Industrie 4.0 fern von Ballungsgebieten

Günzburg erhält Gründerzentrum im Gewerbegebiet „Areal Pro“

In Günzburg entseht ein Digitales Gründerzentrum. Auf dem „Areal Pro“ sollen digitale Startups und etablierten Unternehmen angesiedelt werden. Wie der ländliche Raum mit Industrie 4.0 attraktiver gestaltet werden kann.

Der Zuschuss durch das Bayerische Wirtschaftsministerium ist beschlossen. Im Moment erarbeitet das Regionalmarketing Günzburg (RMG) einen detaillierten Förderantrag. Gegen Oktober/November diesen Jahres soll das „Digitale Gründerzentrum für den Landkreis Günzburg“ (DGZG) starten. Die Eröffnung findet voraussichtlich im Frühjahr 2020 statt.

So viel kostet die Errichtung und Einrichtung des Gründerzentrums

Das Gründerzentrum wird in einem bestehenden Gebäude auf dem „Areal Pro“, Gemarkung Leipheim angesiedelt werden. 2010 kaufte der Zweckverband Günzburg diese Fläche auf. Vorher befand sich an der Stelle der Fliegerhorst Leipheim. Auch die Finanzierung des Zentrums steht bereits fest. Die Kosten teilen sich auf den Landkreis Günzburg, die Stadt Leipheim, auf Sponsoren und auf die künftigen Mieter auf. Die Gesamtkosten für die Errichtung des DGZG, bestehend aus Anmietung, Erstausstattung oder Betriebskosten, betragen für die ersten 15 Jahre rund 2,7 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern trägt hiervon 1,2 Millionen Euro. Der Landkreis übernimmt 1,25 Millionen Euro, die Stadt Leipheim als Standortkommune 250.000 Euro.

Bayern zahlt 1,25 Millionen Euro für Etablierung des Projekts in Region

Der zweite Kostenblock wird von Netzwerk-Aktivitäten eingenommen. Damit gemeint sind Kosten für Personal, Verwaltung, Veranstaltungen und Werbemaßnahmen. Hier stellt der Freistaat Bayern eine maximale Förderung von 1,25 Millionen Euro zur Verfügung. „Das Interesse der Wirtschaftspartner in der Region ist groß – erste „letters of intent“ bzw. Sponsoring-Zusagen liegen bereits vor, obwohl die eigentliche Akquise erst noch startet“, so RMG-Geschäftsführer Axel Egermann optimistisch.

Standort mit Entwicklungspotenzial

Ländliche Räume profitieren immer weniger von Gründungen. So wurden in Bayern gegenüber dem Vorjahr 0,4 Prozent weniger Unternehmen abseits von Städten gegründet. Für den Regierungsbezirk Schwaben liegen die Zahlen noch schlechter. Hier wurden sogar 1,9 Prozent weniger Unternehmen aufgebaut. Entgegen dem Trend ist der Landkreis Günzburg für Unternehmensgründungen aber durchaus attraktiv. 2018 gab es hier 7,5 Prozent mehr Neugründungen als noch im Jahr zuvor.

Günzburg nimmt Chancen wahr

Zu den Neugründungen 2018 zählten 191 Betriebsgründungen mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung, so das Bayerische Landesamt für Statistik. Vor allem Gründungen im digitalen Bereich, insbesondere im B2B-Dienstleistungsbereich, werden wichtiger. Für den Landkreis Günzburg bergen sie ein nicht unerhebliches Potential.

„Wir dürfen die Entwicklungen im Bereich Industrie 4.0 nicht verschlafen“

„Wir möchten uns auf der aktuell herausragend niedrigen Arbeitslosenquote von nur 1,7 Prozent nicht ausruhen“, betont Landrat Hubert Hafner. „Wir dürfen die Entwicklungen im Bereich Industrie 4.0 nicht verschlafen, sondern wollen durch zukunftsweisendes Engagement Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern. Gerade die Vernetzung mit der Hochschule Neu-Ulm und den Wirtschaftspartnern und Unternehmen vor Ort wissen wir hier zu schätzen.“

Bürgermeister Christian Konrad betont die Chancen, die durch die qualitative Ansiedlung des DGZG auf dem „Areal Pro“ entstehen: „Der Standort ist für Gründer im ländlichen Raum attraktiv – verkehrlich wie durch die Nähe zu namhaften, etablierten Unternehmen.“

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