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Wöhrl seit 1. Mai 2017 offiziell in neuer Hand
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Gläubiger stimmen Insolvenzplänen zu

Wöhrl seit 1. Mai 2017 offiziell in neuer Hand

 Die Augsburger Wöhrl Filiale räumt Zwecks Umbaumaßnahmen aus. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Zum Monatsanfang erfolgte nun der rechtliche Übergang der Geschäfts-Aktivitäten von Wöhrl. Nachdem die Gläubiger-Versammlungen den Insolvenzplänen kollektiv zugestimmt hatten, übernahm Christian Greiner am 1. Mai das Unternehmen.

„Mit dem positiven Votum der Gläubiger für die Insolvenzpläne nähert sich die Restrukturierung von Wöhrl dem erfolgreichen Abschluss. Der Übergang der Geschäfts-Aktivitäten an Christian Greiner ist nach unserer Überzeugung im besten Interesse der Mitarbeiter, Kunden und Gläubiger. Ich bin sehr froh, dass es in den Verfahren gelungen ist, mehr als 95 Prozent der Arbeitsplätze in der Gruppe zu erhalten und eine überdurchschnittliche Befriedigungsquote für die Gläubiger zu erreichen. Wöhrl hat jetzt alle Chancen für eine gute Zukunft“, so Dr. Christian Gerloff, Restrukturierungs-Vorstand der Rudolf Wöhrl AG. Für den Augsburger Standort ändert sich durch die Übernahme nichts. Der Laden wird jedoch umgebaut.

Asset Deal mit Investor Greiner

Die Insolvenzpläne bestimmen, dass im Rahmen der laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung das operative Geschäft auf eine Gesellschaft des Investors Christian Greiner mittels eines so genannten Asset Deals erfolgen darf. Dies konnte am 1. Mai 2017 nun durchgeführt werden. Der wirtschaftliche Übergang der Geschäfts-Aktivitäten auf Christian Greiner findet rückwirkend zum 1. März 2017 statt.

Wöhrl soll wieder „Marktplatz der Mode in Franken und Bayern“ werden

„Ich freue mich sehr, dass der ‚neue Wöhrl‘ nun Wirklichkeit wird. Wir haben das Insolvenzverfahren genutzt, um umfassende Restrukturierungen vorzunehmen, aber auch Weichenstellungen im Geschäftsmodell. Unsere Sortimente und Häuser, unsere Werbung und unser Erscheinungsbild sind bereits stark verbessert, aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Wir werden diesen Weg konsequent weitergehen mit Christian Greiner als Eigentümer und das Unternehmen wieder zu dem Marktplatz der Mode in Franken und Bayern machen, für den es immer bekannt war. Wöhrl ist in Franken und darüber hinaus unverändert eine starke Marke. Diese müssen wir pflegen und weiterentwickeln, gemeinsam mit den engagierten Mitarbeitern, die für den Erhalt ihres Unternehmens gekämpft haben. Wir sind auf einem guten Weg“, erklärt auch Andreas Mach. Er hält seit dem 1. Mai den Vorsitzend der Geschäftsführung der neuen Holdingsgesellschaft der Unternehmensgruppe R. Wöhrl Holding GmbH.

Insolvenzquote höher als zunächst erwartet

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Nach neuesten Erkenntnissen rechnet die Eigenverwaltung der Rudolf Wöhrl AG mit einer angepassten Insolvenzquote für die Insolvenzgläubiger (§ 38 InsO) in der Spanne von circa 16 Prozent bis 21 Prozent. Die Insolvenzquote bestimmt, wie viel Prozent ein Gläubiger von seinen angemeldeten und eingeforderten Anteil erhält. Bisher wurde bei Wöhrl von einer Insolvenzquote zwischen zehn bis 20 Prozent ausgegangen. Der bundesweite Durchschnitt liegt laut Statistischem Bundesamt bei etwa fünf Prozent. Zudem sieht der Insolvenzplan eine erhöhte Abschlagszahlung an alle Insolvenzgläubiger von zehn Prozent anstatt der bisher geplanten 7,5 Prozent ihrer Forderungen zum 30. Juni 2017 vor. Die Schlussverteilung erfolgt nach Abschluss aller Verfahrensschritte.

Rückblick: Wöhrl kündigt im September Insolvenz an

Im September 2016 wurde bekannt, dass die Rudolf Wöhrl AG aus Nürnberg ein Schutzschirm-Verfahren eröffnen möchte. Das Unternehmen kündigte an, „Verschlankungen der Strukturen“ vornehmen zu wollen. Im Oktober 2016 gab Wöhrl an, vier der 34 Standorte zu schließen. Die Augsburger Filiale ist nicht betroffen. Zunächst hatte der Vorstand die Schließung von sechs bis zehn Filialen als notwendig erachtet. Kurz vor Abschluss der Sanierung sorgten außerdem Proteste der Gewerkschaft ver.di für Aufregung bei Wöhrl.

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