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Donauwörther Johanniter hilft Erdbebenopfern in Nepal
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Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Donauwörther Johanniter hilft Erdbebenopfern in Nepal

 Markus Kristen, ehrenamtlicher Helfer der Johanniter aus Donauwörth. Foto: Johanniter

Mittlerweile ist bereist das zweite Johanniter-Team unterwegs ins Katastrophengebiet nach Nepal. Die Helfer aus Donauwörth sollen die Erdbebenopfer vor Ort versorgen. Markus Kristen stammt aus Donauwörth. Er ist seit über 25 Jahren bei der Hilfsorganisation und soll das Team in Nepal leiten.

von Alexandra Hetmann, Online-Redaktion

Nach dem schweren Erdbeben in Nepal startete am Donnerstagnachmittag, den 30. April 2015, ein zweites Helfer-Team der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. vom Frankfurter Flughafen aus in das Katastrophengebiet – unter ihnen sechs Helfer aus Bayern. Auch Markus Kristen, ehrenamtlicher Helfer der Johanniter aus Donauwörth, ist mit dem insgesamt neunköpfigen medizinischen Einsatzteam auf dem Weg nach Kathmandu. Er leitet das entsandte Team.

Donauwörther Johanniter hilft in Kathmandu

Voraussichtlich zehn Tage wird Kristen unterwegs sein, um Überlebende des Erdbebens vom vergangenen Samstag, 25. April 2015, medizinisch zu versorgen. Der 45-jährige Rettungssanitäter ist seit mehr als 25 Jahren für die Johanniter in Donauwörth aktiv. Er war zuletzt bei Einsätzen für die Johanniter-Auslandshilfe in Sri Lanka und Pakistan.

Johanniter leisten medizinische Hilfe in Nepal

Angesichts der dramatischen Zerstörungen durch das Erdbeben vom vergangenen Wochenende und der großen Zahl an Verletzten verstärken die Johanniter ihre Hilfeleistungen für die Menschen in Nepal. Dem sogenannten Medical Emergency Response Team (MERT) der Johanniter gehören Notfallmediziner und Rettungsassistenten sowie Logistikexperten an. Sie sind ausgestattet mit Notfallausrüstung, die neben Medikamenten – Schmerzmittel, Antibiotika, Infusionen – insbesondere Verbandsmaterialien für Verletzungen und Wunden jeglicher Art sowie Schienungsmaterial zur Behandlung von Knochenbrüchen enthält. Damit helfen die Johanniter bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung in den vom Erdbeben betroffenen Regionen.

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Verletzte in den entlegenen Bergregionen hilfsbedürftig

Eine Woche nach dem schweren Erdbeben in Nepal sind viele Betroffene – vor allem in den entlegenen Gebieten – noch immer auf Hilfe angewiesen. In einigen Distrikten sind über 80 Prozent der Gebäude zerstört und ganze Siedlungen nach wie vor durch Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten. Das medizinische Notfallteam der Johanniter ist seit dem 1. Mai vor Ort. Die ehrenamtlichen Helfer haben einen medizinischen Behandlungspunkt drei Autostunden nordöstlich von Kathmandu in den Bergen von Koladawan errichtet. Die provisorische Gesundheitsstation unter freiem Himmel dient als zentrale Anlaufstelle für Verletzte und Erkrankte aus den umliegenden Siedlungen.

Situation vor Ort gleicht einem Chaos

Ein erstes Team der Johanniter ist bereits seit dem 28. April vor Ort. Dieses erkundet, welche Hilfe am dringendsten benötigt wird. „Die Situation, die wir bei unserer Ankunft in Kathmandu vorgefunden haben, ist chaotisch. Viele Gebäude sind zerstört und die wenigen Krankenhäuser sind völlig überlastet. Hier wird dringend Hilfe benötigt“, beschreibt Jens Uwe Klomfass, Leiter des Johanniter-Erkundungsteams, die Situation vor Ort. Rettungssanitäter und Teamleiter, Markus Kristen, bekräftigt: „Die Kommunikation ist schwierig. Nach wie vor erschüttern täglich zwei bis drei Nachbeben mittlerer Stärke die Region, es gibt keinen Strom. Doch wir sehen, dass sich unser Behandlungspunkt schnell herumspricht und erwarten einen großen Andrang in den nächsten Tagen.“

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