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Südzucker: Unternehmen fürchtet um Zukunft der Zuckerindustrie
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Südzucker AG

Südzucker: Unternehmen fürchtet um Zukunft der Zuckerindustrie

 Südzucker AG begrüßt MdL Wolfgang Fackler. Foto: Südzucker

Seit 1957 verarbeitet die Südzucker-Fabrik in Rain am Lech die Zuckerrüben aus dem Landkreis Donau-Ries. Rund 250 Mitarbeiter zählt Südzucker heute und konnte sich in diesem Jahr über eine Rekordernte freuen. Dennoch ist das Unternehmen besorgt. Die Zuckerindustrie leidet unter starken Belastungen. Nun war MdL Wolfgang Fackler zu Besuch beim Südzucker Werk in Rain am Lech um sich die Lage vor Ort anzusehen.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Die Südzucker AG verarbeite seit 1957 die Zuckerüben der Region. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 250 Mitarbeiter am Werk in Rain am Lech. Diese verarbeiteten dieses Jahr während der Kampagne auch die Zuckerrüben von allein 432 Bauern im Landkreis Donau-Ries. Doch trotz der Rekordernte ist Südzucker besorgt: Die Branche hat mit Problemen zu kämpfen.

Südzucker lädt MdL Fackler nach Rain am Lech

„Die Zuckerindustrie befindet sich seit geraumer Zeit in einer Phase extremer Belastungen, denn allein in den vergangenen 20 Monaten sind die Weltmarktpreise um bis zu 40 Prozent auf derzeit 318 Euro pro Tonne gesunken. Es ist nicht abzusehen, wann sich der Weltmarktpreis wieder dauerhaft erholt“, erklärt der Betriebsratsvorsitzende Wilfried Ganschinietz. Daher lud Südzucker MdL Wolfgang Fackler zu einem Besuch in die Zuckerfabrik nach Rain am Lech ein. „Südzucker ist ein wichtiger und angesehener Arbeitgeber in der Region, deswegen ist es mir wichtig, dass ich auf dem Laufenden bin und die Probleme kenne, um sie so in die politische Diskussion einbringen zu können“, so MdL Fackler, der die Einladung sehr gerne annahm.

Südzucker beklagt: Zuckerindustrie wird durch Europa belastet

Aus Sicht der Verantwortlichen entstehen die Probleme allerdings eher auf europäischer Ebene. „Wir stellen ein gefährliches Ungleichgewicht fest, für die vor allem gestiegenen Importe sowie die von der EU-Kommission getroffenen Marktmaßnahmen verantwortlich sind“, erklärte der Leiter des Rainer Werks, Wolfgang Vogl. Auch Dr. Eberhard Krayl, Leiter der Produktion und der Prozesskoordination im Geschäftsbereich Zucker/Rüben bei der Südzucker AG, beteuerte: „Der Wettbewerb am Weltmarkt ist angesichts nationaler staatlicher Eingriffe verzerrt, denn nahezu alle großen Erzeugerländer wie Indien, Thailand oder Brasilien unterstützen ihre Zuckerwirtschaft, während die EU ab 2017 einen der liberalsten Zuckermärkte der Welt haben wird.“ Die Abschaffung der Quotenregelung stelle für die deutsche Zuckerindustrie einen tiefgreifenden Einschnitt dar. Die Europäische Kommission müsse deshalb handeln.

MdL Fackler will die Anregungen mit Europaparlamentariern diskutieren

Die konkreten Forderungen von Südzucker und der Zuckerindustrie sehen unteranderem eine Neubewertung des Exportlimits vor. Auch eine Prüfung der gekoppelten Zahlungen, die Aussetzung der Produktionsabgaben für Quotenzucker und eine sozial- und umweltverträgliche Strukturbereinigung des Zuckersektors aus vorhandenen Mitteln wird gefordert. Zudem soll es keine weiteren Zugeständnisse für Zucker in künftigen Freihandelsabkommen geben. MdL Wolfgang Fackler zeigte sich diesen Wünschen offen und versprach, diese mit Europaparlamentariern zu erörtern.

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