Interview

Produkt aus Donau-Ries soll Corona-Viren langfristig zerstören

Die Franz Kiel GmbH hat kürzlich ein neues Produkt auf den Markt gebracht, welches Busse und Züge ein Jahr lang desinfizieren soll. Ob das Mittel auch gegen die Corona-Viren wirksam ist, hat Daniel Fräde, Sales Director Bus Divison Kiel Group, im Interview verraten.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Sie haben eine Neuheit auf den Markt gebracht, die verspricht, Innenräume von Bus und Bahn für lange Zeit dauerhaft zu desinfizieren. Wie funktioniert das?

Daniel Fräde: Die Flüssigkeit wird im Sprayverfahren aufgetragen. Es wird eine nicht absorbierende Fläche wie beispielsweise eine Armlehne, ein Haltegriff oder eine Haltestange mit dem Mittel besprüht. Danach wird die Fläche mit einem Mikrofasertuch trocken poliert und muss für sechs Stunden aushärten. Nach diesem einmaligen Vorgang ist die Fläche für mindestens zwölf Monate vor Viren und Bakterien geschützt.

Nimmt die Wirkung noch innerhalb des Jahres ab?

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Eine beschichtete Fläche, die nie angefasst wird, ist rund vier Jahre lang wirksam. Durch die Reibung, die jedoch normalerweise stattfindet, entstehen Verluste. Wir garantieren, dass der Schutz mindestens ein Jahr lang hält – alles andere hängt von der individuellen Situation ab. Wir haben jedoch auch ein Gerät, mit dem auf der Oberfläche getestet werden kann, ob die Wirkung noch vorhanden ist.

Die momentane Angst der Menschen dreht sich um das Corona-Virus. Ist Ihr Produkt auch hiergegen wirksam?

Letzte Woche haben wir offiziell die Wirkung von AIRDAL auf COVID-19 getestet. Wir warten aktuell noch auf das Zertifikat, das Ergebnis haben wir jedoch schon. Deswegen können wir bestätigen, dass das Corona-Virus Covid-19 auch durch unsere Beschichtung zerstört wird.

Wie kommt die Wirkung zustande?

Durch die Beschichtung mit unserem Mittel wird eine Oberfläche positiv geladen. Unter dem Mikroskop ist sogar zu erkennen, dass die Fläche gezackt ist. Bakterien und Viren hingegen sind negativ geladen. Wenn beispielsweise die Haltestange dann mit der Hand berührt wird, bleiben die Viren und Bakterien haften und die Oberflächenbeschaffenheit der Zellmembran wird zerstört. Das ist keine chemische, sondern eine physische Barriere. Dadurch ist das auch auf alle Viren und Bakterien anwendbar.

Haben Sie bereits erste Kunden?

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Der erste Kunde ist die SÜC Bus und Aquaria GmbH, die Stadtwerke Coburg. Diese haben vor, ihre komplette Bus- und Straßenbahnflotte mit der Beschichtung zu behandeln. Da wir das Mittel erst vor weniger Zeit vorgestellt haben, laufen die Gespräche mit anderen Stadtwerken und dem Bus- und Bahnbereich erst jetzt richtig an. Die erste Auslieferung wird Anfang August an die SÜC getätigt.

Wie machen Sie die Kunden darauf aufmerksam, dass ein Fahrzeug gereinigt und unbedenklich ist?

Wir haben ein Marketing-Konzept namens „Kiel Protect“ entwickelt. Im Eingangstür des Fahrzeugs wird demnach ein großer Aufkleber mit der Beschriftung „Kiel Protect – permanente antibakterielle Beschichtung“ angebracht.

Außerdem entwickeln wir derzeit kleinere Aufkleber mit dem Kiel Protect Logo, die beispielsweise auf den Rückseiten der Sitze angebracht werden können, dass die Menschen sehen, dass der Sitz behandelt ist. Auch eine digitale Version ist in Überlegung. Die Idee wäre, dass wir QR-Codes erstellen und auf dem Sitz aufbringen. Das könnte der Kunde dann selbst scannen und genaueres über unsere Anwendung erfahren.

Viele Nahverkehrsunternehmen haben in der Krise Kunden verloren – wie erhält man das Vertrauen wieder?

Durch unser Produkt tragen wir hier definitiv einen Teil bei. Im Endeffekt ist es jedoch die Aufgabe des jeweiligen Verkehrsbetriebes im Marketing beispielsweise zu zeigen, dass die Busfahrt durch AIRDAL by Kiel sorgenfrei wird. Der Betrieb selbst muss den Kunden zeigen, dass aktiv etwas für den Schutz getan wird. Dadurch kann das Vertrauen zurückgewonnen werden.

Kann AIRDAL auch auf andere Bereiche wie öffentliche Toiletten oder Türklinken angewendet werden? Und zur Handdesinfektion?

Wir sind ein Hersteller im Transportbusiness, das ist unsere Kernkompetenz, da kennen wir uns auf. Selbstverständlich behandeln wir selbst unsere Büroflächen, Türklinken, Arbeitsplätze und Toiletten mit AIRDAL by Kiel. Kunden können zukünftig das Produkt auch bei uns kaufen und dann selbst entscheiden, für welche Flächen sie es nutzen möchten.

Basierend auf dem Produkt bereiten wir derzeit ein Handdesinfektionsmittel für den Markt vor. Dieses ist ohne Alkohol und somit pflegend für die Hände. Was außerdem besonders daran ist: Wenn es auf die Hände aufgetragen wird, hat die Person an der behandelten Stelle einen aktiven Schutz von 4-6 Stunden. Die schlechten Viren werden dann auf der Haut abgetötet.

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Die momentane Angst der Menschen dreht sich um das Corona-Virus. Ist Ihr Produkt auch hiergegen wirksam?

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Wie kommt die Wirkung zustande?

Durch die Beschichtung mit unserem Mittel wird eine Oberfläche positiv geladen. Unter dem Mikroskop ist sogar zu erkennen, dass die Fläche gezackt ist. Bakterien und Viren hingegen sind negativ geladen. Wenn beispielsweise die Haltestange dann mit der Hand berührt wird, bleiben die Viren und Bakterien haften und die Oberflächenbeschaffenheit der Zellmembran wird zerstört. Das ist keine chemische, sondern eine physische Barriere. Dadurch ist das auch auf alle Viren und Bakterien anwendbar.

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Wie machen Sie die Kunden darauf aufmerksam, dass ein Fahrzeug gereinigt und unbedenklich ist?

Wir haben ein Marketing-Konzept namens „Kiel Protect“ entwickelt. Im Eingangstür des Fahrzeugs wird demnach ein großer Aufkleber mit der Beschriftung „Kiel Protect – permanente antibakterielle Beschichtung“ angebracht.

Außerdem entwickeln wir derzeit kleinere Aufkleber mit dem Kiel Protect Logo, die beispielsweise auf den Rückseiten der Sitze angebracht werden können, dass die Menschen sehen, dass der Sitz behandelt ist. Auch eine digitale Version ist in Überlegung. Die Idee wäre, dass wir QR-Codes erstellen und auf dem Sitz aufbringen. Das könnte der Kunde dann selbst scannen und genaueres über unsere Anwendung erfahren.

Viele Nahverkehrsunternehmen haben in der Krise Kunden verloren – wie erhält man das Vertrauen wieder?

Durch unser Produkt tragen wir hier definitiv einen Teil bei. Im Endeffekt ist es jedoch die Aufgabe des jeweiligen Verkehrsbetriebes im Marketing beispielsweise zu zeigen, dass die Busfahrt durch AIRDAL by Kiel sorgenfrei wird. Der Betrieb selbst muss den Kunden zeigen, dass aktiv etwas für den Schutz getan wird. Dadurch kann das Vertrauen zurückgewonnen werden.

Kann AIRDAL auch auf andere Bereiche wie öffentliche Toiletten oder Türklinken angewendet werden? Und zur Handdesinfektion?

Wir sind ein Hersteller im Transportbusiness, das ist unsere Kernkompetenz, da kennen wir uns auf. Selbstverständlich behandeln wir selbst unsere Büroflächen, Türklinken, Arbeitsplätze und Toiletten mit AIRDAL by Kiel. Kunden können zukünftig das Produkt auch bei uns kaufen und dann selbst entscheiden, für welche Flächen sie es nutzen möchten.

Basierend auf dem Produkt bereiten wir derzeit ein Handdesinfektionsmittel für den Markt vor. Dieses ist ohne Alkohol und somit pflegend für die Hände. Was außerdem besonders daran ist: Wenn es auf die Hände aufgetragen wird, hat die Person an der behandelten Stelle einen aktiven Schutz von 4-6 Stunden. Die schlechten Viren werden dann auf der Haut abgetötet.

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