Landratsamt Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries investiert in Fachkräftesicherung

Der Stellvertreter des Landrats, Reinhold Bittner, begrüßte die Teilnehmer der Regionalkonferenz. Foto: Landratsamt Donau-Ries

Der Fachkräftemangel ist im Landkreis Donau-Ries angekommen. Das ist das Ergebnis einer Unternehmensbefragung vom Regionalmanagement und dem Wirtschaftsförderverband. Diese wurde im Rahmen der dritten Regionalkonferenz in Oettingen vorgestellt.

Viele Betriebe im Landkreis Donau-Ries finden schon jetzt keine passenden Fachkräfte mehr. Das ist das Ergebnis einer Unternehmensbefragung. Diese wurde im Frühjahr vom Regionalmanagement und dem Wirtschaftsförderverband Donau-Ries durchgeführt. Dabei wurden Betriebe zur Standortzufriedenheit, Beschäftigtenstruktur und zum Arbeitskräftebedarf befragt. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Rahmen der dritten Regionalkonferenz in Oettingen vorgestellt.

Hohe Lebensqualität im Landkreis Donau-Ries

Der Stellvertreter des Landrats, Reinhold Bittner, begrüßte im Namen von Landrat Stefan Rößle die über 150 Teilnehmer der Regionalkonferenz im Schloss Oettingen: „Das große Interesse am Thema und der Arbeit des Regionalmanagements zeigt klar, welch hohe Bedeutung die Fachkräftesicherung im Landkreis Donau-Ries hat“. Laut Bittner ist der Landkreis Donau-Ries stark aufgestellt. Bittner sieht den Beweis dafür im FOCUS-Ranking zum Thema Lebensqualität. Besonders erfreulich ist auch, dass seit 2011 um die 1.500 Personen in den Landkreis gezogen sind.

Donau-Ries unterstützt Unternehmen bei Fachkräftesicherung

Der Landkreis Donau-Ries will die Unternehmen stärker beim Thema Fachkräftesicherung unterstützen. Dazu hat die Region unter der Federführung des Regionalmanagements einen Beirat Fachkräftesicherung aus Akteuren der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung einberufen. Dessen erste Maßnahme war die oben genannte Unternehmensbefragung. Jetzt geht es darum, gemeinsam die Mammutaufgabe Fachkräftesicherung zu bewältigen. Dabei will sich auch der Landkreis stärker engagieren.

561 Unternehmen nahmen an Umfrage teil

Hauptredner des Abends war Josef Rother, Prokurist der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK). Laut Rother hatten sich 561 Betriebe aus dem Landkreis an der Umfrage beteiligt. Besonders erfreut zeigte sich Rother über die hohe Beteiligung von Handwerks- und Kleinbetrieben. Das Hauptergebnis der Befragung ist, dass das Arbeitskräftepotenzial als wichtiger Standortfaktor angesehen wird. Dieser Faktor wird für den Landkreis Donau-Ries allerdings relativ schlecht bewertet. So konnten 44 Prozent der Betriebe in der Vergangenheit eine Stelle nicht adäquat besetzen. Insgesamt geben 43 Prozent der Betriebe an, schon heute vom Fachkräftemangel betroffen zu sein. „Die Befragung zeigt klar, dass künftig große Engpässe bei Facharbeitern und Technikern zu erwarten sind“, so Rother. Auch die IHK Schwaben sieht laut ihrer aktuellen Konjunkturumfrage die Fachkräftesicherung als eine der größten wirtschaftlichen Herausforderungen an.

Landkreis Donau-Ries braucht Investitionen in Infrastruktur und Bildung

Die Befragung zeigte auch die zum Teil schon bekannten Stärken und Schwächen des Landkreises auf. So wurden Schulangebot, Kinderbetreuung sowie das Sport-, Freizeit- und Kulturangebot überwiegend positiv bewertet. Das gleiche gilt für die Verfügbarkeit von Wohnfläche und das Preisniveau. Weniger gut schneidet der Landkreis bei der Verkehrslage und Verkehrsanbindung beziehungsweise beim Thema Breitbandversorgung ab. Neben den fehlenden Arbeitskräften wird zudem die Entfernung zu Hochschul- und Forschungseinrichtungen kritisiert. Regionalmanager Klemens Heininger, Moderator und Organisator des Abends, sieht darin einen Handlungsbedarf: „Wir werden diese Ergebnisse jetzt auswerten und einen Maßnahmenplan mit den Akteuren der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung ausarbeiten“. Ziel ist es, über die bestehenden Angebote besser zu informieren. Außerdem will Heininger mehr betriebsübergreifende Maßnahmen durchführen.

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