Wirtschaftsjahr 2021

Stefan Rößle: „Blick richtet sich auch Chancen“

Der Landrat des Donau-Ries, Stefan Rößle, verrät, weshalb die Folgen der Corona-Krise in manchen Branchen noch viele Jahre zu spüren sein werden und womit das Landratsamt in 2021 unterstützen will.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie ist Ihre Prognose für das Wirtschaftsjahr 2021 bezogen auf die Region Bayerisch-Schwaben?

Stefan Rößle: Wie auch im Landkreis Donau-Ries ist die allgemeine Wirtschaftsstruktur in Bayerisch-Schwaben vielfältig mit einem breiten Branchenmix. Daher waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft im Jahr 2020 je nach Branche sehr unterschiedlich – dies wird sich wohl auch 2021 fortsetzen. Teilweise werden Folgen auch in den darauffolgenden Jahren noch zu spüren sein. Insbesondere die Hotellerie und Gastronomie, der Tourismus und der Einzelhandel werden auch im kommenden Jahr weiterhin von den Auswirkungen der Krise betroffen sein, auch bestimmte Branchen im Industriebereich werden vermutlich länger anhaltende Folgen spüren.

Wenn auch beispielsweise das Handwerk relativ gut durch die Krise gekommen ist, so haben uns Vertreter Donau-Rieser Handwerksbetriebe mitgeteilt, dass die Suche nach Auszubildenden und Fachkräften im Allgemeinen bereits 2020 eine große Herausforderung war und im nächsten Jahr weiter zunehmen wird. Der Kontakt der Ausbildungsbetriebe zu den Schulen hat dieses Jahr fast gänzlich gefehlt. Je nach Entwicklung der Pandemie in den nächsten Wochen und Monaten wird es wohl auch in der ersten Hälfte von 2021 schwer sein, Schülerinnen und Schüler auf direktem Weg anzusprechen.

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Im Rahmen einer Unternehmensbefragung hat der Wirtschaftsförderverband DONAURIES e. V. Betriebe und Einrichtungen aus dem Landkreis Donau-Ries unter anderem zu den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie für 2021/2022 befragt. Dort rechneten viele Unternehmen mit einer geringeren Kundennachfrage und Aufträgen, einige prognostizieren Liquiditätsengpässe und Kurzarbeit, Personalabbau und auch einen erhöhten Kreditbedarf. Da der Landkreis Donau-Ries ähnlich aufgestellt ist, wie die anderen schwäbischen Kreise, ist davon auszugehen, dass diese Sorgen eine Mehrheit der bayerisch-schwäbischen Unternehmen haben. 

Wie stellt sich das Landratsamt für das Jahr 2021 auf?

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Da im kommenden Jahr nach wie vor zahlreiche Unternehmen und Branchen von der Krise betroffen sein werden, wird es bei vielen darum gehen, Hilfsleistungen des Bundes beziehungsweise das Landes in Anspruch zu nehmen, wie zum Beispiel Überbrückungshilfen, Soforthilfe und Kredite zu beantragen. Einige Unternehmen werden wohl, falls sie es nicht bereits sind, in Kurzarbeit gehen. Als Landkreis wird es also darum gehen, Informationen zu diesen Leistungen weiterzugeben und Unternehmen die Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen mit der Krise zu schildern und sich auszutauschen.

Digitalisierung wird ein wichtiges Thema werden – auch im Zusammenhang mit Fachkräftesicherung. Es wird Angebote für Unternehmen geben, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen und Tipps liefern, wie auch auf digitale Weise junge Menschen oder potentielle Fachkräfte angesprochen und vom Unternehmen überzeugt werden können.  

An unserem Landratsamt werden wir weiter verstärkt auf Homeoffice-Angebote setzen, die nicht nur in Pandemie-Zeiten großes Potenzial für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bieten. Den persönlichen Kontakt mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen wir aber auch in Zukunft suchen, dieser ist auf Dauer nicht zu ersetzen. 

Wie blicken Sie ganz persönlich auf das neue Jahr? 

Der Ausblick auf das neue Jahr ist auch immer stark geprägt vom zurückliegenden. Das gilt in der aktuellen Situation ganz besonders. 2020 war ein außer- und ungewöhnliches Jahr mit zahlreichen großen Herausforderungen. Die Pandemie wird auch das neue Jahr prägen, voraussichtlich länger als wir uns das wünschen würden. Der Blick nach vorne sollte sich aber auf die Chancen und Hoffnungen richten. Ich wünsche mir auch weiterhin innovative und kreative Lösungen, ein achtsames Miteinander, insbesondere in schwierigen Zeiten wie diesen und freue mich schon sehr, wenn der persönliche Kontakt wieder vermehrt möglich sein wird.

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Wenn auch beispielsweise das Handwerk relativ gut durch die Krise gekommen ist, so haben uns Vertreter Donau-Rieser Handwerksbetriebe mitgeteilt, dass die Suche nach Auszubildenden und Fachkräften im Allgemeinen bereits 2020 eine große Herausforderung war und im nächsten Jahr weiter zunehmen wird. Der Kontakt der Ausbildungsbetriebe zu den Schulen hat dieses Jahr fast gänzlich gefehlt. Je nach Entwicklung der Pandemie in den nächsten Wochen und Monaten wird es wohl auch in der ersten Hälfte von 2021 schwer sein, Schülerinnen und Schüler auf direktem Weg anzusprechen.

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Digitalisierung wird ein wichtiges Thema werden – auch im Zusammenhang mit Fachkräftesicherung. Es wird Angebote für Unternehmen geben, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen und Tipps liefern, wie auch auf digitale Weise junge Menschen oder potentielle Fachkräfte angesprochen und vom Unternehmen überzeugt werden können.  

An unserem Landratsamt werden wir weiter verstärkt auf Homeoffice-Angebote setzen, die nicht nur in Pandemie-Zeiten großes Potenzial für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bieten. Den persönlichen Kontakt mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen wir aber auch in Zukunft suchen, dieser ist auf Dauer nicht zu ersetzen. 

Wie blicken Sie ganz persönlich auf das neue Jahr? 

Der Ausblick auf das neue Jahr ist auch immer stark geprägt vom zurückliegenden. Das gilt in der aktuellen Situation ganz besonders. 2020 war ein außer- und ungewöhnliches Jahr mit zahlreichen großen Herausforderungen. Die Pandemie wird auch das neue Jahr prägen, voraussichtlich länger als wir uns das wünschen würden. Der Blick nach vorne sollte sich aber auf die Chancen und Hoffnungen richten. Ich wünsche mir auch weiterhin innovative und kreative Lösungen, ein achtsames Miteinander, insbesondere in schwierigen Zeiten wie diesen und freue mich schon sehr, wenn der persönliche Kontakt wieder vermehrt möglich sein wird.

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