Arbeitsmarktzahlen

Arbeitsmarkt auch im Landkreis Günzburg „unter Druck"

Laut der Agentur für Arbeit Donauwörth sei der Arbeitsmarkt noch immer unter Druck. Das beweist beispielsweise der erneute Anstieg der Arbeitslosenquote. Jedoch gebe es auch Hoffnung.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Günzburg ist im Monat August erneut angestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,0 Prozent. Derzeit sind 2.285 Menschen ohne Arbeit, das sind 161 mehr als vor einem Monat und 938 mehr als vor einem Jahr. Von den 2.285 arbeitslos gemeldeten Personen waren 1823 bei der Arbeitsagentur und 462 im Jobcenter Günzburg gemeldet. 

Saisonaler Einfluss macht sich bemerkbar

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Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth erläutert die aktuelle Entwicklung: „Der Arbeitsmarkt in der Region steht weiter unter Druck. Neben den enormen negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie seit diesem Frühjahr und den sich bereits seit letztem Jahr abzeichnenden konjunkturellen Schwächen einzelner Wirtschaftszweige macht sich in den Sommermonaten – wie jedes Jahr – auch ein saisonaler Einfluss auf den Arbeitsmarkt bemerkbar. In der bayerischen Ferienzeit sind häufig auch die Personalchefs im Urlaub. Dadurch erfolgen weniger Einstellungen. Zudem enden schulische oder betriebliche Ausbildungen und die jungen Menschen können nicht immer nahtlos in eine Anschlussbeschäftigung einmünden. Aktuell sind 375 Personen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 100 mehr als im Juli und 175 mehr als vor einem Jahr.“

Abmeldungen in Erwerbstätigkeiten steigen an

„Leicht zuversichtlich stimmt, dass die Abmeldungen in eine Erwerbstätigkeit von Monat zu Monat steigen. Im August haben sich deswegen 216 Menschen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet. Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften zieht wieder an. Das lässt für die kommenden Monate hoffen“ so der Agenturleiter weiter.

Gemeldete Arbeitsstellen vermehren sich

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Die Unternehmen melden außerdem wieder mehr Arbeitsstellen. Im August wurden 215 neue Arbeitsstellen gemeldet, das sind 60 Stellen beziehungsweise 38,7 Prozent mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Nachfrage nach Arbeitskräften jedoch deutlich geringer aus. So sind die Stellenmeldungen um 45,7 Prozent zurückgegangen. Aktuell sind 875 offene Arbeitsstellen gemeldet. Der Bestand liegt unter Vormonatsniveau und mit minus 1.119 Stellen deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Gesucht seien derzeit vor allem Arbeitskräfte in den Bereichen Lager und Verkauf, Kfz-Technik und Maschinenbau, elektrische Betriebstechnik und Metallbearbeitung, Schweißtechnik und in der Gesundheits- und Krankenpflege.

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