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Der Landkreis Günzburg hat den Planfeststellungsbescheid für die zweite Bauphase des Hochwasserschutzes in Burgau übergeben. Damit können weitere Maßnahmen umgesetzt werden, um Burgau und angrenzende Bereiche im Mindeltal besser vor Hochwasser zu schützen. Zuständig ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth.
Für Landrat Hans Reichhart ist der Hochwasserschutz in Burgau ein zentrales Anliegen. „Mit der Umsetzung der zweiten Phase schaffen wir wirksame Maßnahmen, die die Stadt bei extremen Hochwasserereignissen zuverlässig schützen“, sagt Reichhart.
Kern der zweiten Bauphase ist, einen Teil der Hochwassermengen östlich der Bahnstrecke Augsburg–Ulm gezielt umzuleiten. Nördlich von Burgau soll das Wasser anschließend in das bestehende Überschwemmungsgebiet der Mindel zurückgeführt werden. Zusätzlich sollen Maßnahmen innerorts den Abfluss in den Seitenarmen Brühlmindel sowie Mindel an der Bleiche sichern. Ziel ist es, den Hochwasserabfluss der Mindel im Stadtgebiet auf 75 Kubikmeter pro Sekunde zu optimieren und damit insbesondere besiedelte Flächen zu schützen.
Nicht im Rückhaltebecken gespeicherte Wassermengen sollen künftig kontrolliert am Stadtgebiet vorbeigeführt werden. Geplant sind dafür unter anderem Leitdeiche, Querungsbauwerke an der Bahnlinie, Sicherungsmaßnahmen am Bahndamm sowie Gewässeraufweitungen und technische Leiteinrichtungen. Diese Bauwerke begrenzen die vorgesehenen Flutungsflächen und steuern den Abfluss.
Das Vorhaben in Burgau ist Teil des sogenannten Mindeltalkonzepts. Dieses wurde 2004 zwischen den beteiligten Kommunen und dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth abgestimmt. Ziel ist es, sämtliche hochwassergefährdeten Siedlungsflächen im Mindeltal innerhalb des Landkreises Günzburg durch eine Kombination aus lokalen Schutzmaßnahmen und überörtlichen Rückhalteräumen abzusichern. Die Stadt Burgau ist in dieses Gesamtkonzept eingebunden. „Ich freue mich, dass der Landkreis Günzburg und das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth gemeinsam mit der Stadt Burgau diese wichtigen Maßnahmen umsetzen. So schützen wir unsere Stadt effektiv vor Hochwasser und sichern die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger und den Wirtschaftsstandort Burgau“, erklärt Bürgermeister Martin Brenner.
„Mit der Umsetzung der zweiten Phase leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in Burgau und im gesamten Mindeltal. Die Maßnahmen zeigen, wie Landkreis, Stadt und Wasserwirtschaftsamt gemeinsam Verantwortung übernehmen, um unsere Kommunen bestmöglich zu schützen“, ergänzt Reichhart.
Bereits im Bau befindet sich ein Hochwasserrückhaltebecken südlich von Burgau. Das Becken ist auf ein Volumen von 1,217 Millionen Kubikmetern ausgelegt – das entspricht rund 1,6 Millionen Badewannen. Es bildet einen zentralen Bestandteil des Gesamtkonzepts. Die nun genehmigte zweite Phase ergänzt dieses Bauwerk durch weitere wasserbauliche Eingriffe im Stadtgebiet und im Umfeld.