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IHK-Studie: Schwäbische Unternehmen fürchten Mindestlohn
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Industrie- und Handelskammer Schwaben

IHK-Studie: Schwäbische Unternehmen fürchten Mindestlohn

Schwäbische Unternehmen befürchten durch den Mindestlohn steigende Lohnkosten. Foto: Andreas Hermsdorf/pixelio.de

Nicht nur in den neuen Bundesländern ist der Mindestlohn ein Thema. Auch schwäbische Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche und dem Handel sind vom gesetzlichen Mindestlohn betroffen. Die geplante Neuregelung des gesetzlich festgelegten Mindestlohns wird spürbare Auswirkungen auf die Betriebe in Schwaben haben. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage der IHK Schwaben.

von Christine Weigl, Online-Redaktion

Die Industrie- und Handelskammer Schwaben hat regionale Unternehmen zum Thema Mindestlohn befragt. Ein Großteil der befragten Dienstleister hat durchaus Verständnis für die Festlegung von Mindestlöhnen. Aber immerhin jedes vierte Unternehmen sieht den Mindestlohn auch als problematisch. Ausschlaggebend für diese Einschätzung sind die Strukturen der Arbeitsprozesse: Wer hier eine deutliche Verteuerung fürchtet, lehnt in der Regel den gesetzlichen Mindestlohn ab. Diese Meinung ist vor allem im Handel und speziell im Bereich des Gastgewerbes stark ausgeprägt. Mehr Verständnis für den Mindestlohn zeigt sich bei Unternehmen, wo die tariflichen Regelungen zumeist über dem jetzt diskutierten Mindestlohn von 8,50 Euro liegen. Dies ist beispielsweise bei den Verkehrsdienstleistern der Fall. Hier befürchten etwa 23 Prozent eine Verschlechterung bei den Kostenstrukturen, während im Gastgewerbe immerhin 38 Prozent eine erhöhte Kostenbelastung prophezeien.

Mindestlohn verursacht Entlassungen und steigende Preise

Die Unternehmen werden versuchen, die höheren Lohnkosten wieder herauszuwirtschaften. Schätzungen zufolge werden 35 Prozent der betroffenen Dienstleister versuchen, die Kosten über eine Erhöhung der Preise zu kompensieren. Ein weiteres Drittel wird sich aber auch gezwungen sehen, den Personaleinsatz zu reduzieren. Eine spürbare Veränderung in der Arbeitskräftenachfrage ist also nicht von der Hand zu weisen. Kosteneinsparungen an anderer Stelle werden nur von jedem siebten betroffenen Unternehmen in Erwägung gezogen.

Unternehmen befürchten Nachteile im Tarifgefüge

Die Unternehmen befürchten außerdem, dass das Tarifgefüge durch die Festlegung von Mindestlöhnen eine Veränderung erfährt, die für die Unternehmen nachteilig ist. Dieser Aspekt findet in der öffentlichen Diskussion meist kaum Beachtung. Von 433 auskunftsgebenden Unternehmen befürchten immerhin 43 Prozent eine solche Konsequenz. Auch hier ist der Wert im Gastgewerbe wieder besonders hoch. Das gleiche gilt für die Wirtschaftszweige, in denen einfach qualifizierte Mitarbeiter Löhne auf einem eher niedrigen Niveau erhalten.

Mindestlohn gefährdet Ausbildungsplätze

Besonders schwäbische Unternehmen mit vielen Auszubildenden befürchten, dass ein gesetzlicher Mindestlohn falsche Anreize für Schulabgänger setzen könnte: „Wenn ein Mindestlohnjob kurzzeitig mehr Geld verspricht als eine Lehre, besteht durchaus die Gefahr, dass sich Jugendliche vermehrt gegen eine  Ausbildung entscheiden. Da Unternehmer ohnehin immer mehr Schwierigkeiten haben, genügend Auszubildende zu rekrutieren, sind die Sorgen hier durchaus berechtigt. Dem kann nur durch eine wirklich höhere Altersgrenze für den Mindestlohn von 25 Jahren begegnet werden“, sagt Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben. Fast zwei Drittel aller schwäbischen Unternehmen befürchten in diesem Zusammenhand negative Auswirkungen. Der Mindestlohn könnte sich auch in einer stärkeren Erhöhung der Bezüge der Auszubildenden äußern. Das wiederum birgt ein weiteres Risiko, wie Kopton erklärt: „Wenn die Azubis deutlich mehr verdienen, werden die Unternehmen weniger Ausbildungsplätze anbieten können, gerade in den Dienstleistungsbereichen.“ 

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