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Südzucker will Standorte in Frankreich nicht verkaufen
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Zuckerproduktion

Südzucker will Standorte in Frankreich nicht verkaufen

 So sieht der Standort von Südzucker in Rain am Lech aus. Foto: Reiner Nitsche/Südzucker
Der Standort von Südzucker in Rain am Lech im Donau-Ries. Foto: Reiner Nitsche/Südzucker

Die Südzucker-Gruppe stellt die Produktion mehrerer Zuckerfabriken in Europa, darunter auch Frankreich, ein. Einen Verkauf der französischen Standorte schließt der Konzern aber aus.

Im Rahmen des Umstrukturierungsplans schließt die Südzucker-Gruppe schließt mehrere Zuckerfabriken in Europa. Der Umstrukturierungsplan sieht die Einstellung der Zuckerproduktion an einem polnischen Standort, zwei deutschen und zwei französischen Standorten, Cagny und Eppeville. Die zwei letzteren gehören der französischen Tochtergesellschaft Saint Louis Sucre. Der französische Verband der Rübenerzeuger (CGB) hatte kürzlich ein Übernahmeangebot für die Werke in Cagny und Eppeville ins Spiel gebracht.

Darum verkauft Südzucker nicht

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Saint Louis Sucre werde seine betroffenen Werke aber nicht verkaufen, stellt Südzucker klar. Es sei für Saint Louis Sucre unerlässlich, die Lagerkapazitäten von Cagny und Eppeville aufrechtzuerhalten, heißt es in einer Pressemitteilung. „Saint Louis Sucre wird seine Produktionsstätten nicht verkaufen. Wir beenden die Zuckerproduktion nicht, um sie anderen Akteuren anzubieten, sondern um Überschusskapazitäten vom Markt zu nehmen“, äußert sich Dr. Wolfgang Heer, Vorstandsvorsitzender der Südzucker AG.

Frankreich hat einen Zuckerüberschuss

Denn Frankreich sei ein Überschussmarkt - es werde doppelt so viel Zucker produziert, als im Land verbraucht wird, heißt es weiter. Außerdem sei die Konkurrenz dort sehr groß, sowohl bei der Versorgung mit Rüben als auch beim Zuckerverkauf. Eine Übernahme der Standorte Cagny und Eppeville werde nach Meinung des Vorstandes der Südzucker-Gruppe das Problem der Überproduktion nicht lösen.  

Saint Louis Sucre soll nachhaltig gestärkt werden

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Die Standorte von Saint Louis Sucre in Etrépagny und Roye seien in der Lage, einen Teil der Rüben von Cagny und Eppeville zu verarbeiten. Dies soll nach Angaben von Südzucker die Wettbewerbssituation von Saint Louis Sucre zukünftig stärken. Die Südzucker-Gruppe weise für das Segment Zucker im Geschäftsjahr 2018/19 einen operativen Verlust von 239 Millionen Euro aus.

So geht es für die Anbauer weiter

Vor einigen Tagen hat Saint Louis Sucre einen Zuschlag für die Rüben aus der Ernte 2018 angekündigt. Dieser erhöht nach Angaben von Südzucker den Gesamtrübenpreis auf 22,01 Euro/Tonne bei 16 Prozent Zuckergehalt. Dies sei ein klares Signal an die Anbauer, dass Saint Louis Sucre genauso wie Südzucker großen Wert auf die weitere Zusammenarbeit legt. In den nächsten Wochen wird Saint Louis Sucre den Anbauern die Vertragsvorschläge für die kommenden Jahre vorstellen.

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