Nach neuem Hubschrauberlandeplatz

BKH Günzburg gibt Baustart für Jahrhundertprojekt bekannt

An dieser Stelle geht der Hubschrauber nach unten, um den Rest der Strecke in Richtung BKH-Kliniken zu schweben. Foto: Schalk
Pfarrer Max Ziegler und Pfarrerin Ulrike Berlin weihten den neuen Hubschrauber-Landeplatz ein. Foto: Schalk
Das Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg hat seinen neuen Hubschrauberlandeplatz in Betrieb genommen. Damit sichert die Klinik die Versorgung von Patienten und schafft Platz für das nächste millionenschwere Bauprojekt.

Der Bau der knapp 200 Meter langen und 22 Meter breiten Anlage hat eineinhalb Jahre gedauert und 770.000 Euro gekostet. Die Einrichtung ist für die medizinische Versorgung der Menschen im Landkreis Günzburg und auch weit darüber hinaus bedeutsam. Zwischen 100 und 120 Mal pro Jahr landet der Rettungshubschrauber hier. Am alten Standort entsteh dafür eine wichtige Neuheit.

Alter Landeplatz weicht 90-Millionen-Euro-Projekt

Der alte Landeplatz auf dem BKH-Areal musste aus zwei Gründen verlegt werden: Erstens wäre er spätestens in zwei Jahren dem Neubau der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Günzburg  im Weg gestanden. Er liegt nämlich im Baufeld, erläuterte Thomas Düll, Vorstandsvorsitzender der Bezirkskliniken Schwaben, bei der Einweihungsfeier. Zweitens hätten die Bezirkskliniken als Bauherr aus Sicherheitsgründen schon jetzt keine Kräne aufstellen dürfen. Das hätte dazu geführt, dass das Jahrhundertprojekt am BKH nicht hätte starten dürfen. Da der neue Landeplatz im Süden des Klinikareals seit Mai angeflogen werden darf, haben weiter nördlich die Aushubarbeiten für den ersten Abschnitt des 90-Millionen-Euro-Projekts bereits begonnen: Für den Neubau eines Casinos mit Speiseversorgung inklusive Mehrzweckhalle.

Hubschrauberlandeplatz wichtig für Neurochirurgie und Neurologie

Über den Luftweg werden schwerkranke Patienten schnell und schonend in die Neurochirurgie und in die Neurologie (beide gehören zum BKH) oder in die benachbarte Kreisklinik Günzburg gebracht. Der Landeplatz ist flugsicherheitstechnisch auf dem neuestem Stand und kann Tag und Nacht angeflogen werden. Rettungshubschrauber aus Ulm, Augsburg, Kempten und München bringen schwerkranke Patienten nach Günzburg: Menschen, die beispielsweise ein Schädel-Hirn-Trauma oder eine Hirnblutung erlitten haben oder spinale Notfälle. Diese werden umgehend in einem der vier OP-Säle der Neurochirurgischen Klinik für die Uni Ulm am BKH Günzburg behandelt. Unter ihrem Dach befindet sich europaweit einer der modernsten Operationssäle für Eingriffe am Gehirn – die sogenannte BrainSuite iMRI mit intraoperativem Monitoring.

Neu Behandlungsmethode macht Günzburg zum stark frequentierten Standort

Immer mehr an Bedeutung gewinnt auch die Behandlung von Schlaganfallpatienten durch Thrombektomie in. Durch das operative Entfernen von Verschlüssen (Blutgerinnseln) in Hirnarterien mittels Katheter haben Patienten nicht nur sehr gute Chancen zu überleben, sie können sogar nach wenigen Tagen wieder entlassen werden. Eine wirkungsvolle Methode, die bundesweit erst bei knapp drei Prozent der Betroffenen angewendet wird, in der Klinik für Neurologie und Neurologische Rehabilitation am BKH Günzburg dagegen schon bei 13 Prozent der Patienten mit Schlaganfällen. Da es zunehmend bekannter wird, dass am BKH Fachleute für innovative Behandlungsmethoden sitzen, werden Schwerkranke aus ganz Schwaben inzwischen häufig per Hubschrauber nach Günzburg verlegt – Tendenz steigend.

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