Projekt LINDA

LEW Verteilnetz: Feldversuch mit unabhängigem Stromnetz gelungen

Das Wasserkraftwerk Feldheim war in alle Versuchsphasen eingebunden. Foto: LEW / Timian Hopf
Wichtiger Meilenstein in der Energieversorgung erzielt: Die LEW Verteilnetz GmbH wies nun nach, wie eine sogenannte Inselnetz-Versorgung gelingen kann.

Die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) und ihre Projektpartner bauten ein vom regionalen Stromnetz unabhängiges Inselnetz auf. Im Rahmen des dritten und abschließenden Feldversuchs des Projekts LINDA konnte so ein großer Erfolg erzielt werden. Der über sechs Stunden laufende Feldtest ist der bisher umfassendste Inselnetzversuch in Deutschland, der auf Basis erneuerbarer Energien durchgeführt wurde.

Versuch zeigt: Konzept lässt sich übertragen

Das Inselnetz umfasste die Kommunen Niederschönenfeld, Feldheim und Teile von Rain am Lech. Im Versuch waren rund 1.100 Haushalte, 185 Photovoltaikanlagen sowie zwei Wasserkraftwerke und eine Biogasanlage eingebunden. Die eingebundenen Photovoltaikanlagen mussten nicht technisch nachgerüstet werden. Dadurch lässt sich das Konzept übertragen und kann so einen wichtigen Beitrag zur Krisenvorsorge leisten, denn: Im Falle eines Stromausfalls kann ein Inselnetz die Versorgung kritischer Infrastrukturen, etwa von Krankenhäusern, Wasserwerken oder Kläranlagen, sicherstellen. Der Feldversuch bewies, dass sich das Konzept um zusätzliche Erzeugungskapazität erweitern lässt und stabil betrieben werden kann. Auch die Rücksynchronisation mit dem regionalen Verbundnetz war erfolgreich.

Daten sollen Versorgungssicherheit gewährleisten

„Wir haben die Projektziele des Feldversuchs erreicht und konnten die Versuchsreihen wie geplant abarbeiten“, berichtet Prof. Dr. Michael Finkel von der Hochschule Augsburg. „In den nächsten Monaten werten wir die Daten und Erkenntnisse aus den Feldversuchen aus und bereiten sie für die weitere Umsetzung in praktische Handlungsanleitungen auf.“ Das Forschungsprojekt LINDA (Lokale Inselnetzversorgung und beschleunigter Netzwiederaufbau mit dezentralen Erzeugungsanlagen bei großflächigen Stromausfällen) ergänzt bestehende Strategien zur Wiederherstellung der Stromversorgung bei einem großflächigen Stromausfall.

LVN: Einzigartiges Projekt für Deutschland

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Projekt und Feldversuch im realen Netz sind einzigartig in der Energieforschung in Bayern und Deutschland, wie die LEW Verteilnetz GmbH erklärt. LINDA liefere so auch einen wichtigen Baustein zur Energiewende und Verbesserung der Versorgungssicherheit. Ein erster Feldversuch fand bereits im September 2016 statt. Partner sind die Hochschule Augsburg, Technische Universität München, Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW), Stellba Hydro GmbH & Co KG, Marquis Automatisierungstechnik GmbH, MTU Onside Energy GmbH und PSI Software AG.

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Die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) und ihre Projektpartner bauten ein vom regionalen Stromnetz unabhängiges Inselnetz auf. Im Rahmen des dritten und abschließenden Feldversuchs des Projekts LINDA konnte so ein großer Erfolg erzielt werden. Der über sechs Stunden laufende Feldtest ist der bisher umfassendste Inselnetzversuch in Deutschland, der auf Basis erneuerbarer Energien durchgeführt wurde.

Versuch zeigt: Konzept lässt sich übertragen

Das Inselnetz umfasste die Kommunen Niederschönenfeld, Feldheim und Teile von Rain am Lech. Im Versuch waren rund 1.100 Haushalte, 185 Photovoltaikanlagen sowie zwei Wasserkraftwerke und eine Biogasanlage eingebunden. Die eingebundenen Photovoltaikanlagen mussten nicht technisch nachgerüstet werden. Dadurch lässt sich das Konzept übertragen und kann so einen wichtigen Beitrag zur Krisenvorsorge leisten, denn: Im Falle eines Stromausfalls kann ein Inselnetz die Versorgung kritischer Infrastrukturen, etwa von Krankenhäusern, Wasserwerken oder Kläranlagen, sicherstellen. Der Feldversuch bewies, dass sich das Konzept um zusätzliche Erzeugungskapazität erweitern lässt und stabil betrieben werden kann. Auch die Rücksynchronisation mit dem regionalen Verbundnetz war erfolgreich.

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