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Gewerbeanmeldungen in Nordschwaben sind gestiegen
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Trotz Krise

Gewerbeanmeldungen in Nordschwaben sind gestiegen

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Andreas Dirr, Vorsitzender der IHK Regionalversammlung Donau-Ries. Foto: IHK Schwaben
Von Laura Cedrone

Trotz der aktuellen Corona-Lage sind die Gewerbeanmeldungen, und damit die Unternehmensgründungen, im Raum Nordschwaben angestiegen. Weshalb Gründen außerdem weiblicher wird.

In der Region Nordschwaben gibt es trotz der Corona-Krise einen leichten Anstieg der Gewerbeanmeldungen. Die Anzahl der neugegründeten Unternehmen ist mit einem Plus von 3,1 Prozent auf 1.345 Neuanmeldungen angestiegen. Die positive Gründerentwicklung spiegelt sich auch in Bayerisch-Schwaben und Bayern wider: Die Zahl der Gewerbeanmeldungen im Regierungsbezirk ist 2020 um 3,6 Prozent, im Freistaat um 5,6 Prozent gestiegen.

Unternehmergeist zeigt sich in Krise

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IHK-Gründungsberaterin Karin Bräuer bestätigt, dass sich in der Krise der Unternehmergeist zeigt: „In Nordschwaben spüren wir trotz allgemeiner Krisenstimmung ein hohes Interesse am Gründen. In der Region Nordschwaben haben wir im vergangenen Jahr 200 Beratungsgespräche geführt, das entspricht dem Niveau der Vorjahre. Doch auffällig ist der steigende Anteil von Start-ups mit innovativen, digitalen Geschäftsmodellen in den Bereichen IT, Gesundheit und digitalen Dienstleistungen“, so Bräuer.

Start-ups kommen besser durch die Krise

Gerade die Start-ups kommen laut einer Blitzumfrage besser durch die Krise als etablierte Unternehmen. Viele von ihnen verzeichnen laut Aussage der IHK Schwaben eine erhöhte Nachfrage und profitieren von ihren zukunftsfähigen Geschäftsfeldern. „Die Wirtschaftspolitik sollte diesen guten Trend als Ansporn nehmen und mehr für die Start-up-Förderung tun. Gerade Start-ups brauchen dringend bessere Rahmenbedingungen bei der steuerlichen Behandlung von Beteiligungskapital, um den Zugang zu Wachstumskapital zu erleichtern.“, fordert der Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Donau-Ries, Andreas Dirr.

Stetiger Anstieg von Gründungen im Nebenerwerb

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In der Beratungspraxis zeigt sich ebenfalls ein stetiger Anstieg von Gründungen im Nebenerwerb, der nach Einschätzung der IHK-Expertin bei rund 50 Prozent der Neugründungen liegt. „Tendenziell ist zu beobachten, dass bei einem schwierigeren Arbeitsmarkt die Bereitschaft steigt, ein Unternehmen zu gründen. Das kann in Folge von Arbeitslosigkeit oder parallel zum bestehenden Job geschehen. In einigen Fällen wird also nicht trotz, sondern wegen der gesamtwirtschaftlichen Krise gegründet.“, berichtet Karin Bräuer.

Gründen wird weiblicher

Das Interesse von Frauen sich selbständig zu machen scheint ebenfalls zu steigen. So liegt der Anteil von Frauen, die sich beim Thema Gründen von der IHK Schwaben beraten lassen, bei rund 40 Prozent. „Frauen gründen in der Regel risikoärmer, häufig mit weniger Startkapital. Sie gestalten sich einen maßgeschneiderten Arbeitsplatz, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren“, erklärt Karin Bräuer.

Positive Gründerdynamik in Nordschwaben

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Gregor Ludley, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Dillingen bestätigt: „Im engen Schulterschluss sorgen die Netzwerkpartner für wichtige Wachstumsimpulse für die Unternehmergeneration von morgen. Die IHK bietet mit der CoWorking- und Kreativ-Lounge im neuen Haus der Wirtschaft Nordschwaben Gründern eine weitere attraktive Unterstützung an. Und weitere Ideen für ein Start-up-Paket Nordschwaben sind in der Planung.“

 

 

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