Corona-Krise

Einzelhandel im Donau-Ries leidet unter Lockdown

Der aktuelle „Lockdown light“ ermöglicht es, dass der Einzelhandel geöffnet bleiben darf. Trotz offener Geschäfte bleiben jedoch die Kunden aus, weshalb die Branche unter der fehlenden Kauflaune der Kunden leidet. So will die IHK Schwaben dagegen ankämpfen.

Viele der rund 1.900 Einzelhändler im Donau-Ries-Kreis trifft der neuerliche Lockdown ähnlich hart wie im Frühjahr. Die Händler müssen im Unterschied zum ersten Lockdown ihre Geschäfte zwar nicht schließen, die Kassen bleiben dennoch leer. „Die Kunden meiden die Innenstädte. Wenn sie es doch nach Donauwörth, Harburg, Monheim, Nördlingen, Oettingen, Rain oder Wemding zieht, dann sind sie nicht in Kauflaune“, stellt Andreas Dirr, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Donau-Ries, fest. Für viele Einzelhändler bleibt nur die Hoffnung auf ein gutes Weihnachtsgeschäft.

Umsätze bleiben aus – Kosten bleiben bestehen

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Gerade in innerstädtischen 1a-Lagen, in den normalerweise stark besuchten Fußgängerzonen, treffen den Einzelhandel neben Ausgaben für Waren und Personal hohe laufende Kosten: von der Miete bis hin zu kommunalen Gebühren und Abgaben. „Diese Kosten laufen fast ausnahmslos weiter, während die Einnahmen seit Beginn des November-Lockdowns bei vielen Sortimenten außerhalb des täglichen Bedarfs stark gesunken sind. Die Schließung der Gastronomie hat das innerstädtische Einkaufserlebnis deutlich verschlechtert“, sagt Dirr.

Geht der Einzelhanden bei der Wirtschaftshilfe leer aus?

Während der Hotellerie oder der Gastronomie 75 Prozent ihres coronabedingten Umsatzverlustes im November durch die Bundesregierung erstattet werden sollen, droht der Einzelhandel leer auszugehen. Grund: Er sei weder von den aktuellen Schließungen direkt betroffen noch macht er ausreichend Umsatz mit den direkt betroffenen Unternehmen. Dir betont: „Die Überbrückungshilfe II ist daher für viele Einzelhändler die letzte Möglichkeit, um zumindest teilweise ihre unverschuldeten Umsatzverluste auszugleichen.“ Doch auch hier sind, trotz verbesserter Zugangsmöglichkeiten und Konditionen, die Hürden zu staatlichem Geld hoch.

Die IHK informiert und berät ihre Mitgliedsunternehmen

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Die größte Herausforderung ist es für den Handel aktuell, sichtbar und mit den Kunden in Kontakt zu bleiben. Selbst diejenigen Händler, die nicht online verkaufen, müssen digital wahrgenommen werden und über die richtigen sozialen Netzwerke mit den Kunden kommunizieren. Der stationäre Einzelhandel kann auch in der Corona-Krise mit seinem Service überzeugen – nur muss er dazu unter Umständen andere Kanäle nutzen, etwa Lieferungen nach Hause oder digitale Beratungen. Zu diesen Themen informiert und berät die IHK Schwaben ebenso wie zu Fragen rund um Fördermittel, die Umsetzung der Corona-Beschränkungen oder zur beruflichen Ausbildung.

Hoffnung liegt auf dem Weihnachtsgeschäft

Dirr erklärt: „Die große Hoffnung des Einzelhandels liegt auf einem baldigen Ende der derzeitigen Beschränkungen und auf einem dann guten Weihnachtsgeschäft. Der innerstädtische Einzelhandel kann mit einer attraktiven Produktpalette, gutem Service und fachkundiger Beratung punkten.“

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Hoffnung liegt auf dem Weihnachtsgeschäft

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