B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Donau-Ries  / 
Landwirte protestieren in Donauwörth gegen Preispolitik des Handels
Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Bayerischer Bauernverband (BBV)

Landwirte protestieren in Donauwörth gegen Preispolitik des Handels

 Auch in Donauwörth gingen diese Woche Landwirte auf die Straße. Foto: BBV

In ganz Bayern protestierten Bauern diese Woche gegen die aus ihrer Sicht zu niedrigen Preise für Lebensmittel in den Supermärkten. Der Grund: Laut dem Bayerischen Bauernverband (BBV) können viele Landwirte bei der aktuellen Preislage nicht mehr mithalten. Hinzu kommt, dass die extreme Wetterlage in diesem Jahr viele Bauern an die Grenzen der Belastbarkeit geführt hat. Auch in Donauwörth gingen deshalb Landwirte auf die Straße.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Laut dem Bayerischen Bauernverband (BBV) haben Rabattaktionen und Sonderangebote in vielen Discountern für zahlreiche Landwirte verheerende Folgen: Sie bekommen immer weniger Geld für ihre hochwertigen Lebensmittel. Gleichzeitig haben die Pflanzen auf den bayerischen Feldern und Wiesen in diesem Jahr unter der extremen Trockenheit gelitten. Viele Bauern melden Ernteausfälle, müssen Futter für ihre Tiere zukaufen oder haben schlichtweg Liquiditätsprobleme. Und es gibt noch mehr Krisen, welche die heimischen Landwirte belasten. Um auf ihre Lage aufmerksam zu machen, gingen diese Woche viele Landwirte auf die Straße.

Auch Donauwörther Bauern protestieren

Die Landwirte machten diese Woche ihrem Ärger Luft. Mehr als 40 Aktionen gegen die Preispolitik des Handels fanden in ganz Bayern statt. „Mit den Aktionen machen Bauern aus allen Teilen Bayerns auf ihre prekäre Situation aufmerksam“, sagt Bauernpräsident Walter Heidl, „die Ernte fällt vielerorts schmal aus und gerade die Preise für Fleisch und Milch sind sehr schlecht.“ Zahlen nennt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied: „Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sind im Vorjahresvergleich auf breiter Front massiv eingebrochen. Der Preisverfall insbesondere bei Schweinefleisch, Milch, aber auch bei Getreide, Obst und Gemüse addiert sich seit dem Jahresbeginn auf eine Größenordnung von deutlich über 3 Milliarden Euro an Erlösen, die der deutschen Landwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr fehlen.“ Dieser Erlöseinbruch würde laut Rukwied rund einem Drittel der Nettowertschöpfung der gesamten Landwirtschaft entsprechen. Würde man diese Schätzung auf ein ganzes Jahr hochrechnen, würden die Erlöse der Bauern durch die geringeren Erzeugerpreise um über 6,2 Milliarden Euro niedriger ausfallen.

Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Schweinehalter und Milchbauern besonders betroffen

Besonders hoch fallen die Verluste bei Schweinehaltern und Milchbauern aus, aber auch bei Acker- und Obstbauern. Der Bayerische Bauernverband empfindet die aktuelle Preislage als Kampfansage der großen deutschen Handelsunternehmen. „Ein irrsinniger Verdrängungswettbewerb tobt auf dem Rücken der Bauern. Die Schleuderpreise an den Ladentheken zerstören die Grundlagen für eine nachhaltige und regionale Landwirtschaft“, sagt Heidl, „während sich der Handel Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreibt, wird die Vielfalt der Landwirtschaft ans Messer geliefert. Ich fordere den Lebensmitteleinzelhandel auf, diesen bauernfeindlichen Kurs zu stoppen.“

Wie wird die Zukunft des Lebensmittelhandels aussehen?

Heidl geht in seiner Sorge um die Zukunft der bayerischen Landwirtschaft sogar noch einen Schritt weiter. „Wenn der Verdrängungswettbewerb nicht gestoppt wird, wird bald nur noch ein großer Handelskonzern übrig bleiben“, fürchtet Heidl, „dann bestimmt der Handel nicht mehr nur welche Preise die Verbraucher zu zahlen haben und was für uns Bauern übrig bleibt. Über kurz oder lang wird uns in dieser Monopolstruktur dann auch vorgegeben werden, was wir einkaufen. Das wollen und können wir Bauern nicht zulassen!“

Artikel zum gleichen Thema