Freizeitpark in der Krise

Legoland in Günzburg: Erste Hoch-Saison wegen Corona abgehakt

Pandemie bleibt das Legoland Günzburg vorerst geschlossen. Für den Freizeitpark war das „wie eine scharfe Bremsung aus voller Fahrt“, berichtet Geschäftsführerin Manuele Stone. Wie der Park die Krise meistern will, verrät sie im Interview.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was bedeutet eine Krise wie diese für Sie als Freizeitpark-Betreiber? 

Manuela Stone: Man könnte es mit einer scharfen Bremsung aus voller Fahrt vergleichen. Die Vorbereitungen für die Saison waren so gut wie abgeschlossen, die Blumen gepflanzt, die Fahrzeuge der Attraktionen wieder an Ort und Stelle, die Modelle und LEGO Bewohner im MINILAND waren platziert. Auch die Mitarbeiter waren bereits im Training  – und dann STOP. Die Situation hinsichtlich des Coronavirus stellt uns alle weltweit tagtäglich vor neue noch nie dagewesene Herausforderungen. Bei allen Entscheidungen ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt die Gesundheit und die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter. 

Mit welchen Verlusten rechnen Sie derzeit? 

Im Moment geht es darum, die Krise gemeinsam zu bewältigen. Natürlich haben auch wir, wie alle anderen Freizeitbereiche, große Verluste. Das Ausmaß werden wir jedoch erst beziffern können, wenn wir wissen, wann und wie es weitergeht. 

Wie viele Besucher hatten Sie über Ostern erwartet?

Ostern ist unsere erste Hochsaison, daher hatten wir im LEGOLAND Feriendorf und auch unsere Partnerhotels sehr viele Buchungen. Bis zum 19. April waren es alleine über 4.000 Buchungen. Die Besucherzahl im Park ist immer sehr wetterabhängig. Momentan herrscht herrlichstes Frühlingswetter, somit wären wir auch hier täglich sehr gut besucht gewesen. 

Man kann bei Ihnen auch übernachten. Wie handhaben Sie die entfallenen Buchungen? 

Wir setzen uns mit den Gästen in Verbindung und bieten ihnen verschiedene Lösungsvorschläge an, wie zum Beispiel die Umbuchung oder auch Stornierung ihres Aufenthalts. Viele Gäste wissen noch keinen genauen Termin, wann sie ihren Besuch nachholen können, möchten dies aber auf jeden Fall tun. 

Wie wirkt sich die Situation auf Ihre Mitarbeiter aus? Wie viele Saison-Arbeitsplätze fallen durch Corona nun weg?

 

Unser Ziel ist es, Arbeitsplätze zu erhalten und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Somit haben wir für unsere saisonalen Mitarbeiter als auch für große Teile unserer festangestellten Mitarbeiter Kurzarbeit Null eingeführt. Das LEGOLAND Deutschland stockt den gesetzlichen Betrag noch um einen freiwilligen, arbeitgeberseitigen Zuschuss auf. 

Welche Neuerungen hätten die Besucher 2020 erwartet? 

Für die Saison 2020 haben wir unsere LEGO NINJAGO WORLD, um eine wirbelige Fahrattraktion erweitert. Lloyd’s Spinjitzu Spinner ist ein interaktiver Fahrspaß, bei dem es die Besucher selbst in der Hand haben, ob sich ihre Gondeln vorwärts oder rückwärts, im Uhrzeigersinn oder gegen die Zeit drehen sollen. Wir freuen uns schon darauf, unseren Gästen diese Neuheit präsentieren zu können. 

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Freizeitpark in der Krise

Legoland in Günzburg: Erste Hoch-Saison wegen Corona abgehakt

Pandemie bleibt das Legoland Günzburg vorerst geschlossen. Für den Freizeitpark war das „wie eine scharfe Bremsung aus voller Fahrt“, berichtet Geschäftsführerin Manuele Stone. Wie der Park die Krise meistern will, verrät sie im Interview.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was bedeutet eine Krise wie diese für Sie als Freizeitpark-Betreiber? 

Manuela Stone: Man könnte es mit einer scharfen Bremsung aus voller Fahrt vergleichen. Die Vorbereitungen für die Saison waren so gut wie abgeschlossen, die Blumen gepflanzt, die Fahrzeuge der Attraktionen wieder an Ort und Stelle, die Modelle und LEGO Bewohner im MINILAND waren platziert. Auch die Mitarbeiter waren bereits im Training  – und dann STOP. Die Situation hinsichtlich des Coronavirus stellt uns alle weltweit tagtäglich vor neue noch nie dagewesene Herausforderungen. Bei allen Entscheidungen ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt die Gesundheit und die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter. 

Mit welchen Verlusten rechnen Sie derzeit? 

Im Moment geht es darum, die Krise gemeinsam zu bewältigen. Natürlich haben auch wir, wie alle anderen Freizeitbereiche, große Verluste. Das Ausmaß werden wir jedoch erst beziffern können, wenn wir wissen, wann und wie es weitergeht. 

Wie viele Besucher hatten Sie über Ostern erwartet?

Ostern ist unsere erste Hochsaison, daher hatten wir im LEGOLAND Feriendorf und auch unsere Partnerhotels sehr viele Buchungen. Bis zum 19. April waren es alleine über 4.000 Buchungen. Die Besucherzahl im Park ist immer sehr wetterabhängig. Momentan herrscht herrlichstes Frühlingswetter, somit wären wir auch hier täglich sehr gut besucht gewesen. 

Man kann bei Ihnen auch übernachten. Wie handhaben Sie die entfallenen Buchungen? 

Wir setzen uns mit den Gästen in Verbindung und bieten ihnen verschiedene Lösungsvorschläge an, wie zum Beispiel die Umbuchung oder auch Stornierung ihres Aufenthalts. Viele Gäste wissen noch keinen genauen Termin, wann sie ihren Besuch nachholen können, möchten dies aber auf jeden Fall tun. 

Wie wirkt sich die Situation auf Ihre Mitarbeiter aus? Wie viele Saison-Arbeitsplätze fallen durch Corona nun weg?

 

Unser Ziel ist es, Arbeitsplätze zu erhalten und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Somit haben wir für unsere saisonalen Mitarbeiter als auch für große Teile unserer festangestellten Mitarbeiter Kurzarbeit Null eingeführt. Das LEGOLAND Deutschland stockt den gesetzlichen Betrag noch um einen freiwilligen, arbeitgeberseitigen Zuschuss auf. 

Welche Neuerungen hätten die Besucher 2020 erwartet? 

Für die Saison 2020 haben wir unsere LEGO NINJAGO WORLD, um eine wirbelige Fahrattraktion erweitert. Lloyd’s Spinjitzu Spinner ist ein interaktiver Fahrspaß, bei dem es die Besucher selbst in der Hand haben, ob sich ihre Gondeln vorwärts oder rückwärts, im Uhrzeigersinn oder gegen die Zeit drehen sollen. Wir freuen uns schon darauf, unseren Gästen diese Neuheit präsentieren zu können. 

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben