Interview

Das plant LEGOLAND Günzburg Chefin Manuela Stone für den Park

Seit Mai ist Manuela Stone Geschäftsführerin des LEGOLAND Günzburg. Welchen Rat ihr ihr Vorgänger gab, wie es um den Frauen-Anteil im Park steht und warum sie sich 2002 entschloss, für das Unternehmen zu arbeiten, lesen Sie im Interview.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was bedeutet es ihnen, nun an der Spitze des Parks zu stehen?

Manuela Stone: Ich bin sehr stolz, „das schönste Land der Welt – LEGOLAND Deutschland“ leiten zu dürfen.

Hat Ihnen Ihr Vorgänger einen Rat mit auf den Weg gegeben und wenn ja, welchen?

Das hat er tatsächlich. Am allerwichtigsten war Martin Kring, dass ich gut auf das Resort aufpasse. Außerdem riet er mir, bei allen Überlegungen stets die Wünsche und Bedürfnisse unserer Zielgruppe, Familien mit Kindern in den Vordergrund zu stellen. Dies war auch sein wesentliches Erfolgsrezept.

Warum haben Sie sich 2002 entschieden, für LEGOLAND zu arbeiten?

Wie die meisten Menschen in der Region war auch ich vom Bau des LEGOLAND Parks von Anfang an begeistert. Ein Projekt, das tausende Familien mit Kindern von nah und fern animieren würde, in unsere Region zu kommen. Ich wollte unbedingt beim Aufbau der Gastronomie-Abteilung und der Neueröffnung eines solchen Projektes Teil des Ganzen werden. Seit der ersten Stunde bin ich an Bord. Ich bin stolz, für das LEGOLAND Deutschland zu arbeiten und ich weiß, dass das ein Gefühl ist, das nur den wenigsten Arbeitnehmern vergönnt ist. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, weshalb ich mein T-Shirt vom ersten Öffnungstag wie einen Schatz im Kleiderschrank horte.

Was wollen Sie parkübergreifend als erstes angehen?

Für mich ist es sehr wichtig, die Dinge mit meinen Kollegen gemeinsam anzugehen, daher besteht meine erste Aufgabe darin, mich um mein „neues“ Team zu kümmern.

Wohin wollen Sie den Park langfristig entwickeln?

Das kann ich nach ein paar Wochen nur allgemein beantworten. Fokus meiner Arbeit wird es sein, das Resort auch weiterhin international als Kurzreiseziel auszubauen. Dabei ist es mir sehr wichtig, dass wir uns in allen Bereichen weiterentwickeln.

Wer übernimmt Ihre Aufgaben in der Gastronomie und welchen Tipp haben Sie für ihren Nachfolger?

Bisher sind wir noch auf der Suche nach einem Nachfolger. Mein Tipp an den neuen Gastronomie Direktor: Sei mit Leidenschaft und viel Power dabei, und freue dich darauf, mit unterschiedlichsten Menschen zusammenzuarbeiten.

Frauen in Führung – wie wollen Sie für Gleichberechtigung im Park sorgen?

Gleichberechtigung ist für uns im LEGOLAND Deutschland Resort ein wichtiges Thema. Bei uns zählt immer die Leistung des Einzelnen, nicht das Geschlecht. Grundsätzlich kann ich sagen, dass wir im gesamten Resort ein sehr ausgeglichenes Verhältnis haben, was die Verteilung von männlichen und weiblichen Kollegen betrifft. 53 Prozent der festangestellten Mitarbeiter etwa sind Frauen. Bei den saisonalen Kollegen sind es 61 Prozent.

Dennoch ist es mein Wunsch, junge Frauen in unserem Unternehmen zu unterstützen. Ich bin Mentorin im Frauennetzwerk-Foodservice und da hat sich gezeigt, dass Frauen oftmals dazu tendieren, zu selbstkritisch zu sein und sich unter Wert zu verkaufen. Ich appelliere an diese Frauen, mutig neue Herausforderungen anzugehen und sich gegenseitig zu fördern. Auch ich habe mich für meine neue Position in einem langen Bewerbungsprozess bewähren müssen. Hilfreich war und ist dabei der Austausch in berufsnahen oder gesellschaftlichen Netzwerken.

Ganz wichtig ist es mir, zu zeigen, dass wir im LEGOLAND Deutschland Resort viele Arbeitszeitmodelle haben, die auch mit der Familie vereinbar sind. Eine offene Kommunikation von beiden Seiten ist oftmals der Schlüssel zum erfolgreichen Miteinander.

Was ist Ihr Lieblings-Ort im Park?

Mein absoluter Lieblings-Ort im Park ist das MINILAND. In dieser aus LEGO Steinen nachgebauten Welt aus bekannten Sehenswürdigkeiten entdecke ich immer wieder etwas Neues.

Aber auch im Feriendorf gibt es für mich einen Lieblingsplatz: Die Terrasse unseres neuen Pirateninsel Hotels. Weil hier Besucher aus der gesamten Welt zusammenkommen und sich über die Erlebnisse im Park austauschen.

Was war Ihr erstes privates Lego-Set?

Ich habe als Kind sehr viel mit LEGO gebaut, aber bei uns gab es noch keine Sets, wie wir sie heute kennen. Mein Bruder und ich hatten eine riesige Kiste mit LEGO Steinen und mit denen haben wir alles Mögliche gebaut. Ich persönlich hatte immer eine Vorliebe für prunkvolle Häuser und Gärten. Gemeinsam haben wir dann unsere Traumwelten entstehen lassen. Die LEGO Kiste haben wir übrigens auch heute noch.

