Landratsamt Donau-Ries

Energienutzungsplan: Positive Ergebnisse für das Donau-Ries

Die Ergebnisse des Energienutzungsplans für den Landkreis Donau-Ries liegen vor. Foto: Landratsamt Donau-Ries

Die Ergebnisse des Energienutzungsplans für den Landkreis Donau-Ries liegen vor. Bereits jetzt werden 87 Prozent des Stromverbrauchs über erneuerbare Energien gedeckt. Das 2009 geplante Einsparziel von 20 Prozent bei Wärme und Strom ist allerdings nicht haltbar. Die Studie zeigt, dass lediglich 9 Prozent realisierbar sind.

von Konrad Dreyer, Online-Redaktion

Ende Juni wurden die Ergebnisse des Energienutzungsplans im Landratsamt Donau-Ries präsentiert. Landrat Stefan Rößle freut sich über die Bilanz: Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien konnte seit 2007 um 75 Prozent gesteigert werden. Damit wurden im Jahr 2012 87 Prozent des verbrauchten Stroms durch erneuerbare Energien erzeugt. Besonders der Bau von Solar- und Biomasseanlagen trug dazu bei. Die von der Forschungsgesellschaft Energiewirtschaft mbH (FfE) erarbeitete Studie zeigte aber auch, dass der Gesamtstromverbrauch in den letzten fünf Jahren um 9 Prozent gestiegen ist, wenn auch unterschiedlich stark in Industrie und Privathaushalten. Der Wärmeverbrauch in dieser Zeit war dagegen leicht rückläufig.

Landkreis Donau-Ries führend bei Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Die Erhebungen von FfE zeigen den Gesamtenergieverbrauch für 2012 – einschließlich des Wärmeverbrauchs aus der Industrie und dem Verkehr. Deutlich wird dabei, dass der Landkreis beim Anteil der Stromerzeugung führend und nahezu autark ist. Sehr gut schneidet der Kreis auch bei der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien ab. Von 2007 bis 2012 gab es einen Anstieg von um 39 Prozent oder 139 Gigawattstunden. Maßgeblich dabei waren die energetische Holznutzung sowie die Wärmenutzung aus Biogasanlagen. 

Energie-Sparziele müssen aufgrund der Studie angepasst werden

Das Energie-Leitziel des Landkreises wird aufgrund der neuen Ergebnisse voraussichtlich angepasst werden: Bereits jetzt ist der Anteil der erneuerbaren Energieträger fast erfüllt. 2020 wird es zur Übererfüllung kommen. Das Einsparziel erwies sich als nicht haltbar, da die neue Datenerhebung nun auch die Industrie in den Wärmebereich einschließt. Die FfE hat drei Szenarien entwickelt, wie sich Strom und Wärme einsparen lassen. Selbst beim Szenario „Erhöhte Technikeffizienz kombiniert mit umweltbewusstem Handeln“ ließen sich bis 2020 maximal 9, 2 Prozent Strom und Wärme einsparen. Das 2009 beschlossene Ziel lag bei 20 Prozent.

Energetische Sanierung von Immobilien ermöglicht große Einsparungen

Größere Einsparungen, so ist sich Heike Burkhardt, Energiebeauftragte des Landkreises, sicher, können nur realisiert werden, wenn die Sanierungsquote für Gebäude drastisch steigt. Dies hängt allerdings von der Bereitschaft der Hausbesitzer ab, ihre Immobilien energetisch zu sanieren. Durch eine Kampagne mit attraktiven Bausteinen könnte die Bereitschaft steigen. Ein wichtiger und von der EU vorgeschriebener Baustein ist hier die Vorbildfunktion der Gemeinden.

Solar- und Windenergie haben Potenzial

FfE hat neben der Erhebung der Datenbasis auch die Potenziale bei den erneuerbaren Energien untersucht. Während bei Biomasse das Potenzial nahezu ausgeschöpft ist, sieht man bei Solar- und Windenergie noch Möglichkeiten. So könnten 17 Windkraftanlagen etwa zehn Prozent des Stromverbrauchs im Landkreis decken. Bei der Solarenergie hat FfE ein technisches Gesamtpotenzial von 574 Megawatt errechnet. Dazu müssten allerdings auf allen nutzbaren Dachflächen Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Derzeit liegt der Ertrag aus Solaranlagen inklusive Freiflächen-Anlagen bei 249 Megawatt.

