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Günzburg dabei: Bundesverkehrswegeplan 2030 beschlossen
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Bundesverkehrswegeplan 2030

Günzburg dabei: Bundesverkehrswegeplan 2030 beschlossen

Symbolbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Das Bundeskabinett hat gestern den von Bundesminister Alexander Dobrindt vorgestellten Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 beschlossen. Dieser umfasst rund 1.000 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 269,6 Milliarden Euro. Allein 112,3 Milliarden Euro fallen für Schienenwege an. Davon profitiert auch Günzburg.

„Die zentralen Anliegen in Schwaben sind im neuen Bundesverkehrswegeplan gut vertreten“, erklärte der Vorsitzende des IHK-Ausschusses für Verkehr und Logistik, Josef Brandner, die Änderungen an dem Entwurf für den Verkehrswegeplan. Dieser war am Mittwoch, 3. August, vom Bundeskabinett verabschiedet worden. Ein wichtiger Schritt sei vor allem die Wiederaufnahme einer Bahn-Neu- und -Ausbaustrecke zwischen Ulm und Augsburg in den „Vordringlichen Bedarf“.

Lückenschluss auf der transeuropäischen Magistrale

Ein solches Vorhaben war 2003 aus dem bis heute gültigen Verkehrswegeplan gestrichen worden. „Das ist, nach Stuttgart–Ulm, der letzte Lückenschluss auf der transeuropäischen Magistrale zwischen Paris und München und stärkt zugleich die große innerdeutsche Achse vom Ruhrgebiet über Köln und Frankfurt nach München“, so Brandner. Vor allem mit Blick auf die Einbeziehung eines „Fernverkehrshalts Günzburg“ in der Projektliste Schiene sei dies zwingend notwendig.

Dreigleisiger Ausbau allein ist keine Lösung

Nur so lasse sich eine deutliche Reisezeit-Verkürzung und damit ein möglichst hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis erzielen. „Dies ist aus unserer Sicht unbedingte Voraussetzung dafür, dass dieses Projekt realisiert werden kann, zumal aus dem Entwurf vom März klar hervorging, dass der ausschließlich dreigleisige Ausbau zwischen Neu-Ulm und Neuoffingen (Kreis Günzburg) sowie zwischen Dinkelscherben (Kreis Augsburg) und Augsburg für sich alleine nicht die erforderliche Wirtschaftlichkeit erreichen kann“, betonte Brandner weiter. „Daraus ergibt sich, dass allein aus wirtschaftlichen Gründen ausschließlich eine ‚große Lösung‘ zwischen Neu-Ulm und Augsburg die Kriterien erfüllen kann und weiterverfolgt werden muss.“

„Wir brauchen hierfür Planungskapazitäten und Finanzierungssicherheit“

Dabei müsse der bestehende Bahnhof in Günzburg als Mobilitätsdrehscheibe mindestens auf heutigem Niveau in das Fernverkehrsnetz eingebunden bleiben. Für einen Aus- und Neubau dränge die Zeit, weil schon in wenigen Jahren erheblich mehr ICEs über die Neubaustrecke Stuttgart–Ulm und über Augsburg nach München fahren sollen. Die IHK Schwaben fordert daher eine rasche Umsetzung. „Wir brauchen hierfür Planungskapazitäten und Finanzierungssicherheit. Über einige der Projekte im neuen Bundesverkehrswegeplan diskutieren wir seit Jahrzehnten, und wir können nun nicht nochmals Jahrzehnte darauf warten“, lies der Vorsitzende verlauten.

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