Interview

Legoland: „Corona hinterlässt deutliche Spuren in den Bilanzen“

Wegen Corona dürfen nur etwa die Hälte an Besucher in das Legoland in Günzburg. Wir haben bei Geschäftsführerin Manuele Stone nachgefragt, wie die aktuelle Saison läuft und wie sich Corona finanziell auf den Park auswirkt.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Welche Folgen hatte und hat Corona für das Legoland?

Corona hinterlässt deutliche Spuren in den Bilanzen von Legoland Deutschland. Sowohl hinsichtlich der Besucherzahlen als auch hinsichtlich des finanziellen Resultats. Wie deutlich diese sein werden, werden wir erst Ende des Jahres beziffern können, wenn wir wissen, wie sich die Infektionssituation in der zweiten Jahreshälfte entwickeln wird.

Wie aufwendig waren die Vorbereitungen auf eine Öffnung unter den Corona-Richtlinien?

Die Corona-Situation als Ganzes hat und stellt unser Team tagtäglich vor große Herausforderungen. Bevor der verspätete Eröffnungstermin bekannt war, war die Situation geprägt von der Unsicherheit, wann und wie wir öffnen dürfen. In der Zeit haben wir ein Hygienemaßnahmenpaket für das gesamte Resort erarbeitet, um für die mögliche Öffnung vorbereitet zu sein. Dieses haben wir mit dem örtlichen Gesundheitsamt abgestimmt. Als der 30. Mai als Startzeitpunkt bekannt war, ging es darum, den Park ein zweites Mal „hochzufahren“ und die abgestimmten Maßnahmen zu implementieren. Ich bin stolz auf unser gesamtes Legoland Deutschland Team, mit welchem Engagement und Leistungseinsatz sie diese Situation gemeistert haben.

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Achterbahn fahren mit Maske – wie reagieren Ihre Gäste darauf?

Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass die Gäste anfänglich schon etwas skeptisch auf das Achterbahn fahren mit Mund-Nasen-Schutz reagiert haben, aber, wenn sie es dann mal ausprobiert haben, ist der Spaß ungetrübt. Unsere oberste Priorität ist die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste und Mitarbeiter, daher achten wir auch sehr genau auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen!

Gibt es Attraktionen, die geschlossen bleiben müssen?

Leider gibt es auch bei uns Attraktionen, die aktuell noch geschlossen sind. Dies sind unser Spiegellabyrinth (LEGO City Polizeistation), unser LEGO MINDSTORMS Center sowie die verschiedenen LEGO Bau-Aktionen im Park. Bei diesen Attraktionen wäre eine Umsetzung der Hygiene-Richtlinien äußerst schwierig. 

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Wie läuft die aktuelle Saison?

Unter den gegebenen Umständen, Begrenzung der Besucher-Kapazitäten und Hygienemaßnahmen, läuft die Saison gut.  Sowohl im Park als auch im Übernachtungsbereich spüren wir die verringerte Zahl ausländischer Gäste. Hatten wir 2019 noch Übernachtungsgäste aus 124 Nationen beschränkt sich diese Zahl aktuell auf 52 Nationen. Dafür hat sich die Anzahl der Übernachtungsgäste aus dem Inland verdoppelt, d.h. auch wir merken den Trend „Urlaub daheim“.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie finanziell für den Park? Können die Einkommenseinbußen durch den Corona-Lockdown annähernd ausgeglichen werden?

Nein. Das ist nicht möglich. Zu Ende Mai, dem Zeitpunkt unserer verspäteten Eröffnung, fehlten uns bereits ein Viertel unseres Jahresumsatzes sowie ein Viertel der Besucherzahl. Dies ist unwiederbringlich verloren. Aktuell betreiben wir den Park mit circa der Hälfte der möglichen Besucherzahl und mit zusätzlichen Kosten für die Hygienemaßnahmen. Darüber hinaus ist die Gästeanzahl, die gleichzeitig in den Shops sein darf, stark limitiert sowie auch die Plätze in der Gastronomie. Es ist klar, dass wir in dieser Saison starke Einbußen haben werden. Wie hoch diese sein werden, hängt vom weiteren Saisonverlauf und der Entwicklung des Infektionsgeschehens ab.

