadt Füssen muss nun über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens entscheiden und einen Termin für einen Bürgerentscheid festlegen.

„Wie ein Kreuzfahrtschiff am Ufer des Forggensees“

„Noch mehr Gäste bringen keinen Mehrwert für die einheimische Bevölkerung. Füssen erstickt heute schon im Verkehr“, begründet Michael Käs, Vorsitzender der BN Ortsgruppe Füssen das Bürgerbegehren. „Das Hotel wäre so wuchtig, dass es wie ein Kreuzfahrtschiff am Ufer des Forggensees wirkt.“ Die Übernachtungen in der Stadt Füssen seien in den vergangenen 15 Jahren ohnehin schon stark angestiegen: von knapp 700.000 im Jahr 2003 auf fast 1,2 Millionen im Jahr 2017. Dazu komme noch eine ständig steigende Anzahl an Tagesgästen.

Eingriffe in Natur und Landschaft

Außerdem gingen mit dem Bau des Hotels umfassende Eingriffe in Natur und Landschaft einher. „Das Vorhaben würde auch wichtige Fisch-Lebensräume am Ufer der Füssener Ach in Mitleidenschaft ziehen. Solche Kiesufer gibt es um den gesamten Forggensee nur wenige. Eines der größten ist eben die Mündung der Ach. Es käme hier zum Verlust wertvoller Biotope für Kies-Laicher, Jungfische, Muscheln und Krebse“, begründet das Vorstandsmitglied des Kreisfischereivereins Füssen Alexander Beck das Engagement der Füssener Fischer.

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Das geplante Hotel soll im direkten Blickfeld von Schloss Neuschwanstein am Füssener Forggenseeufer errichtet werden. Dagegen haben der BUND Naturschutz und der Kreisfischereiverein Füssen ein Bürgerbegehren initiiert. Der Startschuss fiel am 12. Juni. Nur 13 Tage später konnten die Initiatoren 1.777 Unterschriften an die Stadt Füssen übergeben.

„Ein großer Erfolg für uns“

Ausgereicht hätten 1.044 Unterschiften. Es werden noch stündlich weitere Unterschriftenlisten abgegeben, so dass wir davon ausgehen, dass in Kürze über 2.000 Unterschriften beisammen sein werden. „So viele Unterstützer in so kurzer Zeit, ist ein großer Erfolg für uns. Es zeigt uns, dass bei der Füssener Bevölkerung ein großes Interesse an dem Bürgerbegehren besteht“, erklärte Michael Käs, Vorsitzender der BUND Naturschutz Ortsgruppe Füssen. Die Stadt Füssen muss nun über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens entscheiden und einen Termin für einen Bürgerentscheid festlegen.

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„Noch mehr Gäste bringen keinen Mehrwert für die einheimische Bevölkerung. Füssen erstickt heute schon im Verkehr“, begründet Michael Käs, Vorsitzender der BN Ortsgruppe Füssen das Bürgerbegehren. „Das Hotel wäre so wuchtig, dass es wie ein Kreuzfahrtschiff am Ufer des Forggensees wirkt.“ Die Übernachtungen in der Stadt Füssen seien in den vergangenen 15 Jahren ohnehin schon stark angestiegen: von knapp 700.000 im Jahr 2003 auf fast 1,2 Millionen im Jahr 2017. Dazu komme noch eine ständig steigende Anzahl an Tagesgästen.

Eingriffe in Natur und Landschaft

Außerdem gingen mit dem Bau des Hotels umfassende Eingriffe in Natur und Landschaft einher. „Das Vorhaben würde auch wichtige Fisch-Lebensräume am Ufer der Füssener Ach in Mitleidenschaft ziehen. Solche Kiesufer gibt es um den gesamten Forggensee nur wenige. Eines der größten ist eben die Mündung der Ach. Es käme hier zum Verlust wertvoller Biotope für Kies-Laicher, Jungfische, Muscheln und Krebse“, begründet das Vorstandsmitglied des Kreisfischereivereins Füssen Alexander Beck das Engagement der Füssener Fischer.

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