Zukunft des Standortes

Umstrukturierung bei Airbus Helicopters trifft auch Donauwörth

Airbus Helicopters Donauwörth. Foto: Airbus Helicopters
Das Unternehmen ist stabil und zukunftsfähig – so lautet das Fazit der Airbus Helicopters Geschäftsführung. Nachdem die erste Umbauphase erfolgreich umgesetzt wurde, folgt nun jedoch bereits die zweite.

„Wir schließen nun die erste Phase der unternehmensweiten Transformation ab, die wir 2014 angestoßen haben. Sie hat unser Unternehmen gestärkt und verschlankt, um im harten Wettbewerb zu bestehen. Die Ergebnisse für 2017 belegen, wie engagiert unsere Teams daran gearbeitet haben, die Fertigungsabläufe zu verändern sowie unsere Produkte und Dienstleistungen zu verbessern“, erklärte Guillaume Faury, CEO von Airbus Helicopters.

Standorte wurden spezialisiert

Mit dem Ende des Transformationsprozess der Fertigung wurden auch die Standorte Marignane, Donauwörth und Albacete spezialisiert. In diesem Zuge wurde zudem die neue Produktionsanlage für Rotorblätter in Paris-Le Bourget eingeweiht. Auf internationaler Bühne begann der Bau einer ersten Endmontagelinie in China, die 2019 die ersten Hubschrauber ausliefern soll. Guillaume Faury kündigte jedoch an, dass der Umbau des Unternehmens noch nicht abgeschlossen sei.

Airbus Helicopters will Digitalisierung vorantreiben

„Dieses Jahr leiten wir die zweite Transformationsphase ein, in der wir insbesondere die Digitalisierung unserer Produkte, Dienstleistungen und Betriebsabläufe weiter beschleunigen“, so der CEO. Das Unternehmen verfolgt hierbei auch einen Innovationsplan für die Hubschrauber der Zukunft. In Donauwörth arbeitet Airbus Helicopters beispielsweise an einem Prototyp eines Luft-Taxis. Mit dem „City Airbus“ soll es möglich sein, Passagiere innerhalb der Stadt schnell von einem Ort zum anderen zu fliegen. Das bestätigte die Unternehmenskommunikation Anfang der Woche.

Wohl kein Personalabbau

Am bestehenden Personalstand in Donauwörth wird sich wohl nichts ändern. Kurzfristig sei nicht geplant, Stellen abzubauen. Grund zur Sorge wurde seitens einiger Stellen geäußert, da die Aufträge weiter rückläufig seien, wenn auch nur leicht. 350 Maschinen wurden 2017 bestellt, weniger als im Vorjahr. Das Geschäft mit schweren und mittelschweren Hubschraubern habe jedoch stark anzog.

Personalie: Faury wechselt die Sparte

In seiner Funktion als CEO des Konzerns in Frankreich wird Guillaume Faury jedoch nicht länger für die zweite Transformationsphase zuständig sein. Wie Airbus bestätigte, wechselt er in die Verkehrsflugzeugsparte. Der deutsche CEO, Dr. Wolfgang Schoder, bleibt in seiner Position in Donauwörth bestehen.

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