Stadt Augsburg | Abgeordnetenbüro Dr. Volker Ullrich, MdB

Ausbau der ICE-Strecke Ulm – Augsburg: „Die Zeit drängt“

Symbolbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Der Ausbau der ICE-Strecke zwischen Augsburg und Ulm kommt. Vom kürzlich veröffentlichten Bundesverkehrswegeplan 2030 profitiert auch die Wirtschaft am Standort Augsburg.

von Tamina Andrasch, Online-Redaktion

„Mit einem Ausbau der ICE-Strecke Ulm-Augsburg zu einer leistungsfähigen Schienenverbindung wird die Bedeutung des Oberzentrums Augsburg als Teil der Technologieachse Süd enorm gestärkt. Auf diesem Abschnitt der transeuropäischen Bahnachse Paris – München – Wien – Südosteuropa bündeln sich Wirtschafts- und Innovationskraft in einem Ausmaß, wie es in kaum einer anderen europäischen Region zu finden ist. Für uns ist diese Ergebnis sehr erfreulich“, so Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl zum neuen Bundesverkehrswegeplan.

ICE-Strecke Ulm – Augsburg als vordringlich eingestuft

Seit Jahren setzen sich Stadt, Region und Wirtschaft gemeinsam für eine Ertüchtigung der Schienenverbindung Ulm – Augsburg ein. Jetzt steht das Vorhaben wieder auf der Liste der vordringlichen Verkehrsprojekte des vom Bundeskabinett nun beschlossenen Bundesverkehrswegeplans 2030. Mit dem als „vordringlich“ eingestuften lückenlosen Ausbau der Schienenmagistrale sind deutliche Kapazitätserweiterungen wie auch Geschwindigkeitserhöhungen verbunden.

Oberbürgermeister Gribl spricht sich für schnelle Planung und Realisierung aus

„Wichtig ist jetzt eine sofortige Inangriffnahme der Planung und eine zügige Realisierung des Streckenausbaus, denn die Zeit drängt. Mit Inbetriebnahme von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart – Ulm Anfang des kommenden Jahrzehntes werden zwischen München und Stuttgart deutlich mehr Hochgeschwindigkeitszüge verkehren. Für den Schienenpersonennahverkehr wird es dann auf der heute schon hochbelasteten Strecke noch enger“, so der Augsburger Oberbürgermeister. 

Investition in „Mobilitätsdrehscheibe Augsburg“

Der Ausbau der ICE-Strecke ist auch für einen verbesserten Nahverkehr in Augsburg und Region zwingend erforderlich. Dabei muss der schnellere ICE-Zugverkehr mit den Nahverkehrszügen in Einklang gebracht werden. Dieser ist das Rückgrat des öffentlichen Personen-Nahverkehrs. Auch vor diesem Hintergrund investiert die Stadt Augsburg in das Projekt Mobilitätsdrehscheibe Augsburg mit dem barrierefreien und komfortablen Verkehrsknotenpunkt Königsplatz samt neuen Straßenbahnlinien und dem Bau einer Straßenbahnhaltestelle unterhalb des Hauptbahnhofes. „Attraktive Zugverbindungen sowohl im Fern- als auch im Nahverkehr sind für den Wirtschaftsraum Augsburg ein wichtiger Standortfaktor. Grundlage dafür ist ein leistungsfähiges Schienennetz“, so Bürgermeisterin und Wirtschafts- und Finanzreferentin Eva Weber.

Ersatz-IC für Nachtzug aus München

Neben dem geplanten Ausbau der ICE-Strecke nach Ulm ändert sich auch die Pendlerstrecke zwischen München und Augsburg. Der Augsburger Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich forderte in diesem Zuge, zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 einen Ersatz für den wegfallenden Nachtzug um 22.50 Uhr anzubieten. Denn dieser wird von vielen Pendlern genutzt. Auf die Forderung reagierte die Deutsche Bahn nun positiv, denn ein Ersatz-IC von München über Augsburg nach Stuttgart ist vorgesehen. „Ich freue mich, dass der Einsatz erfolgreich war und die Bahn ebenso die Notwendigkeit einer späten und schnellen Verbindung sieht und umsetzt. Was bleibt ist zu bedauern, dass die Nachtzüge insgesamt eingestellt werden. Hier vergibt die Bahn große Chancen und sie verliert weiter in Richtung Fernbusse. Aber das ist eine in Berlin anzusprechende Angelegenheit", so Volker Ullrich.

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