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was bedeutet es ihnen, nun an der Spitze des Parks zu stehen?

Manuela Stone: Ich bin sehr stolz, „das schönste Land der Welt – LEGOLAND Deutschland“ leiten zu dürfen.

Hat Ihnen Ihr Vorgänger einen Rat mit auf den Weg gegeben und wenn ja, welchen?

Das hat er tatsächlich. Am allerwichtigsten war Martin Kring, dass ich gut auf das Resort aufpasse. Außerdem riet er mir, bei allen Überlegungen stets die Wünsche und Bedürfnisse unserer Zielgruppe, Familien mit Kindern in den Vordergrund zu stellen. Dies war auch sein wesentliches Erfolgsrezept.

Warum haben Sie sich 2002 entschieden, für LEGOLAND zu arbeiten?

Wie die meisten Menschen in der Region war auch ich vom Bau des LEGOLAND Parks von Anfang an begeistert. Ein Projekt, das tausende Familien mit Kindern von nah und fern animieren würde, in unsere Region zu kommen. Ich wollte unbedingt beim Aufbau der Gastronomie-Abteilung und der Neueröffnung eines solchen Projektes Teil des Ganzen werden. Seit der ersten Stunde bin ich an Bord. Ich bin stolz, für das LEGOLAND Deutschland zu arbeiten und ich weiß, dass das ein Gefühl ist, das nur den wenigsten Arbeitnehmern vergönnt ist. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, weshalb ich mein T-Shirt vom ersten Öffnungstag wie einen Schatz im Kleiderschrank horte.

Was wollen Sie parkübergreifend als erstes angehen?

Für mich ist es sehr wichtig, die Dinge mit meinen Kollegen gemeinsam anzugehen, daher besteht meine erste Aufgabe darin, mich um mein „neues“ Team zu kümmern.

Wohin wollen Sie den Park langfristig entwickeln?

Das kann ich nach ein paar Wochen nur allgemein beantworten. Fokus meiner Arbeit wird es sein, das Resort auch weiterhin international als Kurzreiseziel auszubauen. Dabei ist es mir sehr wichtig, dass wir uns in allen Bereichen weiterentwickeln.

Wer übernimmt Ihre Aufgaben in der Gastronomie und welchen Tipp haben Sie für ihren Nachfolger?

Bisher sind wir noch auf der Suche nach einem Nachfolger. Mein Tipp an den neuen Gastronomie Direktor: Sei mit Leidenschaft und viel Power dabei, und freue dich darauf, mit unterschiedlichsten Menschen zusammenzuarbeiten.

Frauen in Führung – wie wollen Sie für Gleichberechtigung im Park sorgen?

Gleichberechtigung ist für uns im LEGOLAND Deutschland Resort ein wichtiges Thema. Bei uns zählt immer die Leistung des Einzelnen, nicht das Geschlecht. Grundsätzlich kann ich sagen, dass wir im gesamten Resort ein sehr ausgeglichenes Verhältnis haben, was die Verteilung von männlichen und weiblichen Kollegen betrifft. 53 Prozent der festangestellten Mitarbeiter etwa sind Frauen. Bei den saisonalen Kollegen sind es 61 Prozent.

Dennoch ist es mein Wunsch, junge Frauen in unserem Unternehmen zu unterstützen. Ich bin Mentorin im Frauennetzwerk-Foodservice und da hat sich gezeigt, dass Frauen oftmals dazu tendieren, zu selbstkritisch zu sein und sich unter Wert zu verkaufen. Ich appelliere an diese Frauen, mutig neue Herausforderungen anzugehen und sich gegenseitig zu fördern. Auch ich habe mich für meine neue Position in einem langen Bewerbungsprozess bewähren müssen. Hilfreich war und ist dabei der Austausch in berufsnahen oder gesellschaftlichen Netzwerken.

Ganz wichtig ist es mir, zu zeigen, dass wir im LEGOLAND Deutschland Resort viele Arbeitszeitmodelle haben, die auch mit der Familie vereinbar sind. Eine offene Kommunikation von beiden Seiten ist oftmals der Schlüssel zum erfolgreichen Miteinander.

Was ist Ihr Lieblings-Ort im Park?

Mein absoluter Lieblings-Ort im Park ist das MINILAND. In dieser aus LEGO Steinen nachgebauten Welt aus bekannten Sehenswürdigkeiten entdecke ich immer wieder etwas Neues.

Aber auch im Feriendorf gibt es für mich einen Lieblingsplatz: Die Terrasse unseres neuen Pirateninsel Hotels. Weil hier Besucher aus der gesamten Welt zusammenkommen und sich über die Erlebnisse im Park austauschen.

Was war Ihr erstes privates Lego-Set?

Ich habe als Kind sehr viel mit LEGO gebaut, aber bei uns gab es noch keine Sets, wie wir sie heute kennen. Mein Bruder und ich hatten eine riesige Kiste mit LEGO Steinen und mit denen haben wir alles Mögliche gebaut. Ich persönlich hatte immer eine Vorliebe für prunkvolle Häuser und Gärten. Gemeinsam haben wir dann unsere Traumwelten entstehen lassen. Die LEGO Kiste haben wir übrigens auch heute noch.

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