Versorgungsengpässe

AKW-Aus in Gundremmingen: Schwäbische Wirtschaft besorgt

Geschäftsführer Gerhard Pfeifer. Foto: PFEIFER Holding GmbH & Co. KG
Die hohen Energiepreise belasten die Wirtschaft massiv. Doch der Kostendruck ist nicht das einzige Problem, das die Unternehmen in Bayerisch-Schwaben umtreibt: Wenn in wenigen Wochen das Kernkraftwerk in Gundremmingen endgültig vom Netz geht, rückt das Thema Versorgungssicherheit noch stärker in den Fokus. Welche Gefahren dies für die regionale Wirtschaft mit sich bringt.

 „Bayerisch-Schwaben ist als starker Industrie- und Produktionsstandort mehr als andere Regionen auf eine verlässliche Stromversorgung angewiesen“, sagt der stellvertretende Präsident der IHK Schwaben, Gerhard Pfeifer. „Wir blicken mit Sorge auf die aktuelle Entwicklung.“ 

 

 

 Ausbau der erneuerbaren Energien erfolgt zu langsam

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Laut einer Studie der IHK Schwaben wird die Region mit dem endgültigen Abschalten des einst größten Kernkraftwerks in Deutschland mit einem Schlag zum Netto-Strom-Importeur. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort schreitet zwar erfreulicherweise voran, doch noch immer viel zu langsam, um den Wegfall dieser Kapazitäten zu kompensieren“, sagt der stellvertretende IHK-Präsident. Rund 70 Prozent des Strombedarfs, so die Schätzungen, müssen daher künftig über Importe aus dem In- und Ausland gedeckt werden. Voraussetzung dafür sind leistungsfähige Netze. Allerdings lässt auch deren Ausbau auf sich warten, moniert Pfeifer. „Die aktuellen Bauvorhaben werden frühestens im Jahr 2026 abgeschlossen sein, viele davon befinden sich derzeit noch im Planungsverfahren.“

 

  Schwankungen und Ausfälle könnten Produktion lahmlegen

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Angesichts dieser Situation fordert die IHK Schwaben im Schulterschluss mit drei weiteren Kammern aus Süddeutschland – den Industrie- und Handelskammern Bodensee-Oberschwaben, Ostwürttemberg sowie Ulm – ein Umdenken beim Ausbau der Versorgungskapazitäten und der Netze. „Die Wirtschaft benötigt einen verlässlichen Fahrplan und die Sicherheit, dass die Stromversorgung auch weiterhin auf hohem Niveau gewährleistet wird“, sagt Pfeifer. Durch die zunehmende Digitalisierung der Produktion und die Vernetzung von Fertigungsprozessen könnten schon kleine Spannungsschwankungen oder Stromausfälle Produktions- oder Lieferausfälle nach sich ziehen, Maschinen stilllegen oder sogar Beschäftigte gefährden. „Drohende Ausfälle solcher Art könnten also auch schwerste Schäden an Menschen und Sachanlagen verursachen und sind daher unbedingt zu vermeiden“, betont Pfeifer.

 

  Unnötige Bürokratie verhindert schnelle Umsetzung

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Wichtig sei es daher, so schnell wie möglich bürokratische Hürden abzubauen. „Der Netzausbau darf nicht zum Nadelöhr der Energiewende werden“, sagt Gerhard Pfeifer. Die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren hat aus Sicht der IHKs höchste Priorität. So müssen zum Beispiel Verfahren verkürzt, Doppelprüfungen vermieden und die Beteiligung der Öffentlichkeit vereinfacht werden. Gleiches gilt für die Regeln auf dem Strommarkt. „Die Komplexität verhindert, dass wertvolle Potenziale wie Eigenstromanlagen oder die Nutzung von Stromspeichern nur unzureichend vorangebracht werden“, sagt Pfeifer. Auch hier müssten die Betreiber von unnötigen Pflichten entbunden werden.

 

 Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen steht auf dem Spiel

Weil parallel zum Ausstieg aus der Kern- und Kohleenergie der Strombedarf immer weiter steigt, dürfte sich die Situation in den kommenden Jahren weiter verschärften, sollte die Politik tatenlos zusehen, betont Pfeifer. „Der Alleingang der deutschen Energiepolitik sowie die hohe Strom- und Energienachfrage treiben schon jetzt die Preise in Höhe, die in der Regel deutlich über dem Niveau unserer europäischen Nachbarländer liegen. Die Bezahlbarkeit wird künftig noch mehr zum Problem werden, besonders für energieintensive Unternehmen, wie wir sie in Bayerisch-Schwaben häufig vorfinden. Die Wettbewerbsfähigkeit dieser Betriebe steht also dramatisch unter Druck“, mahnt der stellvertretende IHK-Präsident. ​

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