Preisverfall von Zucker

Südzucker-Aufsichtsrat stimmt Umbau zu – Aus für fünf Werke

Wegen der sinkenden Zuckerpreise will der Südzucker-Konzern fünf Werke schließen, davon zwei in Deutschland. Damit sollen bis zu 100 Millionen jährlich eingespart werden.

Der unter starkem Preisverfall leidende Südzucker-Konzern plant, seine Werke in Warbung im Kreis Höxter und den Standort Brottewitz in Südbrandenberg zu schließen. Auch zwei Werke in Frankreich und eine Fabrik in Polen sind betroffen.

Die anderen Werke, darunter auch das in Rain am Lech, sollen dadurch gestärkt werden. Das teilte das Unternehmen am Montag nach einer Sondersitzung des Aufsichtsrates in Mannheim mit. Seine Entscheidung begründete der Konzern mit einer Restrukturierung.

Grund ist der Preisverfall von Zucker

Mit dem Restrukturierungsplan verfolge man das Ziel, die Auswirkungen der starken Preisschwankungen an den globalen Zuckermärkten und in der EU auf das Segment Zucker zu verringern und damit den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens nachhaltig zu sichern und zu stärken.

Konzern will bis zu 100 Millionen einsparen

Der gesamte Kosteneinsparungseffekt kann sich in den nächsten Jahren in Abhängigkeit vom Zuckerweltmarktpreis auf bis zu 100 Millionen Euro jährlich belaufen, teilt das Unternehmen mit. Die Restrukturierungsaufwendungen innerhalb der nächsten Jahre können insgesamt 180 bis 220 Millionen Euro betragen. Die genauen Auswirkungen auf das operative Ergebnis in den kommenden Geschäftsjahren seien aber von verschiedenen Faktoren abhängig, darunter auch die weiteren Entwicklung des weltweiten wirtschaftlichen Umfelds im Segment Zucker.

Mitarbeiter protestieren

Vor der Zentrale fanden sich etwa 350 Mitarbeiter und Landwirte ein, um gegen die drohende Schließung der Werke zu protestieren. Sie werfen dem Unternehmen vor, voreilig zu handeln. Insgesamt sind in Deutschland rund 150 Mitarbeiter betroffen.

Über die Südzucker-Gruppe

Südzucker ist mit den Segmenten Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht ein bedeutendes Unternehmen der Ernährungsindustrie. Im traditionellen Zuckerbereich ist die Gruppe in Europa größter Anbieter von Zuckerprodukten mit 29 Zuckerfabriken und zwei Raffinerien – von Frankreich im Westen über Belgien, Deutschland, Österreich bis hin zu den Ländern Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Ungarn, Bosnien und Moldau im Osten. Mit rund 18.500 Mitarbeitern erzielte der Konzern 2017/18 einen Umsatz von 7,0 Milliarden Euro.

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