Schwieriges Zuckermarktumfeld

Südzucker: Unterdurchschnittliche Rübenerträge

Obwohl das dritte Quartal vom vergangenen Jahr positiv verlaufen sei, geht der Umsatz im Segment Zucker zurück. Andere Segmente wachsen.

Die Südzucker AG, mit einem Standort in Rain am Lech, erwirtschaftet in den ersten drei Quartalen von Anfang März 2019 bis Ende November 2019 des laufenden Geschäftsjahres einen Konzernumsatz von 5.028 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 5.192 Millionen. Während der Umsatz im Segment Zucker zurückging, lag er im Segment Frucht auf Vorjahresniveau und stieg in den Segmenten Spezialitäten und CropEnergies (deutsches Unternehmen, das zur Südzuckergruppe gehört) an.

Das Konzern-EBITDA erhöhte sich auf 373 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 345 Millionen. Dies hänge mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zum 1. März 2019 und der damit verbundenen bilanziellen Aktivierung und Abschreibung zusammen. 

Segment Zucker weiter mit Verlust

Nach neun Monaten lag der Umsatz bei 1.739 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 2.060 Millionen. Der Rückgang soll auf niedrigere Erlöse und eine deutlich geringere Absatzmenge zurückzuführen sein. Durch die extreme Trockenheit in den meisten Anbaugebieten haben sich unterdurchschnittliche Rübenerträge ergeben.

Steigende Rübenerträge, sinkender Zuckergehalt 

Anders als im Vorjahr ließen flächendeckende, ergiebige Niederschläge ab Ende September 2019 die Rübenerträge wieder steigen. Jedoch sanken infolgedessen die Zuckergehalte stark ab. Die Dauer der Verarbeitung liege mit durchschnittlich 112 Tagen leicht unter dem Vorjahr. Die letzten Fabriken sollen ihre Verarbeitung Mitte Februar beenden. Insgesamt sollen in der Südzucker-Gruppe voraussichtlich aus 28,4 Millionen Tonnen Zuckerrüben 4,3 Millionen Tonnen Zucker gewonnen werden. Im Vorjahr haben 29,3 Tonnen Rüben eine Zuckermenge von 4,6 Millionen ergeben.

Weltmarkt und EU-Zuckermarkt

Das Consulting-Unternehmen F.O. Licht passte am 6. Januar 2020 die Prognose für das Zuckerwirtschaftsjahr 2019/20 an und erwartet nun ein nochmals deutlich höheres Defizit auf dem Weltzuckermarkt. Dieses soll sich nunmehr auf 10,9 Millionen Tonnen Zucker belaufen. Im Oktober lag die Schätzung noch bei 6,5 Millionen. Vor diesem Hintergrund haben sich nun die Weltmarktpreisnotierungen erhöht, was auch zu entsprechenden Reaktionen auf dem EU-Zuckermarkt führen kann.

Segment Spezialitäten mit Umsatz- und Ergebnisanstieg

Im Segment Spezialitäten hielt das Wachstum auch im dritten Quartal an, sodass der Umsatz auf 1.796 Millionen Euro weiter zulegen konnte. Im Vorjahr waren es 1.796 Millionen Euro. Hierzu trugen steigende Absätze insbesondere im Bereich Stärke- und Verzuckerungsprodukte bei. Zudem lagen die Ethanolerlöse – trotz eines bereits starken Anstiegs gegen Ende 2018 – weiterhin deutlich über Vorjahresniveau.

Segment CropEnergies mit deutlichem Umsatz- und Ergebnisanstieg

Das Segment CropEnergies verzeichnete in den ersten neun Monaten einen deutlichen Umsatzanstieg auf 604 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 532 Millionen Euro. Aufgrund deutlich höherer Ethanolerlöse setzte sich das Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum auch im dritten Quartal fort.

Der Ergebniszuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte im dritten Quartal weiter vergrößert werden. In den ersten neun Monaten wurde das operative Ergebnis auf 70 Millionen Euro mehr als verdreifacht. 

