Spatenstich

BKH Günzburg erweitert Forensik-Campus für 1,4 Millionen

In Günzburg entsteht eine neue forensische Nachsorgeambulanz. Mit einem symbolischen Spatenstich gaben die Bezirkskliniken Schwaben nun den Startschuss für das Projekt.

Das Gebäude entsteht im Bereich des ehemaligen Gutshofes des Bezirkskrankenhauses und soll im Sommer 2019 bezugsfertig sein. Dann werde „die zehnjährige, sehr unbefriedigende Unterbringung dieser Einrichtung der Vergangenheit angehören“, sagte Vorstandsvorsitzender Thomas Düll mit Blick auf die geplante Inbetriebnahme in einem Jahr. Das Projekt sei zwar ein vergleichsweise kleines, aber dennoch sehr wichtiges Vorhaben, so Düll.

Neubau der Fona fügt sich in Forensik-Campus ein

„Der Neubau der Fona passt bestens in den Forensik-Campus“, erläuterte Düll. Nebenan befinden sich die neugebaute Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, die Therapiegärtnerei, die forensische Forschung im sogenannten Gärtnermeisterhaus sowie das Haus 80. Dort sind seit kurzem 14 ehemalige Maßregelvollzugs-Patienten im Rahmen der Eingliederungshilfe in einer betreuten, offenen Wohngruppe untergebracht sind. Der Einzug fand einen Tag nach dem Spatenstich für den Fona-Neubau statt.

Freistaat investiert 70 Millionen in den Maßregelvollzug

„In Kaufbeuren haben wir erst mit dem Neubau der Fona begonnen. In Kürze werden wir dort die erweiterte Forensische Klinik in Betrieb nehmen. In Günzburg ist es genau umgekehrt“, so der Vorstandsvorsitzende. Seinen Angaben zufolge investiert der Freistaat an beiden Standorten insgesamt 70 Millionen Euro in den Maßregelvollzug. „Es ist eine sehr wichtige Aufgabe: zum Schutz der Bevölkerung auf der einen und zur Behandlung der Patienten auf der anderen Seite“, ergänzte Düll.  Bislang sind die Fona-Beschäftigten im Haus 56,ehemaliges „Haus Olympia“, untergebracht. Dieses ist aber baufällig.

Im November erfolgte die Genehmigung

Das Gebäude wird in einer Holzständer-Stahlbeton-Kombination errichtet. Es entsteht ein kleiner Innenhof. Im Neubau werden Büros, Behandlungs-, Sozial- und Therapieräume geschaffen. Laut Architekt Siegfried Maurer aus Ulm sind die Termine auf allen Baustellen aktuell das größte Problem. „Die Konjunktur ist im Moment flott unterwegs“, nannte er als Hauptgrund. Er hoffe, den Zeitplan trotzdem einhalten zu können. Wie Maurer weiter ausführte, sei die Baugenehmigung für den Fona-Neubau im Juli vergangenen Jahres eingereicht worden. Im November habe man die Genehmigung erhalten.

Mehr zur forensischen Nachsorgeambulanz

Die Fona in Günzburg nahm im Jahr 2009 ihre Arbeit auf und betreut mittlerweile 70 Patientinnen und Patienten. Es sind psychisch kranke Straftäter, die ihren stationären Aufenthalt in der Forensischen Klinik hinter sich gebracht und nun noch ambulant behandelt werden. Ziel ist es, sie auf den Alltag nach dem Klinikaufenthalt schrittweise vorzubereiten und sie so in die Gesellschaft zu re-integrieren.

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