Energienutzungsplan als wichtiger Schritt beim Klimaschutz

Die Erstellung des Energienutzungsplans sei ein wichtiger Schritt bei den Bemühungen um mehr Klimaschutz und Energieeinsparungen, ist sich Landrat Stefan Rößle sicher: „Nun haben wir Klarheit über die Ist-Situation und können auf dieser Basis über die Entwicklung weiterer Maßnahmen diskutieren.“ Rößle sieht in dem Energienutzungsplan ein Zukunftsinstrument für den Landkreis. Dieser konnte nur dank einer Förderung in Höhe von 70 Prozent durch das Bayerische Wirtschaftsministerium realisiert werden.

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von Konrad Dreyer, Online-Redaktion

Ende Juni wurden die Ergebnisse des Energienutzungsplans im Landratsamt Donau-Ries präsentiert. Landrat Stefan Rößle freut sich über die Bilanz: Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien konnte seit 2007 um 75 Prozent gesteigert werden. Damit wurden im Jahr 2012 87 Prozent des verbrauchten Stroms durch erneuerbare Energien erzeugt. Besonders der Bau von Solar- und Biomasseanlagen trug dazu bei. Die von der Forschungsgesellschaft Energiewirtschaft mbH (FfE) erarbeitete Studie zeigte aber auch, dass der Gesamtstromverbrauch in den letzten fünf Jahren um 9 Prozent gestiegen ist, wenn auch unterschiedlich stark in Industrie und Privathaushalten. Der Wärmeverbrauch in dieser Zeit war dagegen leicht rückläufig.

Landkreis Donau-Ries führend bei Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Die Erhebungen von FfE zeigen den Gesamtenergieverbrauch für 2012 – einschließlich des Wärmeverbrauchs aus der Industrie und dem Verkehr. Deutlich wird dabei, dass der Landkreis beim Anteil der Stromerzeugung führend und nahezu autark ist. Sehr gut schneidet der Kreis auch bei der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien ab. Von 2007 bis 2012 gab es einen Anstieg von um 39 Prozent oder 139 Gigawattstunden. Maßgeblich dabei waren die energetische Holznutzung sowie die Wärmenutzung aus Biogasanlagen. 

Energie-Sparziele müssen aufgrund der Studie angepasst werden

Das Energie-Leitziel des Landkreises wird aufgrund der neuen Ergebnisse voraussichtlich angepasst werden: Bereits jetzt ist der Anteil der erneuerbaren Energieträger fast erfüllt. 2020 wird es zur Übererfüllung kommen. Das Einsparziel erwies sich als nicht haltbar, da die neue Datenerhebung nun auch die Industrie in den Wärmebereich einschließt. Die FfE hat drei Szenarien entwickelt, wie sich Strom und Wärme einsparen lassen. Selbst beim Szenario „Erhöhte Technikeffizienz kombiniert mit umweltbewusstem Handeln“ ließen sich bis 2020 maximal 9, 2 Prozent Strom und Wärme einsparen. Das 2009 beschlossene Ziel lag bei 20 Prozent.

Energetische Sanierung von Immobilien ermöglicht große Einsparungen

Größere Einsparungen, so ist sich Heike Burkhardt, Energiebeauftragte des Landkreises, sicher, können nur realisiert werden, wenn die Sanierungsquote für Gebäude drastisch steigt. Dies hängt allerdings von der Bereitschaft der Hausbesitzer ab, ihre Immobilien energetisch zu sanieren. Durch eine Kampagne mit attraktiven Bausteinen könnte die Bereitschaft steigen. Ein wichtiger und von der EU vorgeschriebener Baustein ist hier die Vorbildfunktion der Gemeinden.

Solar- und Windenergie haben Potenzial

FfE hat neben der Erhebung der Datenbasis auch die Potenziale bei den erneuerbaren Energien untersucht. Während bei Biomasse das Potenzial nahezu ausgeschöpft ist, sieht man bei Solar- und Windenergie noch Möglichkeiten. So könnten 17 Windkraftanlagen etwa zehn Prozent des Stromverbrauchs im Landkreis decken. Bei der Solarenergie hat FfE ein technisches Gesamtpotenzial von 574 Megawatt errechnet. Dazu müssten allerdings auf allen nutzbaren Dachflächen Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Derzeit liegt der Ertrag aus Solaranlagen inklusive Freiflächen-Anlagen bei 249 Megawatt.

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Die Erstellung des Energienutzungsplans sei ein wichtiger Schritt bei den Bemühungen um mehr Klimaschutz und Energieeinsparungen, ist sich Landrat Stefan Rößle sicher: „Nun haben wir Klarheit über die Ist-Situation und können auf dieser Basis über die Entwicklung weiterer Maßnahmen diskutieren.“ Rößle sieht in dem Energienutzungsplan ein Zukunftsinstrument für den Landkreis. Dieser konnte nur dank einer Förderung in Höhe von 70 Prozent durch das Bayerische Wirtschaftsministerium realisiert werden.

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