Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung

So wirkt sich der Insolvenzantrag von Air Berlin auf die Fluggäste aus

Symbolbild. Foto: airberlin Andreas Wiese / airberlin
Gestern hat die Fluggesellschaft Air Berlin einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Darauf müssen sich die Passagiere jetzt einstellen.

Mit dem Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung will Air Berlin die bereits eingeleitete Restrukturierung fortführen. Unterstützt wird das Unternehmen dabei von der Lufthansa und weiteren Partnern. So laufen Verhandlungen zum Erwerb von Betriebsteilen der Air Berlin. Diese sollen zeitnah zu einem Abschluss geführt werden. Auch die Bundesregierung sicherte bereits Hilfe zu – durch einen Brückenkredit, der den Flugbetrieb langfristig aufrechterhalten soll.

Das war der Auslöser für den Schritt des Unternehmens

Die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG sitzt in Berlin, die Basis befindet sich auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Sie ist die zweitgrößte deutsche und siebtgrößte europäische Fluggesellschaft. Air Berlin ist eine Tochtergesellschaft der Air Berlin PLC. Der größte Einzelaktionär des Unternehmens ist Etihad Airways. Etihad ließ nun verlauten, dass sie nicht länger beabsichtige, Air Berlin finanziell zu unterstützen. Dies war nach Angaben von Air Berlin der Auslöser dafür, am 15. August den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg zu stellen. Thomas Winkelmann, CEO Air Berlin, sagt: „Wir arbeiten unermüdlich daran, in dieser Situation das Beste für das Unternehmen, für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter zu erreichen.“

So geht es nun für die Fluggäste von Air Berlin weiter

Zunächst sollen laut Air Berlin alle Flüge weiterhin stattfinden. Nach Angaben des Unternehmens sollen auch die Flugpläne bis auf weiteres gültig bleiben, ebenso wie gebuchte Tickets. Zudem sollen alle Flüge weiterhin buchbar sein. Gleiches gelte auch für die Fluggesellschaft NIKI: Die Niki Luftfahrt GmbH mit Sitz in Wien ist ein Tochterunternehmen von Air Berlin und weiterer Partner.

Weitere Tipps für betroffene Passagiere

Adrian Kreller, Experte für Fluggastrecht und Country Manager Deutschland des Fluggasthelfer-Portals AirHelp, erklärt: „Der Flugbetrieb soll zunächst aufrechterhalten werden. Das bedeutet, dass Passagiere, die von Flugverspätungen oder -ausfällen betroffen sind, weiterhin das Recht auf eine Entschädigungs-Zahlung in Höhe von bis zu 600 Euro haben. Die Höhe der Entschädigungs-Zahlungen ist dabei abhängig von der Länge der Verspätung am Zielort, der Flugdistanz sowie des Grundes für die Verspätung oder den Ausfall. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungs-Anspruch bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin durchsetzen.”

Mögliche Kompensation hängt gegebenenfalls von der Art der Buchung ab

Laut Adrian Kreller würde sich dies jedoch ändern, wenn der Flugbetrieb von Air Berlin eingestellt würde. Bereits gekaufte Tickets hätten dann keine Gültigkeit mehr. Dann komme es auf die Art der Buchung an, ob eine Kompensation geleistet wird. „Wer seinen Flug direkt über Air Berlin gebucht hat, würde aufgrund der Insolvenz leer ausgehen“, so Kreller. Bei einer Buchung über einen Reiseanbieter oder eine Partner-Airline müssten diese hingegen für eine alternative Beförderung sorgen. Dies gelte vor allem für Pauschal-Reisen. „Eine weitere Möglichkeit auf Entschädigung besteht für Passagiere, die zwar bei Air Berlin direkt gebucht haben, aber als Zahlungsmittel die Kreditkarte genutzt haben. Denn dann kann der Zahlung unter Umständen widersprochen werden, bevor sie der Airline gutgeschrieben wird”, so Kreller. Mit der AirHelp-App können betroffene Passagiere außerdem prüfen, ob ihr Flug zu einer Entschädigung berechtigt. Dafür reicht es, das Bordticket mit dem App-internen Boarding-Pass-Scanner einzuscannen.

Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung

So wirkt sich der Insolvenzantrag von Air Berlin auf die Fluggäste aus

Symbolbild. Foto: airberlin Andreas Wiese / airberlin
Gestern hat die Fluggesellschaft Air Berlin einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Darauf müssen sich die Passagiere jetzt einstellen.

Mit dem Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung will Air Berlin die bereits eingeleitete Restrukturierung fortführen. Unterstützt wird das Unternehmen dabei von der Lufthansa und weiteren Partnern. So laufen Verhandlungen zum Erwerb von Betriebsteilen der Air Berlin. Diese sollen zeitnah zu einem Abschluss geführt werden. Auch die Bundesregierung sicherte bereits Hilfe zu – durch einen Brückenkredit, der den Flugbetrieb langfristig aufrechterhalten soll.

Das war der Auslöser für den Schritt des Unternehmens

Die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG sitzt in Berlin, die Basis befindet sich auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Sie ist die zweitgrößte deutsche und siebtgrößte europäische Fluggesellschaft. Air Berlin ist eine Tochtergesellschaft der Air Berlin PLC. Der größte Einzelaktionär des Unternehmens ist Etihad Airways. Etihad ließ nun verlauten, dass sie nicht länger beabsichtige, Air Berlin finanziell zu unterstützen. Dies war nach Angaben von Air Berlin der Auslöser dafür, am 15. August den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg zu stellen. Thomas Winkelmann, CEO Air Berlin, sagt: „Wir arbeiten unermüdlich daran, in dieser Situation das Beste für das Unternehmen, für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter zu erreichen.“

So geht es nun für die Fluggäste von Air Berlin weiter

Zunächst sollen laut Air Berlin alle Flüge weiterhin stattfinden. Nach Angaben des Unternehmens sollen auch die Flugpläne bis auf weiteres gültig bleiben, ebenso wie gebuchte Tickets. Zudem sollen alle Flüge weiterhin buchbar sein. Gleiches gelte auch für die Fluggesellschaft NIKI: Die Niki Luftfahrt GmbH mit Sitz in Wien ist ein Tochterunternehmen von Air Berlin und weiterer Partner.

Weitere Tipps für betroffene Passagiere

Adrian Kreller, Experte für Fluggastrecht und Country Manager Deutschland des Fluggasthelfer-Portals AirHelp, erklärt: „Der Flugbetrieb soll zunächst aufrechterhalten werden. Das bedeutet, dass Passagiere, die von Flugverspätungen oder -ausfällen betroffen sind, weiterhin das Recht auf eine Entschädigungs-Zahlung in Höhe von bis zu 600 Euro haben. Die Höhe der Entschädigungs-Zahlungen ist dabei abhängig von der Länge der Verspätung am Zielort, der Flugdistanz sowie des Grundes für die Verspätung oder den Ausfall. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungs-Anspruch bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin durchsetzen.”

Mögliche Kompensation hängt gegebenenfalls von der Art der Buchung ab

Laut Adrian Kreller würde sich dies jedoch ändern, wenn der Flugbetrieb von Air Berlin eingestellt würde. Bereits gekaufte Tickets hätten dann keine Gültigkeit mehr. Dann komme es auf die Art der Buchung an, ob eine Kompensation geleistet wird. „Wer seinen Flug direkt über Air Berlin gebucht hat, würde aufgrund der Insolvenz leer ausgehen“, so Kreller. Bei einer Buchung über einen Reiseanbieter oder eine Partner-Airline müssten diese hingegen für eine alternative Beförderung sorgen. Dies gelte vor allem für Pauschal-Reisen. „Eine weitere Möglichkeit auf Entschädigung besteht für Passagiere, die zwar bei Air Berlin direkt gebucht haben, aber als Zahlungsmittel die Kreditkarte genutzt haben. Denn dann kann der Zahlung unter Umständen widersprochen werden, bevor sie der Airline gutgeschrieben wird”, so Kreller. Mit der AirHelp-App können betroffene Passagiere außerdem prüfen, ob ihr Flug zu einer Entschädigung berechtigt. Dafür reicht es, das Bordticket mit dem App-internen Boarding-Pass-Scanner einzuscannen.

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