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Die Lechwerke AG hat den Photovoltaik-Park „Am Ederhof“ westlich der Gemeinde Daiting im Landkreis Donau-Ries in Betrieb genommen. Die Freiflächenanlage ist die größte Photovoltaikanlage im bisherigen Portfolio des Unternehmens.
Der Solarpark umfasst rund 40.000 Solarmodule auf einer Fläche von etwa 22 Hektar. Die Anlage verfügt über eine Leistung von knapp 24 Megawatt peak und kann pro Jahr kann rund 28 Gigawattstunden Ökostrom erzeugen. Damit könnte rechnerisch der Jahresbedarf von bis zu 11.000 Haushalten gedeckt werden. Nach Angaben der LEW ließen sich so im Vergleich zum deutschen Strommix jährlich rund 12.400 Tonnen CO₂ einsparen. Das wurde bereits zum Baustart im Herbst 2025 prognostiziert.
Eine Besonderheit des PV-Parks sei die Möglichkeit für Unternehmen, Strommengen über sogenannte Power Purchase Agreements (PPA) zu beziehen. Dabei vereinbaren Geschäftskunden langfristig feste Strommengen zu einem festgelegten Preis, wodurch sich Energiekosten besser planen ließen. Gleichzeitig können sie so ihre CO₂-Bilanz verbessern, ohne eine eigene Photovoltaikanlage errichten zu müssen.
„Gerade für Unternehmen ist Planbarkeit bei den Energiekosten ein entscheidender Faktor“, erklärt Stephan Bauer vom LEW Asset Management. „Mit unseren Green Power Purchase Agreements verbinden wir drei Vorteile: Preisstabilität, Regionalität und Nachhaltigkeit. Unternehmen können auf Ökostrom aus der Region zugreifen und sich zugleich unabhängiger von kurzfristigen Preisschwankungen am Strommarkt machen.“
Mit dem PV-Park in Daiting erweitert die LEW ihre eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Bayerisch-Schwaben. Die Anlage ergänzt das bestehende Erzeugungsportfolio des Unternehmens und erhöht die eigene Photovoltaik-Kapazität.
Auch die Gemeinde Daiting soll von dem Projekt profitieren: Der Solarpark schaffe kommunale Einnahmen und stärke die regionale Wertschöpfung. Beim Bau wurden außerdem Maßnahmen für Umwelt- und Artenschutz umgesetzt. Unter den Solarmodulen entsteht etwa eine Wildblumenwiese, die künftig von Schafen beweidet werden soll. Zusätzlich wurden Hecken gepflanzt und Ausgleichsflächen für geschützte Arten wie die Feldlerche geschaffen.
Neben der Stromerzeugung und der Vermarktung über PPAs soll der Solarpark Daiting künftig auch zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Dafür wird die Anlage in die sogenannte SRL-Vermarktung eingebunden. Die Sekundärregelleistung hilft dabei, kurzfristige Schwankungen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch auszugleichen. Für einen Photovoltaik-Park ist diese Art der Vermarktung nach Angaben der LEW bislang eine Besonderheit.