Gute Entwicklung

Medizinisches Versorgungszentrum Günzburg: 3.000 Fälle pro Quartal

Mehr Patienten, mehr Ärzte, mehr Behandlungsangebote: Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Günzburg hat sich seit seiner Inbetriebnahme vor drei Jahren prächtig entwickelt – und warb sogar einen Arzt aus Augsburg ab.

Das Medizinische Versorgungszentrum Günzburg bietet das komplette ambulante Spektrum in der Neurologie und Neurochirurgie an. „Wir haben in den vergangenen eineinhalb Jahren fünf neue Ärzte hinzugekommen. Die Patientenzahlen gehen in Richtung 3.000 pro Quartal“, nennt der kaufmännische Leiter Stephan Graf Zahlen.

„Wir haben Ideen, wie wir uns weiterentwickeln wollen“

„Wir haben seit dem Start steigende Patientenzahlen und neue Sitze dazugekauft. Wir sehen weiter steigenden Bedarf“, sagt Stephan Graf. „Wir haben Ideen, wie wir uns weiterentwickeln wollen“, ergänzt er, ohne ins Detail zu gehen. Das größte Problem sieht der MVZ-Leiter in den Räumlichkeiten: Die Auslastung liege bei 100 Prozent, man sei an der räumlichen Grenze angelangt. Graf  hofft, dass sich die Einrichtung vergrößern kann, wenn die Radiologie um- und ausgezogen ist.

MVZ versteht sich nicht als Konkurrenz anderer Ärzte{recatngle_right}

Seinen Anfang hatte das MVZ im Juli 2015. Die „MVZ Günzburg gGmbH“ ist eine hundertprozentige Tochter der Bezirkskliniken Schwaben. Sie gleicht einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis, untergebracht in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Kliniken für Neurochirurgie und Neurologie. Das Medizinische Versorgungszentrum versteht sich nicht als Konkurrenz zu den niedergelassenen Ärzten, sondern als Ergänzung zur bisher angebotenen Versorgungssituation.

Dr. Evangelos Lasos wechselte 2017 nach Günzburg

Zum 1. Januar 2017 wurde ein zweiter neurochirurgischer Vertragsarztsitz in Augsburg gekauft. Dr. Evangelos Lasos gab seine dortige Einzelpraxis auf und kam nach Günzburg. „Er hat einen Teil seiner ehemaligen Patienten aus Augsburg mitgebracht und neue aus dem Raum Günzburg hinzugewonnen“, berichtet Graf. Zum 1. Januar 2018 gab Dr. Lasos ein Viertel seines Sitzes an den neurochirurgischen Oberarzt Dr. Michal Hlavác ab. Dieser ist seit Jahresbeginn mit zehn Wochenstunden im MVZ tätig.

„Die Zahl der Experten und das Leistungsangebot sind gestiegen“

Auch Dr. Thomas Endrös, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie, reduzierte seine Arbeitszeit zum Jahresbeginn. Dafür kam Timo Müller, Oberarzt und Leiter des interdisziplinären Schmerzzentrums der Neurologie am BKH Günzburg, neu ins Team. Endrös und Müller teilen sich künftig je hälftig den Neurologie-Sitz. Gleichzeitig, so der kaufmännische Leiter, wurde ein dritter neurochirurgischer Kassenarztsitz erworben. Damit rückten Dr. Ute Bäzner und PD Dr. Jan Coburger (Oberärzte in der Neurochirurgie) neu ins Team. In der Folge haben Dr. Jens Engelke (Facharzt für Neurochirurgie) und Prof. Dr. Gregor Antoniadis (Leiter der Sektion Periphere Nervenchirurgie) ihre Anwesenheit im MVZ erhöht. „Die Zahl der Experten und das Leistungsangebot sind gestiegen. Die Oberärzte bieten über das MVZ Spezialsprechstunden in der ambulanten Versorgung an“, erläutert Graf.

Patienten aus der ganzen Bundesrepublik

Während die Patienten von Dr. Endrös in den allermeisten Fällen aus den Landkreisen Günzburg, Dillingen, Neu-Ulm und Augsburg kommen, ist der Radius bei den Neurochirurgen wesentlich größer: Je nach Beschwerdebild reisen Patienten mit neurochirurgischen Erkrankungen zum Teil aus der ganzen Bundesrepublik an. Einerseits werden Menschen mit Schwindel, MS oder Bandscheibenvorfall ambulant behandelt, andererseits Patienten, bei denen ein Verdacht auf eine Hirnblutung oder eine Tumorerkrankung im Nervenbereich vorliegt. Karpaltunnelsyndrome (eingeengte Nerven im Handgelenksbereich) werden hier ambulant operiert. Stationäre Eingriffe erfolgen durch die Neurochirurgische Klinik in den Operationssälen des Nachbarhauses.

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