Auch Günzburger Standort betroffen

Vorläufiges Insolvenzverfahren: Lutz Fleischwaren sucht Investoren

Der Lutz Frischecenter in Günzburg. Foto: Lutz Fleischwaren
Ende April hat das Amtsgericht Augsburg für sieben Gesellschaften der Lutz Fleischwaren Unternehmensgruppe eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Nun startet die Suche nach geeigneten Investoren. Auch der Standort in Günzburg ist von dem Verfahren betroffen.

Die Unternehmensgruppe hatte den Antrag auf vorläufige Insolvenzverwaltung selbst gestellt. Die Geschäftsbetriebe an den fünf Produktions-Standorten und zehn Verkaufs-Stellen konnten seitdem stabilisiert und in vollem Umfang weitergeführt werden. Die vorläufige Insolvenzverwaltung hat die Münchner Kanzlei anchor Rechtsanwälte übernommen.

Vorläufige Insolvenzverwalter sind optimistisch

„Die Chancen, dass die Betriebe Investoren finden, stehen gut. Auch das Frischecenter Günzburg von Lutz Fleischwaren ist in möglichen Paketlösungen eingeschlossen. Der Standort kann also voraussichtlich weiter betrieben werden. Ähnlich sieht es für die Otto Nocker GmbH im Ostallgäuer Germaringen mit ihren über 100 Mitarbeitern aus“, erklärt Rechtsanwalt Dr. Robert Hänel, einer der zuständigen vorläufigen Insolvenzverwalter, auf Nachfrage unserer Redaktion. Auch seine Kollegen beurteilen die Chancen gut, dass die Betriebe der Gruppe an neue Eigentümer verkauft und hierdurch erhalten werden können.

Bestes Ergebnis für Gläubiger und Arbeitnehmer angestrebt

Die Suche nach Investoren übernimmt die Unternehmensberatung Ebner Stolz aus Stuttgart. „Schon kurz nach Verfahrens-Beginn meldeten sich zahlreiche Interessenten sowohl für die Gruppe insgesamt, als auch für jeden einzelnen Betrieb“, berichtet Hänel. In dem Verkaufs-Prozess erhalte nun jeder ernsthafte Interessent Informationen über die Unternehmen und so die Möglichkeit, ein fundiertes Angebot abzugeben. Auf diesem Weg soll das beste Ergebnis für die Gläubiger und die Arbeitnehmer erzielt werden. Eine dreistellige Zahl potentieller Investoren aus dem In- und Ausland wurde von Ebner Stolz bereits identifiziert und angesprochen. Bis Mitte Juli sollen die Interessenten verbindliche Angebote abgeben.

Anfang Juli: Eröffnung der Insolvenzverfahren

„Wir wollen zur ersten Gläubiger-Versammlung eine Lösung präsentieren“, so Hänel. Eine Voraussetzung hierfür sei auch die für Anfang Juli geplante Eröffnung der Insolvenzverfahren. Nach dieser können die Gläubiger ihre Forderungen bei den Insolvenzverwaltern anmelden. Derweil trifft die Geschäftsleitung nun alle wesentlichen Entscheidungen in Abstimmung mit Gläubiger-Ausschüssen und den vorläufigen Insolvenzverwaltern. Das 1891 gegründete Traditionsunternehmen Lutz beschäftigt an mehreren deutschen Standorten insgesamt über 800 Mitarbeiter.

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