Pendlerstatistik

Hier arbeiten die Menschen aus dem Großraum Donau-Ries

Symbolbild. Foto: iStock / anyaberkut
Immer mehr Menschen pendeln zu ihrer Arbeitsstelle. Dabei ergeben sich für die Landkreise Donau-Ries, Dillingen, Neu-Ulm und Günzburg ganz unterschiedliche Muster, was das jeweilige Pendlersaldo angeht.

„Immer mehr Menschen fahren täglich zwischen ihrem Arbeitsplatz und Wohnort hin und her. Das belegen die jüngsten statistischen Auswertungen. Insgesamt ist die Pendlermobilität über die Jahre immer weiter gestiegen“ berichtet Richard Paul, Vorsitzender der Agentur für Arbeit in Donauwörth.

Immer mehr Menschen leben in der Region

Nach den Ergebnissen der neuen Pendlerstatistik wohnten zum 30. Juni 2017 insgesamt 224.527 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bezirk der Agentur für Arbeit Donauwörth. Das sind gut 5.700 mehr als ein Jahr zuvor und fast 30.000 mehr als am 30. Juni 2010. „Noch deutlicher fiel die Steigerung bei den sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen aus. Waren es 2010 gut 177.000, stieg die Zahl innerhalb von sieben Jahren um etwa 31.000 auf über 208.000“, so Paul.

Landkreis Donau-Ries misst „Einpendler-Überhang“

Betrachtet man die einzelnen Landkreise unseres Agenturbezirkes zeigen sich ganz unterschiedliche Ergebnisse. Innerhalb des Landkreises Donau-Ries arbeiten täglich 60.670 Beschäftigte sozialversicherungspflichtig. Ihren Wohnsitz haben hier aber nur 56.980. Das entspricht einem „Einpendler-Überhang“ von über 3.600. Knapp 30 Prozent der Menschen, die im Landkreis arbeiten, kommen von auswärts, nämlich 17.558. Fast 14.000 fahren zur Arbeit in andere Regionen, vor allem in Richtung Augsburg (1.962), Ostalbkreis (1.765), und Dillingen (1.658).

Negativer Pendlersaldo im Landkreis Dillingen

Anders sieht die Situation im Landkreis Dillingen aus. Hier arbeiten täglich 33.039 Beschäftigte sozialversicherungspflichtig. Ihren Wohnsitz haben aber 40.693 Menschen. Es pendeln also mehr Menschen zur Arbeit aus. Dies ergibt einen negativen Pendlersaldo von 7.660. Die Beschäftigten fahren zur Arbeit vor allem in die Landkreise Heidenheim (3.375), Donau-Ries (3.050) und Günzburg (2.650).

Landkreis Günzburg: Viele haben ihren Arbeitgeber in Neu-Ulm

Im Landkreis Günzburg zeigt sich ein ähnliches Bild. Während dort 54.038 Beschäftigte wohnen, haben 51.099 ihren Arbeitsplatz dort. Gut 14.000 Menschen fahren zur Arbeit in den Landkreis. Über 17.000 verlassen ihn jeden Tag und haben zum Beispiel im Landkreis Neu-Ulm (3.330), in der Stadt Ulm (2.455) oder im Landkreis Augsburg (1.813) ihren Arbeitgeber

Neu-Ulmer arbeiten häufig in Ulm

Auch im Landkreis Neu-Ulm verlassen etwa 9.000 Personen mehr die Region als zur Arbeit hineinfahren (27.930). Insgesamt gibt es 63.744 Beschäftigte am Arbeitsort. Es wohnen aber 72.816 im Landkreis. Die Arbeitnehmer passieren die Landkreis-Grenzen vor allem in die Nachbarregionen nach Ulm (19.803), in den Alb-Do-nau-Kreis (3.734) und in den Landkreis Biberach (2.546).

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