Erstes Quartal

Preisverfall von Zucker: Südzucker erleidet Gewinneinbruch

Der Standort von Südzucker in Rain am Lech. Foto: Reiner Nitsche/Südzucker
Seit Oktober ist der EU-Zuckermarkt liberalisiert. Dadurch wurde importierter Zucker billiger. Das hat Europas größten Zuckerkonzern, der auch einen Standort in Rain am Lech unterhält, besonders hart getroffen wie die aktuellen Geschäftszahlen zeigen.

Das operative Konzernergebnis der Südzucker AG sank im ersten Geschäftsquartal 2018/2019 um nahezu die Hälfte auf 78 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die wie erwartet deutlich schwächere Entwicklung im Segment Zucker zurückzuführen. Auch das operative Ergebnis im Segment CropEnergies, Mitglied der Südzucker-Gruppe und Hersteller von Bioethanol,  sank deutlich. Das operative Ergebnis im Segment Spezialitäten lag moderat unter dem Vorjahr, im Segment Frucht leicht über Vorjahresniveau.

Umsatz bei Zucker und CropEnergies deutlich zurückgegangen

Die Südzucker AG erzielte mit 1.741 Millionen Euro einen Konzernumsatz leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatz in den Segmenten Zucker und bei CropEnergies  ging deutlich zurück. Das ist insbesondere auf signifikant geringeren Zucker- und  Ethanolerlöse zurückzuführen. Im Segment Spezialitäten hingegen stieg der Umsatz deutlich an. Dieser Zuwachs basiert im Wesentlichen auf den Umsatzbeiträgen der im Vorjahr noch nicht enthaltenen Tiefkühlpizzahersteller Richelieu Foods Inc. und HASA GmbH.   Im Segment Frucht lag der Umsatz auf Vorjahresniveau.

Prognose für das Geschäftsjahr 2018/2019

Für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 wird weiterhin ein Konzernumsatz von 6,8 bis 7,1 (Vorjahr: 7,0) Milliarden Euro erwartet. Dabei wird im Segment Zucker von einem deutlichen Umsatzrückgang ausgegangen. Im Segment CropEnergies rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz in einer Bandbreite von 730 bis 780 Millionen Euro. Im Segment Spezialitäten wird mit einem deutlichen Umsatzanstieg und im Segment Frucht mit einem moderat steigenden Umsatz gerechnet.

Beim operativen Konzernergebnis wird weiterhin von einem deutlichen Rückgang auf 100 bis 200 Millionen Euro ausgegangen. Dieser wird weitgehend auf den deutlichen Ergebnisrückgang im Segment Zucker zurückzuführen sein. Hier wird ein Verlust in einer Bandbreite von 100 bis -200 Millionen Euro erwartet. Auch im Segment CropEnergies wird mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Dagegen werden in den Segmenten Spezialitäten und Frucht deutlich steigende operative Ergebnisse erwartet. 

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