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Die Lechwerke (LEW) aus Augsburg sind gemeinsam mit dem Münchner Unternehmen Nuno Preisträger des Bayerischen Energiepreises 2026. Das Projekt wurde in der Kategorie „Digitalisierung im Energiebereich“ ausgezeichnet. Das Bayerische Wirtschaftsministerium verlieh den Preis in München. Insgesamt wurden neun Projekte in sechs Kategorien ausgezeichnet. Nach Angaben des Ministeriums gingen rund 200 Bewerbungen von Unternehmen, Kommunen, Planungsbüros und Institutionen aus Bayern ein.
„Mit dem Energiepreis machen wir sichtbar, was für das Gelingen der Energiewende entscheidend ist: mutige Ideen, technologische Spitzenleistungen und praxistaugliche Lösungen“, erklärt Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.
Das ausgezeichnete Pilotprojekt wurde in zwei Photovoltaikanlagen umgesetzt. Ziel ist es, die Einspeisung von Solarstrom genauer vorherzusagen. Dafür ersetzt das technische Konzept klassische Wettermodelle durch ein lokales System mit 360-Grad-Kamera und Künstlicher Intelligenz. Die Kamera erfasst den Himmel über dem Solarpark in Echtzeit. Eine KI analysiert die Bewegung und Dichte der Wolken. Zusätzlich fließen Echtzeitdaten von Sensoren in die Berechnung ein. So entstehen standortspezifische Kurzfristprognosen im Minutentakt.
Nach Angaben der Projektpartner soll die Technologie Photovoltaikanlagen für den Regelenergiemarkt erschließen. Minutengenaue Prognosen sollen dazu beitragen, Solarparks aktiv in die Stabilisierung des Stromnetzes einzubinden. Das Pilotprojekt belege zudem die technische Machbarkeit der KI-basierten Wolkenkameratechnologie. Die genaueren Vorhersagen sollen den Energiehandel des Energieversorgers verbessern. Gleichzeitig sollen die Kosten für Ausgleichsenergie sinken, die durch unvorhersehbare Wetteränderungen und Abweichungen bei der Stromeinspeisung entstehen.
Der Bayerische Energiepreis wird seit 1999 alle zwei Jahre vom Bayerischen Wirtschaftsministerium vergeben. Ausgezeichnet werden Projekte rund um Energieeinsparung und erneuerbare Energien. Er wird in sechs Kategorien vergeben. Dazu zählen Energieeffizienz in industriellen Prozessen und Produktion, innovative Energieinfrastrukturprojekte, Gebäude als Energiesystem/Liegenschaftskonzept, kommunale Energiekonzepte, Digitalisierung im Energiebereich sowie Energieforschung.
„Die hohe Anzahl der Bewerbungen zeigt, wie viel Innovationskraft und Engagement für den Einsatz erneuerbarer Energien in unserem Land steckt“, erklärt Aiwanger weiter. „Die Energiewende wird nicht durch eine einzelne Technologie gewonnen, sondern durch viele innovative Lösungen aus Forschung, Wirtschaft und Kommunen.“ Aiwanger beschreibt die Preisträger als Vorbilder, Ideengeber und Wegbereiter für die bayerische Energiezukunft.