Für uns ist es jedoch immens wichtig, dass wir geöffnet sind. Wir bieten unseren Gästen Urlaub vom Alltag mit der ganzen Familie und merken sehr deutlich, dass den Familien gerade in der heutigen Zeit dieses Stück „Normalität“ sehr gut tut und sie es genießen.

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Corona hinterlässt deutliche Spuren in den Bilanzen von Legoland Deutschland. Sowohl hinsichtlich der Besucherzahlen als auch hinsichtlich des finanziellen Resultats. Wie deutlich diese sein werden, werden wir erst Ende des Jahres beziffern können, wenn wir wissen, wie sich die Infektionssituation in der zweiten Jahreshälfte entwickeln wird.

Wie aufwendig waren die Vorbereitungen auf eine Öffnung unter den Corona-Richtlinien?

Die Corona-Situation als Ganzes hat und stellt unser Team tagtäglich vor große Herausforderungen. Bevor der verspätete Eröffnungstermin bekannt war, war die Situation geprägt von der Unsicherheit, wann und wie wir öffnen dürfen. In der Zeit haben wir ein Hygienemaßnahmenpaket für das gesamte Resort erarbeitet, um für die mögliche Öffnung vorbereitet zu sein. Dieses haben wir mit dem örtlichen Gesundheitsamt abgestimmt. Als der 30. Mai als Startzeitpunkt bekannt war, ging es darum, den Park ein zweites Mal „hochzufahren“ und die abgestimmten Maßnahmen zu implementieren. Ich bin stolz auf unser gesamtes Legoland Deutschland Team, mit welchem Engagement und Leistungseinsatz sie diese Situation gemeistert haben.

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Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass die Gäste anfänglich schon etwas skeptisch auf das Achterbahn fahren mit Mund-Nasen-Schutz reagiert haben, aber, wenn sie es dann mal ausprobiert haben, ist der Spaß ungetrübt. Unsere oberste Priorität ist die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste und Mitarbeiter, daher achten wir auch sehr genau auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen!

Gibt es Attraktionen, die geschlossen bleiben müssen?

Leider gibt es auch bei uns Attraktionen, die aktuell noch geschlossen sind. Dies sind unser Spiegellabyrinth (LEGO City Polizeistation), unser LEGO MINDSTORMS Center sowie die verschiedenen LEGO Bau-Aktionen im Park. Bei diesen Attraktionen wäre eine Umsetzung der Hygiene-Richtlinien äußerst schwierig. 

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Wie läuft die aktuelle Saison?

Unter den gegebenen Umständen, Begrenzung der Besucher-Kapazitäten und Hygienemaßnahmen, läuft die Saison gut.  Sowohl im Park als auch im Übernachtungsbereich spüren wir die verringerte Zahl ausländischer Gäste. Hatten wir 2019 noch Übernachtungsgäste aus 124 Nationen beschränkt sich diese Zahl aktuell auf 52 Nationen. Dafür hat sich die Anzahl der Übernachtungsgäste aus dem Inland verdoppelt, d.h. auch wir merken den Trend „Urlaub daheim“.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie finanziell für den Park? Können die Einkommenseinbußen durch den Corona-Lockdown annähernd ausgeglichen werden?

Nein. Das ist nicht möglich. Zu Ende Mai, dem Zeitpunkt unserer verspäteten Eröffnung, fehlten uns bereits ein Viertel unseres Jahresumsatzes sowie ein Viertel der Besucherzahl. Dies ist unwiederbringlich verloren. Aktuell betreiben wir den Park mit circa der Hälfte der möglichen Besucherzahl und mit zusätzlichen Kosten für die Hygienemaßnahmen. Darüber hinaus ist die Gästeanzahl, die gleichzeitig in den Shops sein darf, stark limitiert sowie auch die Plätze in der Gastronomie. Es ist klar, dass wir in dieser Saison starke Einbußen haben werden. Wie hoch diese sein werden, hängt vom weiteren Saisonverlauf und der Entwicklung des Infektionsgeschehens ab.

Für uns ist es jedoch immens wichtig, dass wir geöffnet sind. Wir bieten unseren Gästen Urlaub vom Alltag mit der ganzen Familie und merken sehr deutlich, dass den Familien gerade in der heutigen Zeit dieses Stück „Normalität“ sehr gut tut und sie es genießen.

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