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Schwieriges Zuckermarktumfeld

Südzucker: Unterdurchschnittliche Rübenerträge

Obwohl das dritte Quartal vom vergangenen Jahr positiv verlaufen sei, geht der Umsatz im Segment Zucker zurück. Andere Segmente wachsen.

Die Südzucker AG, mit einem Standort in Rain am Lech, erwirtschaftet in den ersten drei Quartalen von Anfang März 2019 bis Ende November 2019 des laufenden Geschäftsjahres einen Konzernumsatz von 5.028 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 5.192 Millionen. Während der Umsatz im Segment Zucker zurückging, lag er im Segment Frucht auf Vorjahresniveau und stieg in den Segmenten Spezialitäten und CropEnergies (deutsches Unternehmen, das zur Südzuckergruppe gehört) an.

Das Konzern-EBITDA erhöhte sich auf 373 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 345 Millionen. Dies hänge mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zum 1. März 2019 und der damit verbundenen bilanziellen Aktivierung und Abschreibung zusammen. 

Segment Zucker weiter mit Verlust

Nach neun Monaten lag der Umsatz bei 1.739 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 2.060 Millionen. Der Rückgang soll auf niedrigere Erlöse und eine deutlich geringere Absatzmenge zurückzuführen sein. Durch die extreme Trockenheit in den meisten Anbaugebieten haben sich unterdurchschnittliche Rübenerträge ergeben.

Steigende Rübenerträge, sinkender Zuckergehalt 

Anders als im Vorjahr ließen flächendeckende, ergiebige Niederschläge ab Ende September 2019 die Rübenerträge wieder steigen. Jedoch sanken infolgedessen die Zuckergehalte stark ab. Die Dauer der Verarbeitung liege mit durchschnittlich 112 Tagen leicht unter dem Vorjahr. Die letzten Fabriken sollen ihre Verarbeitung Mitte Februar beenden. Insgesamt sollen in der Südzucker-Gruppe voraussichtlich aus 28,4 Millionen Tonnen Zuckerrüben 4,3 Millionen Tonnen Zucker gewonnen werden. Im Vorjahr haben 29,3 Tonnen Rüben eine Zuckermenge von 4,6 Millionen ergeben.

Weltmarkt und EU-Zuckermarkt

Das Consulting-Unternehmen F.O. Licht passte am 6. Januar 2020 die Prognose für das Zuckerwirtschaftsjahr 2019/20 an und erwartet nun ein nochmals deutlich höheres Defizit auf dem Weltzuckermarkt. Dieses soll sich nunmehr auf 10,9 Millionen Tonnen Zucker belaufen. Im Oktober lag die Schätzung noch bei 6,5 Millionen. Vor diesem Hintergrund haben sich nun die Weltmarktpreisnotierungen erhöht, was auch zu entsprechenden Reaktionen auf dem EU-Zuckermarkt führen kann.

Segment Spezialitäten mit Umsatz- und Ergebnisanstieg

Im Segment Spezialitäten hielt das Wachstum auch im dritten Quartal an, sodass der Umsatz auf 1.796 Millionen Euro weiter zulegen konnte. Im Vorjahr waren es 1.796 Millionen Euro. Hierzu trugen steigende Absätze insbesondere im Bereich Stärke- und Verzuckerungsprodukte bei. Zudem lagen die Ethanolerlöse – trotz eines bereits starken Anstiegs gegen Ende 2018 – weiterhin deutlich über Vorjahresniveau.

Segment CropEnergies mit deutlichem Umsatz- und Ergebnisanstieg

Das Segment CropEnergies verzeichnete in den ersten neun Monaten einen deutlichen Umsatzanstieg auf 604 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 532 Millionen Euro. Aufgrund deutlich höherer Ethanolerlöse setzte sich das Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum auch im dritten Quartal fort.

Der Ergebniszuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte im dritten Quartal weiter vergrößert werden. In den ersten neun Monaten wurde das operative Ergebnis auf 70 Millionen Euro mehr als verdreifacht. 

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben