Landratsamt Donau-Ries

LRA Donau-Ries: Wie Manager „Familienbewusst führen“

Referentin Ricarda Bayer (links): „Wo stehen Sie in puncto ‚Familienfreundlichkeit‘“? Foto: LRA Donau-Ries

Familienfreundliche Personalpolitik gilt als Erfolgsfaktor für Unternehmen. Deswegen organisierte das Donau-Rieser Bündnis für Familien jüngst den Informationsworkshop „Familienbewusst Führen“.

von Martina Lakotta, Online-Redaktion

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema. Jedoch sollte sie sich nicht ausschließlich auf die Erziehungszeiten von Kindern beziehen, sondern zum Beispiel auch Zeiten für die Pflege von bedürftigen Familienangehörigen nicht außen vor lassen. Nicht zuletzt ist es schließlich auch das Unternehmen, das von familienfreundlichen Unternehmensstrukturen profitiert.

Landkreis Donau-Ries und Bündnis für Familie arbeiten zusammen

„Eine familienbewusste Personalführung ist für Unternehmen eine wichtige Stellschraube, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden. Führungskräfte nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein“, erklärte Unternehmensberaterin Ricarda Bayer beim Informationsworkshop „Familienbewusst führen“ in den Räumen der VHS Donauwörth. Organisiert wurde der Workshop vom Lokalen Bündnis für Familie und dem Landkreis Donau-Ries. Familienbewusste Personalpolitik ist bis heute noch keine Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger an dieser Stelle Aufklärungsarbeit zu leisten.

Wodurch sich die familienbewusste Führungskraft auszeichnet

Eine familienbewusste Führungskraft zeichnet sich durch verschiedene Merkmale aus. Im Rahmen des Workshops entstand eine Liste von Attributen, die in dieser Sache für Unternehmensleiter entscheidend seien. Unter anderem kamen die Workshop-Teilnehmer zu dem Schluss, dass gegenseitiges Vertrauen ebenso wichtig sei wie das Vorleben von Familienbewusstheit. Darüber hinaus sollten Führungskräfte ihre Mitarbeiter als Menschen ernst nehmen und nicht nur als Arbeitskräfte sehen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nur in Hochglanzbroschüren zu beschreiben, sei für einen familienfreundlichen Betrieb jedenfalls nicht ausreichend. Vielmehr müssen Unternehmen und Beschäftigte miteinander nach Auswegen suchen, die für beide Seiten passen. Patentlösungen gibt es leider selten. Auch die Workshop-Teilnehmer kamen schnell zu dem Schluss, dass es keine pauschale Antwort gibt, die für alle Unternehmen und ihre Mitarbeiter passt. Arbeitet zum Beispiel eine alleinerziehende Mutter im Betrieb, muss eine andere Lösung gefunden werden als für einen Sohn, der seinen alten Vater pflegt.

„Familienbewusst Führen“ mit verschiedenen Mitteln

Auch das eigene Führungsverhalten wurde im Rahmen des Workshops unter die Lupe genommen. Viele der Anwesenden bemühen sich bereits um familienfreundliche Strukturen im eigenen Unternehmen. „Aber manchmal ist es auch ganz schön schwierig, die vielen verschiedenen Interessen von Kunden und Beschäftigten unter einen Hut zu bekommen“, meinte eine Teilnehmerin. Doch gerade als Führungskraft gilt es, Herausforderungen aller Art nach bestem Gewissen zu meistern. Auch in puncto Familienfreundlichkeit müssen Unternehmens-Leiter ihr Bestes geben. Das ist natürlich nicht immer einfach, aber durchaus machbar. Das stellen Best Practice Beispiele verschiedener Firmen unter Beweis. Meist kommen Instrumente wie flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeitstellen oder Familienpflegezeiten zum Einsatz. Manche Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter auch mit Seminarreihen zu unterschiedlichen Themen wie Informationen zu finanziellen oder rechtlichen Aspekten für pflegende Erwerbstätige.

Landkreis Donau-Ries und Bündnis für Familie planen „Familienbewusst Führen“ Teil Zwei

Wie familienbewusste Führung gelingen kann, wird beim nächsten Workshop am 8. Juli 2014 thematisiert. „Denn die Zeit war wieder mal zu knapp, um alle Facetten des Themas ausreichend zu beleuchten“, resümierte Bündnis-Koordinator Günther Katheder-Göllner am Ende der Veranstaltung. Er versprach den Teilnehmern, dass das Bündnis für Familie und der Landkreis Donau-Ries die Unternehmen in der Region weiterhin unterstützen werden. Denn er ist sich sicher: „Eine familienbewusste Unternehmenskultur, durch die alle Beschäftigten Arbeit und Leben in Einklang bringen können, gewinnt zunehmend an Bedeutung und trägt dazu bei, Fachkräfte zu binden und zu gewinnen. Und davon profitieren Arbeitgeber ebenso wie die Arbeitnehmer.“

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Wodurch sich die familienbewusste Führungskraft auszeichnet

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„Familienbewusst Führen“ mit verschiedenen Mitteln

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